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Buntfalke

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Buntfalke
Datei:AmericanKestrel02.jpg

Buntfalke (Falco sparverius), Männchen

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Falkenartige (Falconiformes)
Familie: Falkenartige (Falconidae)
Unterfamilie: Eigentliche Falken (Falconinae)
Gattung: Falken (Falco)
Art: Buntfalke
Wissenschaftlicher Name
Falco sparverius
Linnaeus, 1758
Datei:Falco sparverius range map.svg
Verbreitungskarte; Jahresvogellebensraum in violett, Sommerlebensraum in braun; Winterlebensraum und Nichtbrutgebiet in cyan

Der Buntfalke (Falco sparverius), auch Amerikanischer Turmfalke genannt, ist ein Vogel aus der Familie der Falkenartigen (Falconidae). Die Art ähnelt in Aussehen und Verhalten dem auch in Mitteleuropa heimischen Turmfalken, ist jedoch kleiner und vor allem die Männchen sind deutlich bunter. Der Buntfalke bewohnt offene und halboffene Landschaften aller Art in großen Teilen Nord- und Südamerikas und ist auch im menschlichen Siedlungsbereich häufig. Er ist nicht gefährdet.

Beschreibung

Buntfalken sind sehr kleine, aber kräftig gebaute Falken mit relativ großem Kopf und kurzen Beinen. Flügel und Schwanz sind relativ kurz, der Schwanz ist am Ende deutlich gerundet. Die Körperlänge beträgt 21–27 cm, die Flügelspannweite 52–61 cm.<ref>J. Ferguson-Lees, D. A. Christie: Raptors of the World. Christopher Helm, London 2001, S. 274.</ref> Ähnlich wie der Turmfalke zeigt auch der Buntfalke nur einen geringen reversen Geschlechtsdimorphismus bezüglich Größe und Gewicht, jedoch einen sehr ausgeprägten Geschlechtsdichroismus. Männchen erreichen etwa 90 % der Körpermaße der Weibchen. Adulte Männchen der Nominatform wiegen 97–120 g und haben eine Flügellänge von 173–203 mm. Adulte Weibchen der Nominatform erreichen ein Gewicht von 102–150 g und eine Flügellänge von 178–208 mm.<ref>J. Ferguson-Lees, D. A. Christie: Raptors of the World. Christopher Helm, London 2001, S. 842.</ref>

Datei:Male American Kestrel.jpg
Adulter männlicher Buntfalke

Die Männchen sind farblich sehr ansprechend. Bei adulten Männchen der Nominatform ist die Oberseite von Rumpf und Schwanz überwiegend leuchtend rostrot. Rücken, Schultern und Schirmfedern sind auf diesem Grund kräftig schwarz gebändert. Der Schwanz hat eine breite schwarze Subterminalbinde und eine schmale weiße, graue oder rötliche Endbinde. Die äußeren Steuerfedern zeigen auf weißlichem Grund neben der schwarzen Endbinde zwei bis vier schwarze Querbinden. Die Oberflügeldecken sind auf kräftig grau-blauem Grund schwarz gefleckt. Die Schwungfedern sind oberseits schwärzlich und zeigen eine mehr oder weniger ausgeprägte weiße Fleckung. Die Unterflügeldecken und die Unterseite des Rumpfes sind cremefarben oder hell rötlich beige, zum Schwanz hin mehr weißlich. Die untere Brust und die Flanken sind dunkel gefleckt. Die Unterseite der Schwingen ist auf weißlichem Grund dunkelgrau gebändert, der Schwanz ist unterseits hell rötlich braun.

Der Oberkopf ist blaugrau und hat in der Mitte meist einen rotbraunen Fleck. Der rotbraune Nacken zeigt ein Occipitalgesicht mit zwei schwarzen runden Flecken und ist nach vorn durch einen breiten schwarzen Streifen begrenzt. Kopfseiten, Stirn und Kehle sind weiß mit einem kräftigen schwarzen Bartstreif unter dem Auge. Über dem Auge befindet sich ein schmaler weißer Brauenstreif.

Datei:American Kestrel at Morro Bay.jpg
Weiblicher Buntfalke

Weibchen ähneln den Männchen, sind aber insgesamt viel weniger kontrastreich und bunt gefärbt. Ihnen fehlt die graublaue Färbung der Oberflügeldecken, diese sind wie Rücken, Schultern, Schirmfedern und Schwanz auf rostbraunem Grund schwärzlich gebändert. Die Unterseite ist cremefarben und rotbraun gestrichelt. Die Kopfzeichnung entspricht weitgehend der des Männchens, der Oberkopf ist jedoch mehr grau und dunkel gestrichelt.

Die Iris ist in allen Kleidern dunkelbraun, Augenring, Wachshaut und Beine gelb, die Krallen sind schwarz. Der Schnabel ist grauschwarz.

Lautäußerungen

Die Art ist sehr ruffreudig, insbesondere während der Brutzeit. Häufigste Lautäußerung ist eine variabel schnelle Reihe von fünf oder mehr Rufen, die mit „kliii“ umschrieben wird und in verschiedenen Kontexten bei Erregung ertönt. Während der Balz erfolgen diese von beiden Partnern geäußerten Rufe schnell gereiht und steigen in der Tonhöhe an; bettelnde Weibchen oder Jungvögel rufen lauter und langgezogener.

Verbreitung und Lebensraum

Das große Verbreitungsgebiet des Buntfalken umfasst weite Teile Nord- und Südamerikas. Es reicht in Nordamerika von der Nordgrenze der Taiga in Alaska und Kanada über fast die gesamten USA nach Süden bis in das zentrale Mexiko. Dort und weiter südlich in Mittelamerika ist die Verbreitung lückenhaft und auf die Gebirge im Landesinneren beschränkt. In Südamerika ist die Verbreitung unter Aussparung der Hochlagen der Anden, des Amazonasregenwaldes und der Tieflandregenwälder im Osten Brasiliens flächendeckend. Die Art hat außerdem alle größeren Inseln der Karibik besiedelt.

Der Buntfalke bewohnt ebenso wie der Turmfalke offene und halboffene Landschaften aller Art wie Wüsten und Steppen, Savannen, offenes Waldland, Sümpfe und landwirtschaftlich genutzte Bereiche bis hin zu Städten. Die Art kommt in Nordamerika von Meereshöhe bis in 4000 m vor, in den Anden bis 4300 m.

Systematik

In dem großen Verbreitungsgebiet sind zahlreiche Unterarten beschrieben worden. Ferguson-Lees und Christie erkennen 17 Unterarten an,<ref>J. Ferguson-Lees, D. A. Christie: Raptors of the World. Christopher Helm, London 2001, S. 842.</ref> davon 5 in Nord- und Mittelamerika, vier insgesamt recht kleine Formen mit weitgehend reduziertem rotem Fleck auf dem Oberkopf in der Karibik und acht überwiegend recht blasse und kaum dunkel gefleckte Unterarten in Südamerika.

Das International Ornithological Committee akzeptiert folgende Unterarten:<ref>IOC World bird list Seriemas, falcons</ref>

  • Falco sparverius sparverius <templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758<ref name="linne90">Carl von Linné (1758), S. 90.</ref> kommt von Alaska und Kanada über die USA bis ins westliche Mexiko vor.
  • Falco sparverius paulus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Howe & <templatestyles src="Person/styles.css" />King, L, 1902)<ref name="howe28">Reginald Heber Howe Jr. u. a. (1902), S. 28–30.</ref> ist im südöstlichen Teil der USA verbreitet.
  • Falco sparverius peninsularis <templatestyles src="Person/styles.css" />Mearns, 1892<ref name="mearns267">Edgar Alexander Mearns (1892), S. 267.</ref> kommt im nordwestlichen Mexiko vor.
  • Falco sparverius tropicalis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Griscom, 1930)<ref name="griscom1">Ludlow Griscom (1930), S. 1.</ref> ist vom südlichen Mexiko bis ins nördliche Honduras verbreitet.
  • Falco sparverius nicaraguensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Howell, TR, 1965<ref name="mearns442">Thomas Raymond Howell (1965), S. 442.</ref> kommt im nordwestlichen Honduras und in Nicaragua vor.
  • Falco sparverius sparverioides <templatestyles src="Person/styles.css" />Vigors, 1827<ref name="vigors436">Nicholas Aylward Vigors (1827), S. 436.</ref> ist auf den Bahamas und auf Kuba verbreitet.
  • Falco sparverius dominicensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Gmelin, JF, 1788<ref name="gmelin285">Johann Friedrich Gmelin (1788), S. 285.</ref> kommt auf Hispaniola vor.
  • Falco sparverius caribaearum <templatestyles src="Person/styles.css" />Gmelin, JF, 1788<ref name="gmelin284">Johann Friedrich Gmelin (1788), S. 284.</ref> ist von Puerto Rico bis Grenada auf den Westindischen Inseln verbreitet.
  • Falco sparverius brevipennis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Berlepsch, 1892)<ref name="berlepsch91">Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1892), S. 91–95.</ref> kommt auf Aruba, auf Curaçao und Bonaire vor.
  • Falco sparverius isabellinus <templatestyles src="Person/styles.css" />Swainson, 1838<ref name="swainson281f">William Swainson (1838), S. 281–282.</ref> ist im östlichen Venezuela, den Guyanas und dem nördlichen Brasilien verbreitet.
  • Falco sparverius ochraceus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Cory, 1915)<ref name="cory298">Charles Barney Cory (1915), S. 298.</ref> kommt im östlichene Kolumbien und dem nordwestlichen Venezuela vor.
  • Falco sparverius caucae (<templatestyles src="Person/styles.css" />Chapman, 1915)<ref name="chapman375">Frank Michler Chapman (1915), S. 375.</ref> ist im westlichen Kolumbien verbreitet.
  • Falco sparverius aequatorialis <templatestyles src="Person/styles.css" />Mearns, 1892<ref name="mearns269">Edgar Alexander Mearns (1892), S. 269.</ref> kommt im nördlichen Ecuador vor.
  • Falco sparverius peruvianus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Cory, 1915)<ref name="cory296">Charles Barney Cory (1915), S. 296.</ref> ist im südwestlichen Ecuador, in Peru und dem nördlichen Chile verbreitet
  • Falco sparverius cinnamominus <templatestyles src="Person/styles.css" />Swainson, 1838<ref name="swainson281">William Swainson (1838), S. 281.</ref> ist vom südöstlichen Peru über Paraguay, dem südöstlichen Brasilien im Bundesstaat Rio Grande do Sul und in Feuerland verbreitet.
  • Falco sparverius fernandensis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Chapman, 1915)<ref name="chapman379">Frank Michler Chapman (1915), S. 379.</ref> ist auf Alejandro Selkirk und auf den Juan-Fernández-Inseln verbreitet.
  • Falco sparverius cearae (<templatestyles src="Person/styles.css" />Cory, 1915)<ref name="cory318">Charles Barney Cory (1915), S. 318.</ref> kommt im südlichen Brasilien vor.

Jagdweise und Ernährung

Datei:American Kestrel on the hunt.jpg
Weiblicher Buntfalke im Sturzflug auf eine Schlange am Boden
Datei:Falco sparverius -Canadian Raptor Conservancy, Canada -flying-8a.jpg
Rüttelnder männlicher Buntfalke

Buntfalken jagen vor allem von einem Ansitz aus oder rütteln über potenzieller Beute, weniger häufig ist die Fußjagd oder der schnelle Flug niedrig über dem Boden. Das genutzte Nahrungsspektrum ist sehr breit. Es besteht überwiegend aus Insekten, kleinen Säugetieren und Reptilien, seltener werden kleine Vögel, Amphibien, Flusskrebse (Astacoidea), Spinnen und Skorpione und sehr selten Aas gefressen. In den meisten Teilen des Verbreitungsgebietes sind Insekten die Hauptnahrung mit bis über 60 % aller Beutetiere, vor allem große Heuschrecken und Libellen, aber zum Beispiel auch Käfer und Raupen.

Fortpflanzung

Datei:Falco sparverius MHNT.ZOO.2010.11.104.1.jpg
Ei eines Buntfalken (Museum von Toulouse)

Die Brutzeit ist je nach geografischer Lage des Vorkommens in dem riesigen Verbreitungsgebiet sehr unterschiedlich, sie reicht von Mai bis Juli an der Nordgrenze der Taiga in Nordamerika, von Januar bis August in der Karibik und von Oktober bis März im Süden Südamerikas. Die Art baut wie alle Falken keine Nester, der Eiablageplatz ist eine einfache Mulde. Buntfalken sind überwiegend Höhlenbrüter, die Bruthöhlen können in Bäumen, Kakteen, Holzmasten, Steilufern oder Felswänden sein. Sie nutzen häufig alte Spechthöhlen oder seltener Höhlen von Eisvögeln. Weniger häufig sind Brutplätze an Gebäuden unter Hausdächern, in Schornsteinen oder in Regenrinnen. Gelegentlich werden auch alte Vogelnester zur Brut genutzt, insbesondere die von Elstern. Sehr gerne werden Nistkästen akzeptiert.

Das Gelege besteht im Norden des Verbreitungsgebietes aus 2–7, meist 4–6 Eiern. Die Gelegegröße nimmt in Richtung der Tropen ab, in der Karibik sind es nur noch 2–4 Eier. Die Brutdauer beträgt 26–32 Tage, die Nestlingszeit 28–31 Tage. Die Jungvögel sind im Alter von zwei bis drei Wochen selbständig, manchmal auch erst nach einem Monat.

Wanderungen

Im größten Teil ihres Areals sind Buntfalken Standvögel. Die nördlichsten Populationen in Alaska, im größten Teil von Kanada und im Norden der USA sind Zugvögel und überwintern offenbar überwiegend in Mittelamerika und in der Karibik. Der Abzug erfolgt im August und September, ab Ende März bis Anfang Mai kommen die Tiere wieder im Brutgebiet an. Weniger gut bekannt ist der Zug im Süden Südamerikas. Die Brutgebiete im Süden Chiles und Argentiniens sind jedoch im Winter der Südhalbkugel geräumt, die Tiere ziehen von dort über unterschiedliche Distanzen nach Norden. Irrgäste wurden mehrfach auf den Inseln im östlichen Atlantik und in Westeuropa nachgewiesen.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Buntfalke erfolgte 1758 durch Carl von Linné unter dem wissenschaftlichen Namen Falco sparverius. Als Verbreitungsgebiet gab er Amerika an.<ref name="linne90"/> 1758 führte Linné auch die neue Gattung Falco ein.<ref name="linne88">Carl von Linné (1758), S. 88.</ref> Der Begriff Falco leitet sich von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ab.<ref>Falco The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artname sparverius hat seinen Ursprung in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).<ref>sparverius The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Tropicalis bezieht sich auf die Tropen<ref name="griscom1"/>, nicaraguensis auf Nicaragua<ref name="mearns442"/>, dominicensis auf die Dominikanische Republik<ref name="gmelin285"/>, caribaearum auf die Karibik<ref name="gmelin284"/>, caucae auf das Departamento del Cauca<ref name="chapman375"/>, aequatorialis auf Ecuador<ref name="mearns269"/>, peruvianus auf Peru, ceara<ref name="cory318"/> auf Ceará und fernandensis auf die Juan-Fernández-Inseln.<ref name="chapman379"/> Paulus hat seinen Ursprung in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>paulus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, peninsularis in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und setzt sich aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) zusammen<ref>peninsularis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, sparverioides in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)<ref>sparverioides The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, brevipennis in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>brevipennis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, isabellinus von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>isabellinus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, ochraceus in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bzw. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>ochraceus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> und cinnamominus in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bzw. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).<ref>cinnamominus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay neun Bälge, gesammelt durch Hans Krieg (1888–1970) und Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) aus dem Bergland des Río Apa bei San Luis de la Sierra im Departamento Concepción, aus Independencia, aus Nueva Germania und aus Puerto Casado im Gran Chaco, zur Verfügung. Laubmann sah in F. s. cinnamominus und Falco sparverius australis <templatestyles src="Person/styles.css" />Ridgway, 1870<ref name="ridgway149">Robert Ridgway (1870), S. 149.</ref> gleich zwei mögliche Unterarten für das Land. F. s. australis wurde 1931 durch Falco sparverius eidos durch James Lee Peters ersetzt, da Falco australis <templatestyles src="Person/styles.css" />Gmelin, JF 1788 für den Falklandkarakara belegt war. Sowohl F. s. eidos als auch F. s. australis gelten heute als Synonyme zu F. s. cearae. In der Literatur sah Laubmann an der Estancia Ytanu durch John James Dalgleish<ref name="dalgleish84">John James Dalgleish (1889), S. 84.</ref>, am Unterlauf des Río Pilcomayo durch John Graham Kerr<ref name="kerr141">John Graham Kerr (1892), S. 141</ref>, in Villarrica, Valenzuela und Ajos durch Tommaso Salvadori<ref name="salvadori20">Tommaso Salvadori (1895), S. 20.</ref>, in Sapucai durch Charles Chubb<ref name="chubb74">Charles Chubb (1910), S. 74</ref>, im Departamento Alto Paraná durch Arnaldo de Winkelried Bertoni<ref name="bertoni43">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 43</ref> und in Puerto Pinasco im Departamento Presidente Hayes durch Alexander Wetmore<ref name="wetmore101">Alexander Wetmore (1926), S. 101.</ref> Nachweise für das Land. Zusätzlich erwähnte Laubmann Alconcillo del ñacurutú<ref name="azara154">Félix de Azara (1802), S. 182–190.</ref> von Félix de Azara.<ref name="laubmann152">Alfred Laubmann (1939), S. 153–155</ref> Gelegentlich findet man ihn in älterer Literatur in den Gattung Cerchneis <templatestyles src="Person/styles.css" />Boie, 1826 und Tinnunculus <templatestyles src="Person/styles.css" />Vieillot, 1808 eingeordnet.

Bestand und Gefährdung

Der Buntfalke ist der mit Abstand häufigste und am weitesten verbreitete Falke Amerikas. Der Bestand Nordamerikas wurde in den 1990er Jahren auf 1,2 Mio. Brutpaare geschätzt, den Weltbestand schätzen Ferguson-Lees und Christie auf mindestens 1,5 Mio. Brutpaare und mindestens 4 Mio. Individuen.<ref>J. Ferguson-Lees, D. A. Christie: Raptors of the World. Christopher Helm, London 2001, S. 841.</ref> Zum Ende des 20. Jahrhunderts ist der Bestand in der östlichen Hälfte der USA zum Teil rückläufig gewesen, die Art ist insgesamt laut IUCN jedoch weltweit ungefährdet.

Quellen

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Félix de Azara: Apuntamientos para la historia natural de los páxaros del Paragüay y Rio de la Plata. Band 1. Impr. de la viuda de Ibarra, Madrid 1802, S. 182–190 (google.de).
  • Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch: Die Vögel der Insel Curaçao nach einer von Herrn cand. theol. Ernst Peters daselbst angelegten Sammlung bearbeitet. In: Journal für Ornithologie. Band 40, Nr. 1, 1892, S. 61–110 (biodiversitylibrary.org).
  • Arnaldo de Winkelried Bertoni in Mosè Giacomo Bertoni: Fauna paraguaya. Catálogos sistemáticos de los vertebrados del Paraguay : peces, batracios, reptiles, aves, y mamíferos conocidos hasta 1913. In: Descripcion fisica y economica del Paraguay. Band 59, Nr. 1. Establecimiento Gráfico M. Brossa, Asunción 1914, S. 1–86 (google.de).
  • Frank Michler Chapman: Descriptions of proposed new birds from Central and South America. In: Bulletin of the American Museum of Natural History. Band 34, Nr. 11, 1915, S. 363–388 (amnh.org [PDF; 2,3 MB]).
  • Charles Chubb: On the Birds of Paraguay. In: The Ibis (= 9. Band 4). Nr. 13, 1910, S. 53–78 (biodiversitylibrary.org).
  • Charles Barney Cory: Descriptions of new birds from South America and adjacent islands. In: Field Museum of Natural History Publication 182 (= Ornithological Series. Band 1). Nr. 8, 1915, S. 293–302 (biodiversitylibrary.org).
  • Charles Barney Cory: Notes on South American birds, with descriptions of new subspecies. In: Field Museum of Natural History Publication 183 (= Ornithological Series. Band 1). Nr. 9, 1915, S. 303–335 (biodiversitylibrary.org).
  • Roberto Raúl Dabbene: Contribucion a la Ornitología del Paraguay - Notas sobre las aves colectadas en Vila Rica por el Señor Félix Posner. In: Anales del Museo Nacional de Historia Natural de Buenos Aires. Band 23, 1912, S. 283–390 (biodiversitylibrary.org).
  • John James Dalgleish: Notes on a Collection of Birds and Eggs from the Republic of Paraguay. In: Proceedings of the Royal Physical Society of Edinburgh. Band 20, Nr. 13, 1889, S. 73–88 (biodiversitylibrary.org).
  • James Ferguson-Lees, David A. Christie: Raptors of the World. Christopher Helm, London 2001, ISBN 0-7136-8026-1, S. 274–276 & 838–842.
  • Johann Friedrich Gmelin: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. Band 1, Nr. 1. Georg Emanuel Beer, Leipzig 1788 (biodiversitylibrary.org).
  • Reginald Heber Howe Jr., LeRoy King: Descriptions of one new genus and of species of birds from Peru and Ecuador. In: Cointribution to the North American Ornithology. Band 1, 21. Mai 1902, S. 25–32 (hathitrust.org).
  • Thomas Raymond Howell: New Subspecies of Birds from the Lowland Pine Savanna of Northeastern Nicaragua. In: The Auk. Band 82, Nr. 3, 1965, S. 438–464 (unm.edu [PDF; 1,5 MB]).
  • John Graham Kerr: On the Avifauna of the Lower Pilcomayo. In: The Ibis (= 6. Band 4). Nr. 13, 1892, S. 120–152 (biodiversitylibrary.org).
  • Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 153–155 (google.de).
  • Carl von Linné: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. 10. Auflage. Band 1. Imprensis Direct Laurentii Salvii, Stockholm 1758 (biodiversitylibrary.org).
  • Edgar Alexander Mearns: A Study of the Sparrow Hawks (subgenus Tinnunculus) of America with Especial Reference to the Continental Species (falco Sparverius Linn). In: The Auk. Band 9, Nr. 3, 1892, S. 252–270 (unm.edu [PDF; 899 kB]).
  • James Lee Peters: Check-List of Birds of the World. Band 1. Harvard University Press, Cambridge 1931 (biodiversitylibrary.org).
  • Robert Ridgway: A New Classification of the North American Falconidæ, with Descriptions of Three New Species. In: Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia. Band 22, 1870, S. 138–150 (biodiversitylibrary.org).
  • William Swainson: Animals in menageries: Part III Two centenaries and quater of Birds, either new, or hitherto imperfectly described. Band 2. Printed for Longman, Orme, Brown, Green, & Longmans, and John Taylor, London 1838, S. 281–361 (biodiversitylibrary.org).
  • Nicholas Aylward Vigors: Sketches in Ornithology: On some species of Birds from Cuba. In: The Zoological journal. Band 3, 1827, S. 432–448 (biodiversitylibrary.org).
  • Alexander Wetmore: Observations on the birds of Argentina, Paraguay, Uruguay, and Chile. In: Bulletin of the United States National Museum. Nr. 133, 1926, S. 1–448 (biodiversitylibrary.org).

Weblinks

Commons: Buntfalke (Falco sparverius) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Buntfalke – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen