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Alsterarkaden

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Datei:The Alsterarkaden in Hamburg at sunrise (cropped).jpg
Alsterarkaden und Kleine Alster, 2019

Die Alsterarkaden in Hamburg sind ein von Alexis de Chateauneuf entworfener Bogengang am Nordwestufer der Kleinen Alster und Teil des Gesamtensembles Hamburger Rathausmarkt. Die Bezeichnung geht auf den architektonischen Begriff Arkade (von lateinisch arcus = Bogen) zurück.

Geschichte

Datei:Alsterarkaden 1850 by gray.jpg
Die Alsterarkaden um 1850

Nach dem Großen Brand von 1842 wurde das bis dahin weitgehend überbaute Areal des heutigen Rathausmarktes völlig neu geplant. In diesem Zusammenhang entstand am Mündungsfleet der Alster, dem Alsterfleet, vor dem Stau der ebenfalls neuen Schleusenbrücke ein Bassin, die Kleine Alster. Chateauneuf entwarf für die Nordwestseite einen Arkadengang im italienischen Stil, dessen ursprünglicher Anstrich nach neuen Befunden ockergelb war, später aber weiß verputzt wurde und dieses charakteristische Aussehen bis heute bewahrt hat. Nach verschiedenen Veränderungen wurde 1951 der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt, die Farbe blieb weiß. Die Alsterarkaden gelten zusammen mit den dahinterliegenden Häusern als prominentes Beispiel für die sogenannte Nachbrandarchitektur.

Der Bau wurde bis 1843 im Verlauf des vormaligen Vogelswalls ausgeführt, die dahinter liegenden fünfstöckigen Häuser entstanden in den Folgejahren bis 1846.<ref>Infotafel in den Alsterarkaden</ref> Lediglich das direkt am Jungfernstieg gelegene Eckhaus entstand erst um 1900.

In der Mitte des Blocks zwischen Schleusenbrücke, Jungfernstieg, kleiner Alster und Neuem Wall entstand eine kleine Passage, die Mellin-Passage, die heute Hamburgs älteste Einkaufspassage darstellt. Ältere Ausmalungen in der Manier des Jugendstils sind bis heute erhalten. Der Name stammt von einem früher dort ansässigen Krämerladen.<ref>Abendblatt-Journal vom 30. August 2008, S. 20</ref>

Am 31. Dezember 1989 entstand ein Brand in einem der Läden<ref name="Brand_31-12-1990">Ein Stück Hamburg verglüht. Feuer vernichtet Teile der Alsterarkaden - Millionenschaden. In: abendblatt.de. Axel Springer AG, 2. Januar 1990, abgerufen am 26. Juli 2016.</ref>; Ursache war Brandstiftung durch den Geschäftsführer des dort befindlichen vegetarischen Restaurants<ref>Gerhard Mauz: »Ein extrem starkes Motiv . . .« In: Der Spiegel. 24. Mai 1992, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 7. November 2024]).</ref><ref>Kai von Appen: Lokalkoloratur. In: Die Tageszeitung: taz. 30. Juni 1993, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 7. November 2024]).</ref>. Ein Haus brannte komplett aus und musste abgerissen werden; bauliche Veränderungen danach betrafen vor allem die Nordwestseite am Neuen Wall. Bei den Sicherungs- und Renovierungsarbeiten kam überraschend die Decken- und Wandbemalung der Mellin-Passage zum Vorschein, deren Entwurf an Alfons Mucha erinnert.<ref>Architekturführer von Ralf Lange, Ed. Axel Menges, Stuttgart 1995; Seite 43</ref>

Heute sind die Alsterarkaden Teil des Alsterwanderweges. Sie werden mit modernen Überdachungen, teilweise auch arkadenartig, durchgängig entlang des Alsterfleets bis zur Stadthausbrücke fortgesetzt. Im weiteren Verlauf kann entlang des Alsterfleets zu Fuß die Elbe erreicht werden. Mit ihrer Ecklage zur Einkaufsstraße Neuer Wall gelten die Alsterarkaden heute als das Eingangstor zu Hamburgs Luxusmeile. Zu den Mietern gehören die Einzelhändler Wempe, Armani und Burberry.<ref>Offizielle Webseite Hamburg zum "Neuer Wall"</ref>

2017 erwarb die österreichische Signa Holding die Alsterarkaden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Signa buys German trophy assets in biggest real-estate deal of 2017.] In: Reuters. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> nach deren Insolvenz kaufte im Januar 2025 der Hamburger Investor Harm Müller-Spreer die Alsterarkaden für 120 Millionen Euro. er erwarb damit seine zweite Signa-Immobilie, nachdem er im Juli 2024 das Projekt Flüggerhöfe für 20 Mio. Euro gekauft hatte. Die Alsterarkaden wurden zu diesem Zeitpunkt noch umgebaut und modernisiert. Die R+V-Versicherung und DZ Bank hatten diese Bauarbeiten für Signa finanziert.<ref>Björn Leffler: Hamburg: Drei ehemalige Signa-Immobilien wechseln den Besitzer. In: entwicklungsstadt. 13. Januar 2025, abgerufen am 8. April 2025.</ref>

Mellinpassage

Weblinks

Commons: Alsterarkaden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 53° 33′ 7,2″ N, 9° 59′ 33,2″ O

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