Zum Inhalt springen

Wettiner Gymnasium

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. September 2025 um 05:43 Uhr durch imported>TaxonKatBot (Bot: Kategorie:Spielstätte für Musik (Dresden) umbenannt in Kategorie:Spielstätte für Musik in Dresden: laut Diskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wettiner Gymnasium
Gebäude des Wettiner Gymnasiums am Wettiner Platz in Dresden
Gebäude des Wettiner Gymnasiums
Schulform Gymnasium
Gründung 1879
Schließung 1944
Adresse Wettiner Platz 13
Ort Dresden
Land Sachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 3′ 14″ N, 13° 43′ 29″ OKoordinaten: 51° 3′ 14″ N, 13° 43′ 29″ O
 {{#coordinates:51,053769444444|13,724825|primary
dim=500 globe= name= region=DE-SN type=building
  }}

Das Wettiner Gymnasium in Dresden wurde 1879 zur Entlastung der Kreuzschule als zweites städtisches Gymnasium gegründet. Zunächst war es im Gebäude des alten Waisenhauses am Georgplatz untergebracht. 1884 erfolgte der Bezug des auf dem Gelände des 1823 aufgelösten Pest- und Armenfriedhofs errichteten Schulneubaus, der von dem Architekten Theodor Friedrich (1829–1891) entworfen und begleitet worden war. Am 7. Oktober 1944 zwischen 12 und 13 Uhr wurde der linke Gebäudeflügel durch den ersten Bombenangriff auf Dresden schwer beschädigt.<ref>Daniel Böhme: Nationalsozialistische Schulpolitik 1933–1945: Von Hitlers pädagogischen Maximen bis zur praktisch-politischen Umsetzung und mit einem Exkurs zu Dresden. GRIN Verlag, München 2008, ISBN 978-3-638-94507-3, S. 66 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Danach zogen die Schüler in das Vitzthumsche Gymnasium um.<ref>Daniel Böhme: Nationalsozialistische Schulpolitik 1933–1945: Von Hitlers pädagogischen Maximen bis zur praktisch-politischen Umsetzung und mit einem Exkurs zu Dresden. GRIN Verlag, München 2008, ISBN 978-3-638-94507-3, S. 67 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Dieser zerstörte Flügel wurde 1974 wieder aufgebaut.

Bis 1961 nutzte die Kreuzschule das Gebäude am Wettiner Platz 13, anschließend war dort bis 1981 die 9. Polytechnische Oberschule (auch Fritz-Heckert-Oberschule)<ref>Bestandsübersicht 2004 (PDF; 107 kB) – Stadtarchiv Dresden</ref> untergebracht. Nach Restaurierung und Umbau befindet sich jetzt dort die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.

Bekannte Lehrer

  • Otto Meltzer (1846–1909), Historiker, Rektor 1880–1909
  • Franz Poland (1857–1945), Klassischer Philologe, Lehrer 1884–1910, Rektor 1910–1923
  • Johannes Wilhelm Kunze (1865–1927), evangelischer Theologe, 1889–1892
  • Woldemar Lippert (1861–1937), deutscher Archivar, 1887–1891
  • Kurt Schumann (1885–1970), sächsischer Heimatforscher und Reformpädagoge, 1918–1921
  • Ernst Boehm (1877–1945), Historiker, Direktor 1923–1928

Bekannte Schüler

  • Paul Rieger (1870–1939), Rabbiner (zuletzt in Stuttgart) und Historiker
  • Erich Uhmann (1881–1968), Entomologe
  • Paul Aron (1886–1955), Komponist, Pianist und Konzertveranstalter
  • Willibald Wiercinski-Keiser (1888–1944), Senator der Freien Stadt Danzig
  • Walter Gierisch (1890–1941), Forstwissenschaftler und Hochschullehrer
  • Otto Basler (1892–1975), Germanist, Volkskundler und Bibliothekar
  • Carl Raswan (1893–1966), Buchautor und Verfasser von Fachbeiträgen zur Pferdezucht
  • Paul Richter (1894–1942), evangelischer Pfarrer und christlicher Märtyrer
  • Otto Josef Schlein (1895–1944), Arzt und Kommunist jüdischen Glaubens
  • Johannes Schneider (1910–2006), mittellateinischer Philologe
  • Rudolf Kaffka (1923–1985), Theologe und Politiker (SPD), MdB
  • Wolfgang Ullrich (1923–1973), Zoologe, Zoodirektor in Dresden<ref>Winfried Gensch: Prof. Dr. Wolfgang Ullrich zum 65. Geburtstag. In: Mitteilungen aus dem Zoologischen Garten zu Dresden. Neue Folge. Nr. 3, 1989, S. 2–5.</ref>

Literatur

  • Programm des Wettiner Gymnasiums zu Dresden. Dresden, 1880–1893 (Digitalisat)
  • Jahresbericht des Wettiner Gymnasiums zu Dresden. Dresden, 1894–1937 (Digitalisat)
  • Otto Meltzer: Das Wettiner Gymnasium zu Dresden in den ersten fünfundzwanzig Jahren seines Bestehens. Güntz, Dresden 1904 (Digitalisat)

Weblinks

Commons: Wettiner Gymnasium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein