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Cajus Julius Caesar

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Datei:Cajus Julius Caesar 2009.jpg
Cajus Julius Caesar (2009)

Cajus Julius Caesar (* 22. Januar 1951 in Rinteln) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war ab 1998 mit zwei kurzen Unterbrechungen Mitglied des Deutschen Bundestages, aus dem er im Oktober 2017 endgültig ausschied. Von 2018 bis 2021 war er Waldbeauftragter im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.<ref>BMEL - Pressemitteilungen - "Weg vom Tablet – rein in den Wald". BMEL, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 28. August 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bmel.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Leben und Beruf

Nach der Mittleren Reife 1967 an der Realschule in Lübbecke absolvierte Caesar eine Forstlehre und besuchte anschließend von 1969 bis 1971 die Landesforstschule in Arnsberg, wo er 1971 auch die Fachhochschulreife erwarb. Von 1971 bis 1974 war er Revierförsteranwärter und legte 1974 das zweite Examen zum Diplom-Forstingenieur ab. Im selben Jahr wurde er Revierleiter im Forstamt Lage. 1978 wechselte er zur Forsteinrichtung beim Landesverband Lippe und leitete schließlich von 1980 bis 1998 das Forstrevier Kirchberg in der Gemeinde Kalletal. In seinen mandatslosen Zeiten 2006/2007 und von 2009 bis 2011 war er beim Landesverband Lippe als Projektleiter Forstmanagement beschäftigt.<ref name="Vita" />

Politische Karriere

Caesar trat 1969 in die Junge Union (JU) und die CDU ein. Er war von 1990 bis 2013 Kreisvorsitzender des CDU-Kreisverbandes Lippe und gehört seit 1992 dem Vorstand des CDU-Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe an.<ref name="Vita" />

Datei:Cajus Caesar.jpg
Cajus Julius Caesar vor dem Reichstagsgebäude

Caesar gehörte von 1980 bis 1999 der Gemeinderatsfraktion der Gemeinde Kalletal an und von 1984 bis 1999 dem Kreistag des Kreises Lippe, u. a. als Vorsitzer des Umweltausschusses. Von 1986 bis 1999 war Caesar Abgeordneter der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe in Münster und amtierte als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion. Dort gehörte er zu den Mitinitiatoren des Ziegeleimuseums Lage.<ref>Ziegeleimuseum Lage. Vom Lehm zum Ziegel. LWL, abgerufen am 24. August 2021 (Faltblatt des Museums mit Angaben zur Entstehung).</ref> Von 1999 bis 2009 war er Mitglied der Landesverbandsversammlung in Lippe und dort über fünf Jahre Fraktionsvorsitzender.<ref name="Vita" />

Caesar gehörte zwischen 1998 und 2017 mit zwei kurzen Unterbrechungen dem Deutschen Bundestag an. Bei der Bundestagswahl 2005 hatte er zunächst ein Mandat über die Landesliste Nordrhein-Westfalen gewonnen. Wegen der notwendig gewordenen Nachwahl im Wahlkreis Dresden I am 2. Oktober 2005 verschob sich aber das Verhältnis der Unionsstimmen innerhalb der Länder und Caesar verlor sein Mandat wieder. Am 7. Juli 2007 rückte er für den ausgeschiedenen CDU-Abgeordneten Reinhard Göhner in den Bundestag nach. Bei der Bundestagswahl 2009 wurde Caesar nicht in den Bundestag gewählt.<ref name="name" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Landesliste der CDU in NRW (Memento vom 6. September 2009 im Internet Archive)</ref> Am 1. Februar 2011 zog er als Nachrücker für den ausgeschiedenen Leo Dautzenberg erneut in den Bundestag ein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Europäische Bewegung Deutschland, 5. Januar 2011</ref> Bei der Bundestagswahl 2013 wurde er über die Landesliste von Nordrhein-Westfalen wiederum ins Parlament gewählt. Zur Bundestagswahl 2017 trat er nicht mehr an.

Cajus Julius Caesar kandidierte immer in seinem Heimatwahlkreis Lippe I für den Deutschen Bundestag. Er wurde zu allen Wahlen als Direktkandidat der CDU Lippe nominiert,<ref>Bundestagswahl in NRW 1998. Abgerufen am 24. Februar 2018.</ref> rückte aber stets über die nordrhein-westfälische Landesliste der CDU in den Bundestag ein.<ref name="Vita" /> Nachdem Dirk Becker (SPD) sein Bundestagsmandat im Oktober 2015 niederlegte, verblieb Caesar erstmals in seiner Abgeordnetenlaufbahn als einziger Abgeordneter seines Heimatwahlkreises im Bundestag und nahm von Oktober 2015 bis Oktober 2017 die Aufgaben des Wahlkreisabgeordneten wahr.

Caesars Ausschussaktivitäten bezogen sich auf den Umweltbereich, die ländliche Entwicklung sowie Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Caesar war von 2011 bis 2017 ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss,<ref name="Ausch"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitglieder Bundestagsausschüsse (Memento vom 15. März 2017 im Internet Archive), Deutscher Bundestag, abgerufen am 14. März 2017.</ref> wo er Hauptberichterstatter für den Einzelplan 10 war,<ref>Cajus Caesar: Wir wollen Innovation und Nachhaltigkeit. Abgerufen am 24. Februar 2018.</ref> der die Bereiche Landwirtschaft, Ernährung, Sozialversicherung, Forstwirtschaft, Fischerei und ländliche Räume beinhaltet. Ferner war er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft<ref name="Ausch" /> und im selben Zeitraum forstpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.<ref>Cajus Caesar. CDU NRW, abgerufen am 24. August 2021 (Vita des Abgeordneten).</ref>

Im Juni 2018 wurde Caesar von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zum Waldbeauftragten der Bundesregierung ernannt. Zuvor verfügte die Bundesregierung nicht über einen Waldbeauftragten.<ref>Caesar soll Waldbeauftragter werden. Politik & Kommunikation, vom 18. Juni 2018, abgerufen am 30. November 2021.</ref> Er war dabei mit dem Kompetenzzentrum Wald und Holz (KIWUH) verbunden, das bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) in Gülzow-Prüzen angesiedelt ist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Waldbeauftragter (Memento vom 8. Dezember 2021 im Internet Archive). Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, abgerufen am 30. November 2021.</ref> Mit dem Amtsantritt des Kabinetts Scholz im Dezember 2021 schied er aus dem Amt.

Mitgliedschaften und Ehrungen

Cajus Caesar ist Mitglied zahlreicher Institutionen und Vereine aus dem Spektrum Heimatschutz und Waldwirtschaft. Am 14. Juli 2015 wurde er als neues Mitglied in den Deutschen Forstzertifizierungsrat (DFZR) aufgenommen.<ref>AFZ – Der Wald, 16/2015, S. 42.</ref>

Im Jahr 2000 wurde Caesar die Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) verliehen.<ref name="Vita">Cajus Caesar, MdB - Vita. CDU Lippe, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. August 2021; abgerufen am 24. August 2021.</ref><ref>Abbildung der Freiherr-vom-Stein-Medaille auf dem Internet-Portal „Westfälische Geschichte“, abgerufen am 14. März 2017.</ref>

Am 8. Dezember 2016 verlieh die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Caesar die Goldene Tanne,<ref>Kirsten Fuhrmann: Cajus Caesar wird die "Goldene Tanne" verliehen | Kalletal. In: Kalletal. (lz.de [abgerufen am 26. Februar 2018]).</ref> eine Ehrung, die bereits prominente Preisträger wie Angela Merkel oder Klaus Töpfer erhalten hatten.<ref>Die Goldene Tanne. SDW, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Februar 2018; abgerufen am 19. März 2024.</ref>

Familie

Cajus Julius Caesar ist verheiratet und hat drei Kinder. Sein Vater, sein ältester Sohn und dessen Sohn heißen ebenfalls Cajus Julius und sind wie er selbst nach dem gleichnamigen römischen Staatsmann benannt,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Cajus Julius Caesar zieht in Bundestag ein. (Memento vom 22. Dezember 2010 im Internet Archive) In: Augsburger Allgemeine, 21. Dezember 2010, abgerufen am 14. März 2017.</ref> von dem abzustammen Caesar nicht ausschließen will.<ref name="name"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Mein Name ist Cajus Julius Caesar!“ (Memento vom 18. April 2017 im Internet Archive). In: Focus, 21.09.2013.</ref>

Literatur

  • Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002. Bd. 1: A–M. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 119.

Weblinks

Commons: Cajus Julius Caesar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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