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Ramsey Clark

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Datei:Ramsey Clark at the White House, 28 Feb 1968.jpg
Ramsey Clark, 1968
Datei:2010-03-20 13-08-02Ramseyclark.JPG
Ramsey Clark bei einer Rede, 2010

William Ramsey Clark (* 18. Dezember 1927 in Dallas, Texas; † 9. April 2021 in New York City, New York<ref>Im Alter von 93 Jahren - Früherer US-Justizminister Ramsey Clark gestorben. In: Der Spiegel (online). 11. April 2021, abgerufen am 11. April 2021.</ref><ref>Falleció Ramsey Clark, ex fiscal General de EEUU y amigo de Cuba. In: cubadebate.cu. 9. April 2021, abgerufen am 10. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein US-amerikanischer Jurist, Politiker der Demokratischen Partei und Friedensaktivist, der von 1967 bis 1969 der 66. Justizminister (Attorney General) unter Präsident Lyndon B. Johnson war. Er war das letzte lebende Mitglied des Johnson-Kabinetts.

Laufbahn

Ramsey Clark war der Sohn von Tom C. Clark, der ebenfalls Justizminister sowie Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten war.

Clark diente in den Jahren 1945 und 1946 bei den Marines, wobei er als Meldegänger in Europa eingesetzt wurde.<ref>Ramsey Clark, Former US Attorney General, Saddam Hussein's Lawyer, Dies at 93. In: voanews.com. 10. April 2021, abgerufen am 11. April 2021: „Clark joined the Marine Corps in 1945 and served as a courier in Europe, where he witnessed the devastation wrought by the war.“</ref> Anschließend studierte er an der University of Texas in Austin und erhielt im Jahre 1949 den akademischen Grad Bachelor of Arts. 1950 schloss er sein Studium mit dem Master of Arts und Juris Doctor der University of Chicago ab.

Von 1951 bis 1961 war Clark Teilhaber und Partner der Anwaltsfirma Clark, Reed and Clark. 1956 wurde er als Anwalt am Supreme Court zugelassen. Ab 1961 arbeitete er unter Präsident John F. Kennedy als Assistant Attorney General für das Justizministerium; 1965 wurde er Deputy Attorney General und somit Stellvertreter von Minister Nicholas Katzenbach. Als dessen Nachfolger trat er am 10. März 1967 dem Kabinett von Präsident Lyndon B. Johnson bei, in dem er bis zum 20. Januar 1969 verblieb. Bereits seit Katzenbachs Ausscheiden im Oktober 1966 hatte Clark die Geschäfte des Justizministers interimsweise ausgeübt. Während seiner Zeit im Justizministerium wurde dort der Atomwaffensperrvertrag ausgearbeitet. 1971 wurde Clark in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Unter Leitung von Clark wurde im Februar 1992 ein Tribunal gebildet, welches die USA in 19 Anklagepunkten beschuldigte, im Zweiten Golfkrieg gegen den Irak Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben. Das Tribunal setzte sich aus 21 Richtern der verschiedensten Ethnien und Religionen zusammen.

Ende Dezember 2004 schloss sich Clark dem 20-köpfigen Anwaltsteam an, das den ehemaligen irakischen Präsidenten Saddam Hussein verteidigte<ref>US rebel joins Saddam legal team. In: BBC News. 29. Dezember 2004, abgerufen am 10. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und dem auch sein katarischer Kollege Najib al-Nuaimi angehörte.<ref>John Simpson: Anger and exits at Saddam trial. In: BBC.com. 5. Dezember 2005, abgerufen am 10. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Prozess wurde unter dem Vorsitz von Richter Rizgar Muhammad Amin geführt.<ref>Irak: Vorsitzender Richter im Saddam-Prozeß zurückgetreten. In: faz.net. 14. Januar 2006, abgerufen am 10. April 2021.</ref>

Am 18. März 2006 nahm er an der Beerdigung des ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milošević teil. Vor dem Parlament in Belgrad, wo Miloševićs Sarg aufgebahrt war, hielt er eine Rede: „Die Geschichte wird beweisen, dass Milošević im Recht war. Anklagen sind nur Anklagen. Das Tribunal hatte keine Beweise.“<ref>Milosevic, Saddam trials both flawed: US lawyer. In: dailytimes.com.pk. 19. März 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. September 2007; abgerufen am 10. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2008 erhielt er den Menschenrechtspreis der Vereinten Nationen.<ref>United Nations Human Rights Prize 2008. In: ohchr.org. 2. April 2008, abgerufen am 30. Dezember 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Clark erhielt außerdem 1992 den Gandhi Peace Award.<ref>Ramsey Clark papers, 1945–2015. In: legacy.lib.utexas.edu. Abgerufen am 10. April 2021.</ref>

Werke

  • Ramsey Clark: Wüstensturm (US-Kriegsverbrechen am Golf). Lamuv Verlag, Göttingen 1993, ISBN 3-88977-323-0

Weblinks

Commons: Ramsey Clark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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Vizepräsident

Hubert H. Humphrey (1965–1969)

Außenminister

Dean Rusk (1963–1969)

Finanzminister

C. Douglas Dillon (1963–1965) | Henry H. Fowler (1965–1968) | Joseph W. Barr (1968–1969)

Verteidigungsminister

Robert McNamara (1963–1968) | Clark M. Clifford (1968–1969)

Justizminister

Robert F. Kennedy (1963–1964) | Nicholas Katzenbach (1965–1966) | Ramsey Clark (1967–1969)

Postminister

John A. Gronouski (1963–1965) | Larry O’Brien (1965–1968) | W. Marvin Watson (1968–1969)

Innenminister

Stewart Udall (1963–1969)

Landwirtschaftsminister

Orville Freeman (1963–1969)

Handelsminister

Luther Hodges (1963–1965) | John T. Connor (1965–1967) | Alexander Trowbridge (1967–1968) | Cyrus Rowlett Smith (1968–1969)

Arbeitsminister

W. Willard Wirtz (1963–1969)

Gesundheits-, Bildungs- und Wohlfahrtsminister

Anthony J. Celebrezze (1963–1965) | John W. Gardner (1965–1968) | Wilbur J. Cohen (1968–1969)

Bauminister

Robert C. Weaver (1966–1968) | Robert Coldwell Wood (1968–1969)

Verkehrsminister

Alan Stephenson Boyd (1967–1969)

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