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Stefan Mross

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Datei:Stefan Mross 2025.jpg
Stefan Mross (2025)

Stefan Mross (* 26. November 1975 in Traunstein, Oberbayern) ist ein deutscher Trompeter, Sänger und Fernsehmoderator. Er ist einer der bekanntesten deutschen volkstümlichen Musiker.

Karriere

Stefan Mross wurde als 13-Jähriger von Karl Moik auf einer Hochzeit entdeckt. Sein erster Fernsehauftritt war bei Karl Moiks Sendung Wie die Alten sungen. Am 1. Juli 1989 gewann Mross mit dem Titel Heimwehmelodie den Grand Prix der Volksmusik für Österreich.

Mross schloss in seiner Heimatstadt die Hauptschule ab. Er machte die Aufnahmeprüfung für das Salzburger Mozarteum, konzentrierte sich dann jedoch auf seine Musikerkarriere.<ref>Stefan Mross im Munzinger-Archiv, abgerufen am 28. April 2023 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> 1994 nahm Mross für Deutschland beim Grand Prix der Volksmusik teil. Sein Titel Heilige Berge (Montagne sante) erreichte hinter Henry Arland Platz zwei. Einen erneuten zweiten Platz belegte Mross beim Grand Prix der Volksmusik 1995 zusammen mit Stefanie Hertel, als beide für Deutschland den Titel Ein Lied für jeden Sonnenstrahl sangen. 2002 versuchte es Mross für Deutschland nochmals beim Grand Prix der Volksmusik. Sein Titel Angeli delle montagne kam jedoch nicht ins Finale.

Mross ist immer wieder in verschiedenen Fernsehsendungen zu sehen. In den letzten Jahren hat er allerdings nur bei wenigen Anlässen Trompete gespielt. Inzwischen ließ er sich gesanglich ausbilden und singt sowohl solo als auch Duette, früher zusammen mit Hertel. Mit ihr trat er zusammen in Fernsehsendungen und auch regelmäßig auf Tourneen mit anderen Künstlern auf. Im Jahr 2009 feierte Stefan Mross sein 20-jähriges Bühnenjubiläum mit einer großen Deutschland-Tournee ebenfalls mit seiner damaligen Frau.

Seit 2005 moderiert Mross im Sommer die ARD-Sendung (SWR) Immer wieder sonntags live aus dem Europa-Park in Rust. Am 10. August 2014 kollabierte Mross während einer Live-Sendung der Show nach dem Verzehr einer extrascharfen Currywurst und musste die Moderation abbrechen. Für die restliche Sendezeit wurde er von Guido Cantz vertreten.<ref>Stefan Mross kollabiert nach scharfer Currywurst. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 11. August 2014, abgerufen am 30. April 2025.</ref>

Privatleben

Mross war von 2006 bis 2012<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stefan Mross und Stefanie Hertel sind geschieden (Memento vom 25. Februar 2013 im Internet Archive)</ref> mit Stefanie Hertel verheiratet<ref>Geheimhochzeit in Florida, Die Welt, 26. September 2006</ref> und hat mit ihr eine Tochter (* 2001).<ref>n-tv.de: Stefanie Hertel und Stefan Mross getrennt, vom 21. September 2011</ref> Drei Monate nachdem das Paar seine Trennung bekanntgegeben hatte, behauptete Karl Moik in der ZDF-Sendung Markus Lanz vom 6. Dezember 2011, dass die Partnerschaft zwischen seinen ehemaligen Schützlingen Mross und Hertel für die Medien arrangiert worden sei.<ref>Siehe bunte.de, 7. Dezember 2011: Moik: Das Management hat sie verheiratet!. Focus.online, 7. Dezember 2011: Musikantenstadl-Urgestein Karl Moik hält Mross-Hertel-Ehe für arrangiert.</ref>

Mit der Produktionsassistentin Susanne Schmidt war Mross von 2013 bis 2016 verheiratet.<ref>Trennung. Zweite Ehe von Schlagerstar Stefan Mross gescheitert. In: Augsburger Allgemeine. 23. September 2016, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Aus dieser Ehe gingen eine Tochter (* 2013)<ref>Das Neue Blatt, Nr. 8 vom 12. Februar 2014, S. 12–13</ref> und ein Sohn (* 2015) hervor.<ref>Stefan Mross freut sich über seinen ersten Sohn, 21. August 2015, Focus</ref> Das Paar lebte bis zur Trennung im Herbst 2016 in Unterwössen, einer Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein.<ref>Stefan Mross: Neues Haus für die neue Frau!, 16. Mai 2013, Bild</ref>

Ab Dezember 2016 war er mit der Sängerin Anna-Carina Woitschack liiert, die er im Sommer 2016 in seiner Sendung Immer wieder sonntags kennengelernt hatte.<ref>Sebastian Berning: Stefan Mross: Heiratet er Anna-Carina Woitschack? In: Gala. 28. August 2017, abgerufen am 16. Oktober 2017.</ref> In der Sendung Das Adventsfest der 100.000 Lichter machte er ihr am 30. November 2019 einen Heiratsantrag.<ref>Online-Meldung, Insuedthueringen.de</ref> Am 6. Juni 2020 heirateten beide live im Fernsehen in der Musikshow Schlagerlovestory.2020 mit Moderator Florian Silbereisen als Trauzeugen.<ref>Live-Hochzeit von Stefan Mross und seiner Anna-Carina. In: bild.de, abgerufen am 7. Juni 2020.</ref> Das Paar lebte in Windorf bei Passau.<ref>Tanja May, Dirk Steinbach: Mross-Ex Anna-Carina schaltet sich in Hauskauf-Zoff ein! In: bild.de. 30. Mai 2024, abgerufen am 30. Mai 2024.</ref> Im November 2022 gab er die Trennung bekannt.<ref>Nach Krisengrüchten: Die Schlagerstars Stefan Mross und Anna-Carina Woitschack haben sich getrennt. Abgerufen am 11. November 2022.</ref> Seit März 2023 ist Mross mit Eva Luginger liiert.<ref>Stefan Mross bestätigt neue Liebe: Das ist Sängerin Eva Luginger. Abgerufen am 14. März 2023.</ref>

Juristische Auseinandersetzungen

„Trompeterkrieg“

Datei:Stefan Mross 07.JPG
Stefan Mross (2013) mit seiner Trompete

Mehrmals wurde Stefan Mross in der Öffentlichkeit vorgeworfen, dass sein Trompetenspiel vom Band komme. Üblicherweise hört man bei Musiksendungen im Fernsehen eine Studioaufnahme, während die Interpreten beim Auftritt nur scheinbar musizierend am Bildschirm zu sehen sind. Daher ist es nicht immer eindeutig zu entscheiden, ob Mross selbst oder jemand anderes die Trompeteneinspielung vorgenommen hat.

Im sogenannten Trompeterkrieg vor dem Frankfurter Landgericht im Jahr 2002 ging es um Rechte an den Einspielungen des im Mai 2020 verstorbenen Studiotrompeters Alexandre Malempré. Er behauptete, in sechs Stücken auf Mross-CDs vor allem sich selbst zu hören. Mross bestritt dies. Der abmischende Produzent bestätigte die Darstellung des Klägers, war jedoch der Auffassung, dass die Leistungen des Studiomusikers unabhängig vom Grad der Zumischung abgegolten seien. Der Kläger gab an, dass die Einspielungen ausschließlich als Begleitung für die Sängerin Stefanie Hertel vorgenommen wurden, als diese noch nicht mit Mross zusammen in Erscheinung getreten war.<ref>Trompeterkrieg statt heile Welt, Hamburger Abendblatt, 13. September 2002</ref>

Mross weigerte sich mehrmals, vor Gericht einige seiner Stücke vorzutragen. Malempré und Mross mussten daher die streitgegenständlichen Titel bei Max Sommerhalder als Gutachter einspielen. Dieser sollte die Details der Ausführung analysieren und dem jeweiligen Trompeter zuordnen. Ferner musste Mross einige allgemein gängige Stücke vortragen, u. a. aus Nabucco. In seinem Gerichtsgutachten bezeichnete Sommerhalder Stefan Mross anschließend als „stümperhaften Trompeter“, er sei nicht fähig, eine hochwertige CD zu produzieren. Das Gutachten durfte wegen Befangenheit nicht vor Gericht verwendet werden.<ref>Prozesse: "Wir machen halt Volksmusik", FAZ.net., 12. September 2002</ref> Um sich zu rehabilitieren, blies Mross 2001, begleitet von einem Orchester, im ARD-Musikantenstadl live eine einfache, jedoch fehlerhaft vorgetragene Version von Granada.<ref>SAT.1: Dienstag, 27. März 2001, 22.15 Uhr (Programmwoche 13/01), AKTE 01/13 - REPORTER DECKEN AUF, presseportal.de, 25. März 2001</ref><ref>Trompeterstreit: Gutachten ist Privatsache von Mross, Die Welt, 22. März 2001</ref>

Nach neun Jahren einigten sich beide Parteien im Juni 2006 außergerichtlich.<ref>Ch. Hamann-Pönisch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />'Trompeterkrieg' wurde heimlich abgeblasen (Memento vom 17. September 2011 im Internet Archive), Chemnitzer Morgenpost auf sz-online.de, 13. Juni 2006</ref>

Täuschung bei Hausverkauf

2016 machte Mross beim Verkauf seines Hauses in Unterwössen, das er mit seiner zweiten Ehefrau bewohnte, die falsche Angabe, es sei ein Haus mit zwei Wohnungen. Tatsächlich war in dem in einem Gewerbegebiet liegenden Haus nur eine kleinere Wohnung erlaubt. Vor dem Landgericht Düsseldorf wurde er wegen „wissentlicher Täuschung“ zu einem Schadenersatz in unbekannter Höhe an das Käuferpaar verurteilt.<ref>Tanja May, Dirk Steinbach: Mross hat schon mal beim Hausverkauf getäuscht. In: bild.de. 30. Mai 2024, abgerufen am 30. Mai 2024.</ref>

Streit im Hotel

Im März 2023 wurde publik, dass das Amtsgericht Leipzig einen bereits seit November 2022 rechtskräftigen Strafbefehl aufgrund einer von Mross begangenen Körperverletzung und einer versuchten Nötigung gegen diesen erließ. Der Grund dafür war nach Mross’ Angaben eine Auseinandersetzung in einem Leipziger Hotel im Mai 2022. Mross zufolge hatte ihn ein unbekannter Mann im Restaurant des Hotels als „Schlagerfuzzi“ und „Playback-Künstler“ diffamiert. Nachdem der Mann Mross auch noch in den Aufzug und zu seinem Hotelzimmer verfolgt und ihn verächtlich gemacht hätte, habe er ihn in einer Affekthandlung vor seinem Hotelzimmer am Hemdkragen gepackt. Mross muss nun eine Geldstrafe in unbekannter Höhe entrichten. Laut der Bild erhielt Mross zudem einen Eintrag ins Bundeszentralregister.<ref>Strafbefehl gegen Stefan Mross erlassen. In: Der Spiegel. 18. März 2023, abgerufen am 18. März 2023.</ref><ref>Strafbefehl gegen Stefan Mross wegen Streit in Hotel. In: zeit.de. Abgerufen am 18. März 2023.</ref><ref>Tanja May: Stefan Mross spricht über seine Schlägerei im Hotel und den Strafbefehl. In: bild.de. 5. Juli 2023, abgerufen am 30. Mai 2024.</ref>

Erfolgstitel

  • Heimwehmelodie (1989)
  • La Pastorella
  • Santo Domingo (1989)
  • Servus, pfüa Gott und Auf Wiedersehn
  • Heilige Berge (Montagne sante) (1994)

Alben

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  • 1989: Heimwehmelodie
  • 1993: In unserer Hand liegt unsere Erde
  • 1994: Sehnsuchtsmelodie
  • 1994: Das große Wunschkonzert
  • 1994: Weihnachten mit dir (mit Stefanie Hertel)
  • 1995: Ein Lied für jeden Sonnenstrahl (mit Stefanie Hertel)
  • 1996: Zauber der Trompete
  • 1996: Musik ist Trumpf
  • 1997: So schön ist Volksmusik
  • 1997: Weihnachten: Unser Fest der Liebe
  • 1998: Gold
  • 1999: Herz an Herz (mit Stefanie Hertel)
  • 2000: Mein Wunschkonzert
  • 2002: Trompetenzauber
  • 2003: Stille Nacht, heilige Nacht (mit Tom Horstmann)
  • 2003: Musik fürs Herz
  • 2004: Von Herzen alles Gute
  • 2006: Immer wieder Stefan
  • 2008: Echte Freunde
  • 2011: Greif zu
  • 2013: Meine beste Zeit
  • 2014: 25 Jahre – Das große Jubiläumsalbum
  • 2020: Stark wie zwei (mit Anna-Carina Woitschack)

Fernsehen

Filmografie

Auszeichnungen

  • 2014: smago! Award in der Kategorie „Entertainer des Jahres“

Weblinks

Einzelnachweise

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