Direct Red 2
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Benzopurpurin 4B | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Direct Red 2 | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C34H26N6Na2O6S2 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
rotbrauner Feststoff<ref name=roempp>Eintrag zu Benzopurpurin 4B. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 724,72 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
290 °C<ref name=roempp/> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
C.I. Direct Red 2 ist ein rot färbender Azofarbstoff aus der anwendungstechnischen Gruppe der Direktfarbstoffe.
Geschichte
Der Farbstoff wurde von Carl Duisberg entwickelt und unter der Bezeichnung Benzopurpurin 4B vermarktet.<ref name=roempp/>
Darstellung
Direct Red 2 kann durch Azokupplung von tetrazotiertem o-Tolidin mit Naphthionsäure dargestellt werden.<ref name="Farbenchemie">H.E. Fierz-David, L. Blangey: Grundlegende Operationen der Farbenchemie, 5. Auflage. Springer Verlag Wien, 1943, S. 277–278.</ref>:Vorlage:Formel
Eigenschaften
Direct Red 2 färbt Baumwolle rot. Das Absorptionsmaximum liegt bei 500 nm.
Verwendung
Direct Red 2 ist ein rotfärbender Baumwollfarbstoff, er löste das Kongorot ab, da er farbechter ist. Weiterhin wird es als Farbstoff in der Mikroskopie<ref name=roempp/> (Vitalfärbung) und als pH-Indikator (Farbumschlag von blauviolett nach rot zwischen pH 2,3 und 4,0) verwendet.<ref name=roempp/>
Sicherheitshinweise
Da unter reduktiven Bedingungen aus Direct Red 2 wieder das kanzerogene o-Tolidin freigesetzt werden kann, gehört dieser Farbstoff, wie o-Tolidin selbst, zu den verbotenen Stoffen nach der Bedarfsgegenständeverordnung (BedGgstV) und darf nicht für Textil- und Ledererzeugnisse verwendet werden, die längere Zeit mit der menschlichen Haut oder der Mundhöhle direkt in Berührung kommen können (z. B. Kleidung, Bettwäsche, Handtücher, Schuhe, Handschuhe, für den Endverbraucher bestimmte Garne und Gewebe).<ref>Anlage 1 (zu § 3) der Bedarfsgegenständeverordnung (Stoffe, die bei dem Herstellen oder Behandeln von bestimmten Bedarfsgegenständen nicht verwendet werden dürfen)</ref><ref name="GESTIS_2">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Krebserzeugender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Azobenzol
- Azonaphthalin
- Toluol
- Naphthalinsulfonat
- Aminonaphthalin
- Benzidin
- Disazofarbstoff
- Direktfarbstoff
- Indikator (Chemie)
- Natriumverbindung
- Histologische Färbung