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Eppendorf (Bochum)

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Wappen von Bochum
Wappen von Bochum
Eppendorf
Stadtteil von Bochum
Lage von Eppendorf im Wattenscheid
Lage von Eppendorf im Wattenscheid
Koordinaten 51° 27′ 18″ N, 7° 10′ 26″ OKoordinaten: 51° 27′ 18″ N, 7° 10′ 26″ O
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Höhe 104 m ü. NHN
Fläche 2,95 km²
Einwohner 9555 (30. Sep. 2022)
Bevölkerungsdichte 3239 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1975
Postleitzahl 44869
Bezirk Wattenscheid
Quelle: <ref>Statistisches Jahrbuch der Stadt Bochum 2017 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Februar 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ww2.bochum.de).</ref><ref>Die Einwohnerzahlen sind nach statistischen Bezirken und nicht nach den Gemarkungen angegeben, die Zahlen hierfür sind im Artikel Einwohnerentwicklung von Bochum.</ref>
Datei:2310-05-005 - Kreisverkehr in Eppendorf, 17 Okt 2023.jpg
Eppendorfer Zentrum, 2023
Datei:2310-05-004 - Fachwerkhaus Eppendorf Doros Kotten, 17 Okt 2023.jpg
Altes Fachwerkhaus in Eppendorf, erbaut 1672, eines der ältesten Kötterhäuser im Ruhrgebiet

Eppendorf ist ein südlicher Stadtteil des Stadtbezirks Wattenscheid von Bochum.

Geschichte

Eppendorf geht zurück auf eine alte Bauerschaft namens Abbingthorpe, die durch zwei große Höfe (Thiemann und Beckhaus) und einige Kotten geprägt war. Der Abt des Klosters Werden besaß den Zehnten und verteilte die Holzgerechtsame in der Eppendorfer Mark. Abbingthorpe bedeutet so viel wie: „Dorf des Abtes“, wohl aufgrund der engen Beziehung zum Kloster.<ref>Tafel zu dem Ortsteil in der Ausstellung des Stadtarchivs Bochum</ref> Die erste urkundliche Erwähnung<ref>Franz Darpe: Geschichte der Stadt Bochum nebst Urkundenbuch, 6 Bände, 1888-1894. Wilhelm Stumpf, Bochum 1894, S. 11. (Digitalisat online)</ref> finde sich um das Jahr 900<ref>Franz-Werner Bröker: Wattenscheid, eine illustrierte Stadtgeschichte. Hrsg.: Heimat- und Bürgerverein Wattenscheid. 5. erw. Auflage. Friedrich Pustet, Bochum 1998, S. 15.</ref><ref>Heinrich Theodor Grüttner, Patrick Jung, Reinhild Stephan-Maaser (Hrsg.): Werdendes Ruhrgebiet. Spätantike und Frühmittelalter an Rhein und Ruhr. Klartext Verlag, Essen 2015, ISBN 978-3-8375-1394-3, S. 254.</ref> im Heberegister des Klosters Werden (Werdener Urbar A), welches viele Bauernschaften (villae) im Borahtron-Gau<ref>Franz Darpe: Geschichte der Stadt Bochum nebst Urkundenbuch, 6 Bände, 1888-1894. Wilhelm Stumpf, Bochum 1894, S. 11. (Digitalisat online)</ref> auflistete. Darin wurden auch schon die Nachbarorte Höntrop (Hogingthorp) und Westenfeld (Westanfelda) genannt.

Eppendorf zählte im Mittelalter zum Amt Bochum und war Standort einer der drei Hinrichtungsstätten (Galberg) des Amtes am Thie, dem alten Versammlungsplatz.

Um 1816 wurde Eppendorf Teil des Amtes Wattenscheid in der preußischen Provinz Westfalen. Eine Volkszählung ergab 1838, dass sich Eppendorf zu einem Ort mit 713 Einwohnern und 195 Häusern entwickelt hatte. 1887 wurde die heutige Grundschule eröffnet. Am 29. Juli 1891 gründeten 39 Gemeindemitglieder die Freiwillige Feuerwehr Eppendorf.

In Eppendorf wurde schon früh Bergbau jenseits des Ruhrtals betrieben. 1738 wurde der Stollenbetrieb Storksbank gegründet. Aus ihnen entwickelte sich die Zeche Engelsburg. Die Hektorstraße ist nach einem frühen Förderschacht benannt. 1875 wurde ein neuer Schacht an der Chaussee zwischen Essen und Bochum in Betrieb genommen. Durch die Angliederung der Gesellschaft für Stahlindustrie an den Bochumer Verein im Jahr 1889 diente die Zeche zur Kohleversorgung des bedeutenden Stahlunternehmens. Dieser Teil Eppendorfs wurde bei der Eingemeindung 1926 Bochum zugeschlagen und waren seitdem ein Teil der Gemarkung Weitmar. Von der Firmenspitze des Bochumer Verein und der Stadtspitze Bochums war es der Wunsch, dass alle Betriebe des Bochumer Verein in Bochum sein sollten.<ref>Franz-Werner Bröker: Wattenscheid - Eine illustrierte Stadtgeschichte. Hrsg.: Heimat- und Bürgerverein Wattenscheid e. V. Bochum 1998, S. 224.</ref>

Mit der Auflösung des Landkreises Bochum durch das Gesetz über die Neuregelung der kommunalen Grenzen im rheinisch-westfälischen Industriebezirke wurde Eppendorf am 1. April 1926 auf die kreisfreien Städte Wattenscheid (2,95 km2) und Bochum (1,33 km2) aufgeteilt.<ref></ref> Mit der Eingemeindung Wattenscheids am 1. Januar 1975 kam Eppendorf ganz zur Stadt Bochum, wird aber nach wie vor über den Stadtbezirk Wattenscheid (Stadtbezirk 2) verwaltet.<ref></ref>

Auf der Verkehrsinsel Am Thie wurde im Rahmen des 1. Bochumer Bildhauersymposiums 1979/80 ein Kunstwerk von Abraham David Christian aufgestellt.<ref>Bild des Kunstwerkes in Stadt Bochum, Kulturamt, Museum Bochum (Hrsg.): Stahlstandorte - Terminal von Richard Serra und neun Werke des 1. Bochumer Symposiums Stadt und Bildhauerei 1979/80. Bochum 1987, S. 7–8 (flickr.com [abgerufen am 8. August 2023]).</ref> Nach dem Umbau des Kreisverkehrs 2018 wurde es nicht wieder aufgestellt.

Bevölkerung

Am 31. Dezember 2024 lebten 9.678 Einwohner in Eppendorf.

Strukturdaten der Bevölkerung in Eppendorf:

  • Minderjährigenquote: 14,5 % [Bochumer Durchschnitt: 15,2 % (2024)]
  • Altenquote (60 Jahre und älter): 36,7 % [Bochumer Durchschnitt: 29,3 % (2024)]
  • Ausländeranteil: 6,4 % [Bochumer Durchschnitt: 17,0 % (2024)]
  • Arbeitslosenquote: 4,5 % [Bochumer Durchschnitt: 8,9 % (2017)]

Infrastruktur

Heute verfügt Eppendorf über eine gut ausgeprägte Infrastruktur für Güter des täglichen Bedarfs und zählt zu den guten Wohnlagen in Bochum. Das Ortszentrum bildet die Straße Am Thie.

Im Ortsteil verkehren die Buslinien 344, 345, 346, 352, 355 und 365 der Bogestra. Haupthaltestelle für die meisten Linien ist Eppendorf Mitte; die Linien 346 und 365 tangieren den Ort lediglich am westlichen Ortsrand.

Linie Verlauf Takt (Mo–Fr)
344 BO-Wattenscheid Freiheitstr. – August-Bebel-Platz – Wattenscheid Bf Datei:RWB Bahnhof.svg – Höntrop Kirche – WAT-Höntrop S-Bahn – Eppendorf – BO-Weitmar – Querenburg, Ruhr-Universität Stadtbahn – Querenburg, Hustadt Stadtbahn – Hochschule Bochum 30 min
345 Bochum-Dahlhausen Datei:S-Bahn-Logo.svg – Dahlhausen Im Berge – Oberdahlhausen – Eppendorf Mitte – Stahlhausen Wattenscheider Str. – Bochumer Verein/Jahrhunderthalle – Bochum West Bf Datei:RWB Bahnhof.svg – Bochum Rathaus Stadtbahn – Bochum Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn Stadtbahn – Oskar-Hoffmann-Str. Stadtbahn – Wasserstr. Stadtbahn – Altenbochum Kirche – Laer Mitte – Bochum-Werne – Bochum-Langendreer West Datei:S-Bahn-Logo.svg – Langendreer Amt – Knappschaftskrankenhaus 30 min
346 BO-Wattenscheid Freiheitstr. – August-Bebel-Platz – Höntrop Kirche – WAT-Höntrop S-Bahn – Eppendorf In der Mark – Munscheid – BO-Weitmar – Querenburg, Ruhr-Universität Stadtbahn – Querenburg, Hustadt Stadtbahn – Hochschule Bochum 30 min
352 Bochum-Hofstede – Feldsieper Str. Stadtbahn – Hamme – Stahlhausen Wattenscheider Str. – Eppendorf Mitte – Narzissenstr. 60 min
355 Bochum-Dahlhausen Datei:S-Bahn-Logo.svg – Dahlhausen Im Berge – Oberdahlhausen – Eppendorf Mitte – Bärendorf – Bergmannsheil – Bochum-Ehrenfeld Datei:S-Bahn-Logo.svg – Bochumer Verein/Jahrhunderthalle – Bochum West Bf Datei:RWB Bahnhof.svg – Bochum Rathaus Stadtbahn – Bochum Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn Stadtbahn – Lohring – Laer Mitte – Bochum-Werne – Bochum-Langendreer West Datei:S-Bahn-Logo.svg – Langendreer Amt – Knappschaftskrankenhaus – Sportplatz Papenholz 30 min
365 Bochum Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn Stadtbahn – Bochum Rathaus Stadtbahn – Schauspielhaus – Bergmannsheil – Werk Eickhoff – Bärendorf – Weitmar Mitte – Munscheid – Eppendorf In der Mark – WAT-Höntrop S-Bahn – Höntrop Kirche – Wattenscheid Bf Datei:RWB Bahnhof.svg – Wattenscheid August-Bebel-Platz (← Leithe) – Wattenscheid, Ottostr. 30 min

Es gibt verschiedene Sportvereine. Der SV Schwarz Weiß Eppendorf 1935 stieg in der Saison 2006/2007 in die Bezirksliga, 2009/2010 stieg dann in die Landesliga auf. Weitere Vereine sind der FC Neuruhrort und die Sportvereinigung Eppendorf 1885, der Eppendorfer Heimatverein e. V., der das Heimatmuseum Eppendorf und das alljährliche Osterfeuer organisiert, sowie eine Kolpingsfamilie und seit 1953 einen Pfadfinderstamm der Deutschen Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg.

Zwischen Eppendorf und Höntrop führt der Bergbauwanderweg Wattenscheid entlang. Er führt im Eppendorfer Teil an den Orten des Bergbaus von der Zeche Storksbank und Engelsburg entlang.

Im August 2007 wurde in Eppendorf ein Seniorenheim eröffnet, das nach Elsa Brändström benannte „Elsa-Brändström-Haus“.

Im Ortszentrum wurde im Juni 2018, nach 16 Monaten Bauzeit, der neue Kreisverkehr eröffnet.<ref>WAZ vom 13. Juni 2018 (online)</ref>

Weblinks

Commons: Eppendorf (Bochum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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