Zum Inhalt springen

Minhwa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. Oktober 2025 um 07:58 Uhr durch imported>Horst Gräbner (Änderungen von ~2025-29309-39 (Diskussion) auf die letzte Version von Maryamdoroudi zurückgesetzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Korea-Minhwa-Magpie and tiger.jpg
Elster und Tiger
Koreanische Schreibweise
Koreanisches Alphabet: 민화
Hanja: 民畵
Revidierte Romanisierung: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
McCune-Reischauer: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)

Minhwa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), wörtlich „Volksmalerei“) ist eine Art Genremalerei in Korea, in der der Wunsch nach einem glücklichen Leben zum Ausdruck gebracht wird.

Geschichte

Der Begin von Minhwa lässt sich schon auf prähistorische Felszeichnungen zurückführen, doch erst die Darstellungen von Cheoyong ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), dem Sohn des Drachenkönigs, der an der Eingangstür von Häusern angebracht, den Seuchengott Yeoksin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) mit sanftem Edelmut vertreiben sollte, ist in schriftlichen Quellen nachzuweisen. In der Zeit des Joseon-Reiches (1392–1910) waren auch Darstellungen von Drachen und Tigern an Hauseingängen beliebt, die am ersten Tage des Jahres nach dem Mondkalender getrennt zu beiden Seiten der Eingangstür aufgehängt wurden. Der Drache war für den Segen durch die guten Geister zuständig und der Tiger sollte die bösen Geister abwehren. Weitere Darstellungen von Objekten mit entsprechenden Zuordnungen kamen hinzu. So bekam als Beispiel die Darstellung von Strauchpfingstrosen im 19. Jahrhundert mit der Zuordnung der Hoffnung nach Glück eine derartige Bedeutung, dass entsprechende Darstellungen in keinem Haushalt fehlten.<ref name="Chung_2020_P6f" /> Allen Minhwa-Darstellungen gemein waren die hellen Farben und der Sinn für Humor, der eine heitere Stimmung erzeugen sollte und damit den Wunsch nach Glück reflektierte.<ref name="Chung_2020_P8" />

Selbst in düsteren Zeiten, in denen sich Joseon dem Einfluss von Mächten, wie den USA, Großbritannien, Frankreich und Russland ausgesetzt sah und schließlich unter japanischer Kolonialherrschaft geriet, sind Minhwa-Werke frei von finsteren Darstellungen geblieben. Dies veranlasste den japanischen Kunsthistoriker Fumikazu Kishi, die Minhwa-Werke als Bilder des Glücks zu bezeichnen.<ref name="Chung_2020_P7" /> Minhwa-Werke wurden ursprünglich von einfachen Leuten geschaffen, von Menschen, die keine Kunstausbildung besaßen, doch die verkörperten zumeist die einfachen Wünsche von einfachen Leuten und gaben so einen Einblick in die Wünsche des Volkes.<ref name="Im_2020_P20" /> In den 1970er und 1980er Jahren hatte Minhwa nur eine Bedeutung für einen kleinen Kreis von Kunstinteressierten, und neu erschaffene Werke wurden lediglich von Kunstinteressierten aus dem Ausland sowie von japanischen Kunsthändlern oder auch von koreanischen namhaften Hotels gekauft. Doch in den 1990er Jahren konnten Minhwa-Künstler größere Kreise in der Bevölkerung für diese Kunst interessieren.<ref name="Moon_2020_P30" /> Nach der Jahrtausendwende wuchs die Zahl der Künstler und der an Minhwa Interessierten und seit dieser Zeit finden sich immer mehr Künstler, die sich von den traditionellen Formen und Formaten der Minhwa-Kunst lösen und versuchen, die Wertvorstellungen der Gegenwart der Menschen zu reflektieren.<ref name="Moon_2020_P30ff" />

Minhwa seit der Joseon-Zeit

Landschaftsmalerei

Die traditionelle Landschaftsmalerei, Sansuhwa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) genannt und in ihrer Bedeutung die „Malerei von Bergen und Wasser“ meint, war auch Vorlage für Minhwa-Maler, die versuchten in einfachen Pinselstrichen die traditionelle Malerei nachzuahmen. Als Beispiel ist hier vor allem der Maler Jeong Seon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) (1676–1759) zu nennen.<ref name="Im_2020_P20" />

Blumen und Vögel

In der traditionellen Malerei wurde dem Genre Hwajo-do ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) die Bedeutung der naturgetreuen Darstellung der Schönheit der Natur zugeordnet. In der Minhwa-Adaption sollte hiermit das Eheglück ausgedrückt werden. Stand in den meisten Blumenmotiven Wohlstand und Glück im Vordergrund, symbolisierten Vogelmotive und hier vor allem Fasane und Enten, die stets als Pärchen abgebildet wurden, Liebe und Eheglück.<ref name="Im_2020_P23" />

Zehn Symbole für Langlebigkeit

In der Malerei kamen der Abbildung von Kranichen, Schildkröten, Kiefern und Pilzen, die Bedeutung für Langlebigkeit zu und Wasser, Wolken, Sonne, Bergen, Felsen, Pfirsichen, Bambus und auch Hirschen die Bedeutung von Unsterblichkeit. Man geht davon aus, dass diese Symbole aus der Zeit des Schamanismus entstanden sind.<ref name="Im_2020_P25" />

Taoistische Unsterblichkeit

Entsprechende Darstellungen gehen wohl auf die Zeit des Gojoseon-Reichs (2333–108 v. Chr.) zurück. In Korea glaubte man, dass man durch eine tiefgehende Schulung von Körper und Geist Unsterblichkeit erlangen könnte, frei von Leiden werden und im Einklang mit der Natur sein könnte.<ref name="Im_2020_P26" />

Piktographische Symbole

Diese Art der Malerei, die als Munja-do ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnet wird, besteht aus einem chinesischen Schriftzeichen, das eine konfuzianische Tugend verkörpert. Diese Art der Darstellungen, von denen es acht an der Zahl gibt, wird mit Darstellungen aus alten Volkserzählungen verziert.<ref name="Im_2020_P29" />

Gemälde

Literatur

  • Zayong Zo: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (19. Sept. – 14. Oct.). Hrsg.: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Seoul 1984.
  • Minhwa – Malereien fürs Glück. In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Hrsg.): Koreana — Koreanische Kultur und Kunst. Jahrgang 15, Nr. 4, 2020.
    • Chung Byung-mo: Böse Geister vertreiben und Glückseligkeit bringen. 2020, S. 4–11 (Online [abgerufen am 8. Juli 2021]).
    • Yoon Yul-soo: Meine Liebe zu Minwha. 2020, S. 12–15 (Online [abgerufen am 8. Juli 2021]).
    • Im Doo-bin: Geschichten des Lebens in Symbolen. 2020, S. 20–29 (Online [abgerufen am 8. Juli 2021]).
    • Moon Ji-hye: Minhwa – Volksmalerei des 21. Jahrhunderts. 2020, S. 30–35 (Online [abgerufen am 8. Juli 2021]).

Weblinks

Commons: Minhwa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Chung_2020_P6f"> Chung: Böse Geister vertreiben und Glückseligkeit bringen. 2020, S. 6 f. </ref> <ref name="Chung_2020_P8"> Chung: Böse Geister vertreiben und Glückseligkeit bringen. 2020, S. 8. </ref> <ref name="Chung_2020_P7"> Chung: Böse Geister vertreiben und Glückseligkeit bringen. 2020, S. 7. </ref> <ref name="Im_2020_P20"> Im: Geschichten des Lebens in Symbolen. 2020, S. 20. </ref> <ref name="Moon_2020_P30"> Moon: Minhwa – Volksmalerei des 21. Jahrhunderts. 2020, S. 30. </ref> <ref name="Moon_2020_P30ff"> Moon: Minhwa – Volksmalerei des 21. Jahrhunderts. 2020, S. 30 ff. </ref>

<ref name="Im_2020_P23"> Im: Geschichten des Lebens in Symbolen. 2020, S. 23. </ref> <ref name="Im_2020_P25"> Im: Geschichten des Lebens in Symbolen. 2020, S. 25. </ref> <ref name="Im_2020_P26"> Im: Geschichten des Lebens in Symbolen. 2020, S. 26. </ref> <ref name="Im_2020_P29"> Im: Geschichten des Lebens in Symbolen. 2020, S. 29. </ref> </references>