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Ridder

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Ridder
Риддер
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat: KasachstanDatei:Flag of Kazakhstan.svg Kasachstan
Oblys: Ostkasachstan
Gegründet: 1786
 
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Kasachstan/Gebiet zu ISO Code_type:city 50° 21′ N, 83° 31′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Kasachstan/Gebiet zu ISO Code_type:city 50° 21′ 0″ N, 83° 31′ 0″ O
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Höhe: 744 m
 
Fläche: 77,52 km²
Einwohner:
Bevölkerungsdichte: – Einwohner je km²
 
Telefonvorwahl: (+7) 72336
Postleitzahl: 071300–071303
Kfz-Kennzeichen: 16 (alt: F, U)
KATO-Code: 632410000
 
Äkim (Bürgermeister): Schomart Muratow
Website:
Lage in Kasachstan

Ridder (kasachisch und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Bergbaustadt im Nordosten Kasachstans. Sie befindet sich im Gebiet Ostkasachstan, unweit der russischen Grenze.

Geographie

Ridder liegt nordöstlich der Gebietshauptstadt Öskemen. Seine Umgebung wird von den Ausläufern des Altai geprägt. Im Südosten erstrecken sich die Berge des Iwanow-Kamms, im Nordwesten die des Uba-Kamms.

Bevölkerung

Bei der Volkszählung 1999 hatte Ridder 56.269 Einwohner. Die Volkszählung 2009 ergab für den Ort eine Einwohnerzahl von 50.500. Bei der letzten Volkszählung 2021 lebten 45.859 Menschen in Ridder. Die Fortschreibung der Bevölkerungszahl ergab zum eine Einwohnerzahl von Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl KZ.

Im Jahr 1991 zählte die Stadt noch 69.500 Einwohner, aber die nach dem Zerfall der Sowjetunion einsetzende Abwanderung insbesondere der russischen und deutschen Bevölkerung ließ die Zahl stark schrumpfen. Neben der Abwanderung ist auch die natürliche Bevölkerungsentwicklung negativ, pro 1000 Einwohner werden 10,3 Geburten, aber 19,5 Todesfälle registriert (Daten für das Jahr 2003). Der städtische Bezirk Ridder umfasst neben der eigentlichen Stadt auch noch eine städtische Siedlung und elf Dörfer, insgesamt beträgt die Einwohnerzahl Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl KZ ().

Die Stadt ist auch heute noch stark russisch geprägt, von der Bevölkerung sind 88,1 % Russen, 6,1 % Kasachen, 1,6 % Deutsche, 1,3 % Ukrainer, 1,1 % Tataren, 0,4 % Weißrussen sowie 1,4 % Einwohner anderer Nationalität.

Einwohnerentwicklung<ref>Kazakhstan: Cities and towns. pop-stat.mashke.org, abgerufen am 24. August 2020 (englisch).</ref>
1939 1959 1970 1979 1989 1999 2009 2021
49.974 66.812 72.074 68.135 68.706 56.269 50.500 45.859
Anmerkung: Volkszählungsergebnisse

Geschichte

Die Stadt wurde im Jahr 1786 gegründet, nachdem Philipp Ridder (1761–1838) im Auftrag von Zarin Katharina II. vor Ort eine große Mine mit Gold, Silber, Kupfer und Blei entdeckte.<ref name=":0"></ref> Ridder erhielt 1934 die Stadtrechte. Bis zum Jahr 1941 trug sie den Namen Ridder, 1941 wurde Ridder in Leninogorsk umbenannt, die Stadt trug diesen Namen bis ins Jahr 2002, als die offizielle Rückbenennung beschlossen wurde. Im März 2013 fanden in der Gegend um Ridder die Ski-Orientierungslauf-Weltmeisterschaften statt.

In Ridder bestand das Kriegsgefangenenlager 347, Leninogorsk, für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.<ref>Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.</ref>

Im Jahr 2022 beschloss ein Ausschuss, zu Ehren Ridders ein Denkmal auf einem Platz in der Innenstadt zu errichten, wo vorher eine Leninstatue stand, die abgetragen wurde. Die Kosten für die 3 m hohe Statue beliefen sich auf 30 Millionen Tenge (etwa 64.000 $). Während einige Einwohner die Statue begrüßten, lehnten andere sie entschieden ab. Eine Diskussion über russische Kolonialisierung fand statt, bis heute (Stand: 26. Juni 2024) wurde die Statue nicht aufgestellt, sondern liegt in einer Halle eingelagert.<ref name=":0" />

Sehenswürdigkeiten

In Ridder sind ein Heimatmuseum sowie ein Botanischer Garten (Алтайский ботанический сад/Altaiski Botanitscheski Sad) zu besichtigen.

Wirtschaft

Ridder ist ein Zentrum des Bergbaus und der Buntmetallverarbeitung. Der Konzern Kazzinc hat hier ein Werk zur Erzaufbereitung als auch ein Werk zur Erzverarbeitung; er betreibt auch mehrere Tagebaue in der Umgebung der Stadt. Es gibt holzverarbeitende und Bekleidungsfabriken, ferner Nahrungsmittelindustrie und Maschinenbau.

Verkehr

Die Europastraße 40 führt von Ridder nach Calais in Frankreich. Sie ist mit mehr als 8 000 Kilometern Länge die längste Europastraße.

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Weblinks

Commons: Ridder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Städte

Altai | Öskemen (Verwaltungszentrum) | Ridder | Saissan | Schemonaicha | Serebrjansk

Weitere Bezirkszentren

Glubokoje | Kürschim | Qalbatau | Qarauyl | Qassym Qaissenow | Ülken Naryn

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