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Bally Prell

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Der Bally-Prell-Brunnen vor dem Haus in der Leopoldstraße 77
Bally-Prell-Brunnen
Das Haus in der Leopoldstraße 77, in dem Prell ihr Leben lang wohnte
Wohnhaus Bally Prells in der Leopoldstr. 77 in München

Bally Prell (eigentlich Agnes Pauline Prell; * 14. September 1922 in München; † 20. März 1982 ebenda) war eine deutsche Vortragskünstlerin und Volkssängerin.

Leben

Prell wurde als Tochter des Münchener Komponisten und Volkssängers Ludwig Prell (1887–1965) in der Leopoldstraße 77 in Schwabing geboren, wo sie auch zeit ihres Lebens wohnte. Als Fünfjährige trat sie im Münchner Odeons-Saal auf und begeisterte die Zuhörer mit ihrer Stimme. Ihre Stimmlage war eine weiche Kontra-Alt-Stimme, mit der sie auch klassische Arien zu singen vermochte.<ref>prell_ludwig. Abgerufen am 2. April 2026.</ref>

Datei:Nordfriedhof München - Grab Bally Prell.jpg
Grab von Bally Prell auf dem Münchener Nordfriedhof

Am 31. Oktober 1953 trat sie zum ersten Mal im Münchener Platzl mit ihrem Lied Die Schönheitskönigin von Schneizlreuth auf, wobei sie den aufkommenden Schönheitswahn mit ihrem rustikalen Auftreten karikierte. Musikalisch handelt es sich bei der Nummer um eine Adaption des Rheinländers Die Gigerlkönigin von Paul Lincke,<ref>Die Schönheitskönigin von Schneizelreuth (1956) Bally Prell. In: cover.info – Cover-Versionen, Samples, Medleys. Abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref> das Ende des 19. Jahrhunderts von der österreichischen Sängerin Paula Menotti bekannt gemacht wurde.<ref>Song: Die Gigerlkönigin written by Paul Lincke, W. Jürgens, Werner Seifert. In: SecondHandSongs. Abgerufen am 1. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zu ihrem Programm gehörte auch das von ihrem Vater komponierte Isarmärchen. Dem Platzl blieb sie bis an ihr Lebensende verbunden. 1956 und 1957 war sie auch in Filmen zu sehen, wie in Heiraten verboten als Jahrmarktssängerin<ref>Heiraten verboten. In: celeo.de. Abgerufen am 16. Februar 2026.</ref> und in Zwei Bayern im Harem als Leila, Rose der Nacht (1957). Sie starb 1982 an den Folgen einer Kropfoperation. Bally Prell liegt auf dem Münchener Nordfriedhof begraben (Grab Nr. 2-3-5).<ref>Nordfriedhof – Grab von Bally Prell. In: Münchner Stadtgeschichte – Das Stadtportal zur Geschichte Münchens. Abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>

Ehrungen

Im Münchner Stadtmuseum werden zu ihrem Andenken ihr bekanntes Bühnenkostüm, bestehend aus einem blumigen Rüschenkleid, dem Sonnenschirm, den Halbhandschuhen, dem gezackten Krönchen und der weiß-blauen Schärpe mit dem Aufdruck „Miss Schneizlreuth“ im Original aufbewahrt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bally Prell. Pressespiegel (Memento vom 28. Dezember 2008 im Internet Archive)</ref>

Vor dem Haus in der Leopoldstraße wurde ein von Wolfgang Sand 1992 entworfener Brunnen aufgestellt.<ref>Bally-Prell-Brunnen, stadt-muenchen.net</ref>

Der Münchner Stadtrat beschloss am 14. Juni 2007, in einem Neubaugebiet im Stadtteil Lochhausen eine Straße nach ihr zu benennen.<ref>Münchner Straßenverzeichnis: Bally-Prell-Straße. In: Münchner Stadtgeschichte – Das Stadtportal zur Geschichte Münchens. Abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>

Literatur

  • Eva Becher, Wolfgang A. Mayer (Hrsg.): Münchner Liederbuch. So lang der Alte Peter am Petersbergl steht. Noten und Lieder (= Jochen Wiegandts Liedertafel. 4). Dölling und Galitz, München 2008, ISBN 978-3-937904-23-8, S. 124–127, 314 f.

Weblinks

Commons: Bally Prell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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