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Tinizong

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Tinizong
Datei:Tinizong wappen.svg
Wappen von Tinizong
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton GraubündenDatei:CHE Graubünden COA.svg Graubünden (GR)
Region: Albulaw
Politische Gemeinde: Sursesi2
Postleitzahl: 7453
Koordinaten: 766922 / 161420Koordinaten: 46° 35′ 0″ N, 9° 37′ 0″ O; CH1903: 766922 / 161420
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Höhe: 1232 m ü. M.
Fläche: 47,78 km²
Einwohner: 281 (1990)
Einwohnerdichte: 6 Einw. pro km²
Website: www.tinizong.ch
Karte
w{ww

Tinizong <phonos file="Roh-surmiran-Tinizong.ogg">anhören</phonos>/? (deutsch Tinzen <phonos file="De-Tinzen.ogg">anhören</phonos>/?) ist ein Ort der Gemeinde Surses im Schweizer Kanton Graubünden. Er liegt an der Julierpassstrasse in der Region Albula.

Bis 1998 war Tinizong (bis 1943 offiziell Tinzen, anschliessend bis 1944 offiziell Tinizun) eine eigenständige Gemeinde. Am 1. Januar 1998 fusionierte sie zusammen mit Rona zur neuen Gemeinde Tinizong-Rona, die ihrerseits 2016 in der Gemeinde Surses aufging.

Geographie

→ siehe Abschnitt Geographie im Artikel Tinizong-Rona

Geschichte

Datei:Tinizong Son Plasch.jpg
Katholische Kirche St. Blasius
Datei:Karte Gemeinde Tinizong 1997.png
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 1998

Der Ort wurde um m 280 als Tinnetione erstmals erwähnt. Im Itinerarium Antonini wurde Tinnetione als Station der römischen Septimerroute bezeichnet. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert war Tinizong Sustenort der Portengenossenschaft Oberhalbstein. In Tinizong bestanden in karolingischer Zeit ein Königshof und im Mittelalter drei nun verschwundene Wehrtürme. Tinizong war Sitz der Herren von Tinizong und von Marmels. Die 1180 erstmals erwähnte Kirche St. Blasius besitzt seit dem spätgotischen Umbau 1512 einen Flügelaltar. Tinizong war eine Nachbarschaft der Gerichtsgemeinde Oberhalbstein. 1610 verwüstete ein Dorfbrand den Ort.<ref name="HLS" />

Die Kirche wurde 1663 durch die Kapuziner, die ab 1634 in Tinizong wirkten, neu errichtet. Im Jahre 1779/1780 kam es in Tinizong zum letztmals dokumentierten Bündner Hexenprozess gegen Maria Ursula Padrutt, wobei ihr nichts nachgewiesen werden konnte und ihr Leiden und ihr Schicksal darum eine besondere Würdigung verdient, fünf Jahre später verstarb sie im Exil in Chiavenna. Wirtschaftlich blieb Tinizong abhängig vom Säumer- und Passverkehr an der Julierroute und dem Erwerbsleben der alpin-bäuerlichen Bevölkerung. Erst das Aufkommen des Kur- und Alpintourismus brachte der Ortschaft und der ganzen Region neue Existenzmöglichkeiten und einen Erstz für die permanente Auswanderung der ärmeren oder jüngeren Dorfbevökerung. Von der Bronzezeit bis zum Zweiten Weltkrieg wurden undweit von Tinizong im Val d'Err Manganerze abgebaut, darunter die seltenen Tinzenit, Parsettensit und Sursassit. Im einstigen Bauerndorf, wo das seit jeher das Transportgewerbe einen Zusatzverdienst bot, gibt es heute noch etwas Gewerbe, zwei Hotels und eine grosse Ferienhaussiedlung. Seit 1953 besteht in Tinizong die Zentrale Marmorera des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich. Auch nach der Gemeindefusion 1998 blieben Tinizong und Rona kirchlich getrennt.<ref name="HLS" />

Wappen

Wappen von Tinizong
Wappen von Tinizong
Blasonierung: „In Rot zwei gekreuzte brennende silberne Kerzen, überhöht von silberner Mitra mit blauem Besatz“

Ein Gemeindestempel zeigt die Figur des Heiligen Blasius, des Patrons der Kirche, während für das Wappen sein Attribut gewählt wurde.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1900 1950 1990
Einwohner 413 400 409 281

Sehenswürdigkeiten

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Persönlichkeiten

  • Leza Uffer (1912–1982), Romanist, Sammler, Erforscher und Herausgeber rätoromanischer Märchen

Literatur

Weblinks

Commons: Tinizong – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="HLS">Gion Peder Thöni: Tinizong. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> </references>

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