Extratour
Vorlage:Hinweisbaustein Extratour war eine von 17. Januar 1985<ref name="Pressemitteilung_2002-07-20">Radio Bremen: Pressemitteilung vom 20. Juni 2002. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Dezember 2015; abgerufen am 18. November 2025.</ref> bis 13. April 1989<ref name="Pressemitteilung_2002-10-11">Radio Bremen: Pressemitteilung vom 11. Oktober 2002. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Dezember 2014; abgerufen am 18. November 2025.</ref> von Radio Bremen im Fernsehen live ausgestrahlte Musik- und Comedysendung, die als Nachfolger vom Musikladen einmal im Vierteljahr donnerstags um 21.03 Uhr unter der Regie von Michael Leckebusch lief.
Die Sendung
Zu den Moderatoren gehörten unter anderem Margarethe Schreinemakers<ref name="Pressemitteilung_2002-09-11">Radio Bremen: Pressemitteilung vom 11. September 2002. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 18. November 2025.</ref> und Stefan Viering<ref name="Pressemitteilung_2002-09-23">Radio Bremen: Pressemitteilung vom 23. September 2002. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Februar 2016; abgerufen am 18. November 2025.</ref>. Christian Berg<ref name="Pressemitteilung_2002-09-11" /> und Michael Geyer<ref name="Pressemitteilung_2002-09-11" /> waren als Außenreporter unterwegs und sorgten für kuriose Dinge, wie etwa dem Vorlesen der Weihnachtskarten kurz vor Weihnachten im Verteilzentrum der Post.<ref name="DerSpiegel_1985-04">Der Spiegel, 4/1985: Affentittengeil. Abgerufen am 18. November 2025.</ref> Eine der spektakulärsten Aktionen des Extratour Magazins richtete sich gegen das Kriegerdenkmal am Hamburger Dammtor.<ref>Julia Hennings-Reza, Das Gegendenkmal von Alfred Hrdlicka am Dammtordamm. S. 42/43.</ref> Dabei wurden Hamburger dazu aufgefordert, das Denkmal nach Art des Verpackungskünstlers Christo mit mitgebrachten Decken, Tüchern und Bettlaken einzuwickeln.<ref>Denkmäler Saftige Skandale "Der Spiegel" 29. April 1985.</ref>
Musikalische Gäste waren vorwiegend damalige Stars der Hitparaden wie zum Beispiel Depeche Mode,<ref name="Pressemitteilung_2002-09-11" /> Tiffany oder T’Pau.<ref name="Pressemitteilung_2002-10-11" />
Die kabarettistische Einlagen bestanden meistens aus politischem Kabarett. Hier hatte unter anderem der Kabarettist Bruno Jonas<ref name="DerSpiegel_1985-04" /><ref name="Pressemitteilung_2002-07-20" /> seinen festen Platz.
Gezeichnete Cartoons wurden mit den von einem hockenden kleinen Kind gesprochenen Worten „Achtung, jetzt kommt ein Karton!“ eingeleitet. Das Kind wurde aus dem Off korrigiert: „Das heißt Cartoon.“ Das Kind wiederholte die eigenen Worte, worauf ein großer mit „Cartoon“ beschrifteter Karton mit der offenen Seite nach unten auf das Kind fiel.<ref name="YouTube">Radio Bremen: Achtung, jetzt kommt ein Karton. Abgerufen am 18. November 2025.</ref>
Insgesamt wurde die Sendung 19-mal ausgestrahlt. 1987 erhielten Birgitt Reckmeyer und Rolf B. Tiesler als Redakteure der Sendung einen Adolf-Grimme-Preis<ref name="Tagesspiegel_2002-10-11">Der Tagesspiegel vom 11. Oktober 2002: Extratour. Abgerufen am 18. November 2025.</ref> mit Silber, weil Radio Bremen, wie die Jury feststellte, damit „ein genuines Fernsehkabarett gelungen“ sei, „eines, das kräftig und unbekümmert den Vergreisungstendenzen des Mediums entgegenarbeitet“.
Weblinks
- Öffentlicher Rundfunk: Radio Bremen soll seine Produktion privatisieren und deren Dienste überall feilbieten Weg mit dem Anstaltsdenken, von Freddie Röckenhaus Die Zeit 21. Februar 1997
- 30 Jahre Extratour Frech, live und hemmungslos Radio-Bremen-TV-Show der 80er, radiobremen.de
- Extratour - ARD - "Hörzu" Nr. 18 vom 26. April 1985, S. 101.
- Extratour fernsehserien.de
Einzelnachweise
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