Zum Inhalt springen

Danainae

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. April 2026 um 17:08 Uhr durch imported>Kai.pedia.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Danainae
Datei:Monarch Butterfly 17-03-2006 6-44-40 p.m..JPG

Monarchfalter (Danaus plexippus)

Systematik
Unterstamm: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Unterordnung: Glossata
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Danainae
Wissenschaftlicher Name
Danainae
Boisduval, 1833
Datei:Monarch caterpillar and egg.jpg
Junge Raupe des Monarchfalters; man kann die fleischigen Fortsätze vorne und am Hinterleibsende erkennen
Datei:Greta.morgane.jpg
Greta morgane (Ithomiini)

Die Danainae sind eine Unterfamilie von Schmetterlingen aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Weltweit zählen die Danainae etwa 450 Arten in drei Triben. Einige Autoren sehen diese drei Triben (Danaini, Tellervini und Ithomiini) als Unterfamilien innerhalb der Nymphalidae an.<ref name="Kristensen">N. P. Kristensen: Lepidoptera, Moths and Butterflies, 1: Evolution, Systematics, and Biogeography. Handbuch der Zoologie 4 (35) S. 292f, Walter de Gruyter. Berlin, New York 2003, ISBN 3-11-015704-7</ref>

Beschreibung

Die Falter sind die einzigen Schmetterlinge, die Pflanzensäfte und Nektar von Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae), vor allem von Seidenpflanzengewächsen (Asclepiadoideae) saugen, um Pyrrolizidinalkaloide aufzunehmen. Sie nutzen diese Gifte für die Verteidigung gegen Fressfeinde oder aber um Sexuallockstoffe herzustellen.<ref name="Kristensen"/>

Die Raupen sind nackt und weisen fleischige, fühlerförmige Fortsätze auf.<ref name="Kristensen"/> Da sie an giftigen Pflanzen fressen sind auch sie gegenüber Fressfeinden gut geschützt.

Danaini

Von dieser Tribus sind bis jetzt 162 Arten bekannt, die in den Tropen, vor allem von Indien bis Australien vorkommen. Manche Arten fliegen aber auch bis in die gemäßigten Breiten. Die Männchen weisen zwischen dem achten und neunten Hinterleibssegment ausstülpbare Haarbüschel auf. Die Vorderbeine der Weibchen sind keulenförmig zurückgebildet. Die Fühler sind unbeschuppt. Die Falter werden stark von Blüten, besonders von Pflanzen der Gattung Ageratum angezogen und saugen dort Alkaloide. Die Raupen fressen an Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae), Seidenpflanzengewächsen (Asclepiadoideae) und Maulbeergewächsen (Moraceae), die einen milchigen Saft haben.<ref name="Kristensen"/>

Tellervini

Von den Tellervini sind bis jetzt nur sechs Arten aus der Gattung Tellervo bekannt, die alle in Neuguinea, dem Norden Australiens und auf den Salomonen vorkommen. Die Imagines können nicht durch eindeutige Merkmale von den anderen Triben getrennt werden. Sie haben weder an der Costa noch am Hinterleib Haarpinsel. Die Raupen weisen nur ein Paar fleischiger Fortsätze auf dem Metathorax auf. Sie fressen an Pflanzen der Gattung Parsonsia aus der Familie der Hundsgiftgewächse.<ref name="Kristensen"/>

Ithomiini

Die Ithomiini sind mit ca. 300 Arten die größte Gruppe der Danainae. Sie kommen ausschließlich in der Neotropis vor. Zahlreiche Arten imitieren Arten derselben Tribus, aber auch andere Schmetterlinge (Mimikry).<ref name="Tree of Life Web Project">Ithomiini. Tree of Life Web Project, abgerufen am 23. Februar 2007.</ref> Viele Arten weisen durchscheinende oder ganz durchsichtige Flügelbereiche auf. Die Männchen haben an der Costa an der Vorderseite der Hinterflügel charakteristische Haarbüschel. Ihre Fühler sind beschuppt.<ref name="Kristensen"/>

Nur wenige Raupen weisen die fleischigen Fortsätze auf. Die meisten ernähren sich von Nachtschattengewächsen (Solanaceae), die 90 % der Futterpflanzen ausmachen, Gesneriengewächsen (Gesneriaceae) und Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae).<ref name="Kristensen"/><ref name="Drummond">Boyce A. Drummond III und Keith S. Brown, Jr.: Ithomiinae (Lepidoptera: Nymphalidae): Summary of Known Larval Food Plants. In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Vol. 74, No. 2. (1987), Seiten 341–358. doi:10.2307/2399405</ref> Dadurch werden die meisten Falter für Fressfeinde ungenießbar, manche entwickeln aber trotz des giftigen Futters keine Gifte. Die Imagines saugen vielmehr an giftigen Pflanzen, vor allem an Raublattgewächsen (Boraginaceae) und Korbblütlern (Asteraceae), um ihren Schutz zu erhalten.<ref name="Tree of Life Web Project"/>

Systematik

In Europa kommen lediglich zwei Arten vor:<ref name="www.faunaeur.org">Danainae. Fauna Europaea, abgerufen am 23. Februar 2007.</ref>

  • Afrikanischer Monarch (Danaus chrysippus) (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758)
  • Monarchfalter (Danaus plexippus) (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758)

Alle anderen Arten kommen in Amerika, Afrika, Asien oder Australien vor, darunter zum Beispiel:

  • Euploea core (<templatestyles src="Person/styles.css" />Cramer, 1780), Asien und Australien
  • Danaus gilippus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Bates, 1863), Amerika
  • Tirumala limniace (<templatestyles src="Person/styles.css" />Cramer, 1775), Asien
  • Mechanitis polymnia (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758), Mittel- und Südamerika
  • Idea leuconoe (<templatestyles src="Person/styles.css" />Erichson, 1834), Südostasien
  • Idea malabarica (<templatestyles src="Person/styles.css" />Moore, 1877), Südwestindien
  • Greta morgane (<templatestyles src="Person/styles.css" />Geyer, 1837), Mittelamerika bis Texas
  • Greta oto (<templatestyles src="Person/styles.css" />Hewitson, 1854), Glasflügelfalter, nördliches Südamerika bis Texas

Quellen

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Danainae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien