Zum Inhalt springen

Grabmal von Askia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. Juli 2025 um 19:08 Uhr durch imported>Vergessenes Wissen (erweitert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Grabmal von Askia
UNESCO-Welterbe Datei:Welterbe.svg


Datei:Askia.jpg
Vertragsstaat(en): MaliDatei:Flag of Mali.svg Mali
Typ: Kultur
Kriterien: (ii)(iii)(iv)

Fläche: 4,24 ha
Referenz-Nr.: 1139

UNESCO-Region: Afrika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 2004  (Sitzung 28)

Gefährdung: seit 2012

Das Grabmal von Askia ist ein bedeutendes Bauwerk in Gao im heutigen Mali. Es wurde 1495 im Auftrag von Askia Mohammad I. (auch Askia Muhammad), dem ersten Herrscher der gleichnamigen Dynastie im Songhaireich, errichtet. Seit 2004 gehört es zum UNESCO-Welterbe und steht seit 2012 auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes.<ref name=":0">Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).</ref>

Geschichte

Askia Mohammed I. übernahm 1493 nach einem Machtwechsel die Herrschaft über das Songhaireich und führte den Islam als Staatsreligion ein. Im Jahr 1495 ließ er das Grabmal errichten, das als seine letzte Ruhestätte gilt. Unter seiner Herrschaft entwickelte sich Gao zu einem wichtigen politischen, religiösen und wirtschaftlichen Zentrum Westafrikas, das vom Handel mit Salz und Gold profitierte.<ref name=":0" />

Architektur und Anlage

Das Grabmal ist eine etwa 17 Meter hohe, pyramidenförmige Lehmziegelkonstruktion und gilt als das herausragendste Beispiel für den traditionellen Monumentalbau in der westafrikanischen Sahelzone. Der Komplex umfasst neben der Grabpyramide zwei Moscheen, einen Friedhof und einen Versammlungsplatz. Die Bauweise verbindet lokale Baumaterialien und -techniken mit Elementen der islamischen Architektur und wurde stilprägend für spätere Sakralbauten der Region.<ref name=":0" />

Bedeutung

Das Grabmal von Askia ist das größte präkoloniale Bauwerk der Region<ref>Martin Hofbauer, Philipp Münch, Torsten Konopka (Hrsg.): Mali (= Wegweiser zur Geschichte). 2., aktualisierte Auflage. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2016, ISBN 978-3-506-78661-6, S. 232 (zms.bundeswehr.de [PDF; 24,1 MB; abgerufen am 12. Juli 2025] im Auftrag des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr).</ref> und ein Symbol für die Blütezeit des Songhaireiches. Es steht für die Verschmelzung afrikanischer und islamischer Bautraditionen sowie für die politische und religiöse Bedeutung Gaos im Mittelalter.<ref name=":0" />

UNESCO-Welterbe

2004 wurde das Grabmal in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.<ref name=":0" /> Aufgrund von Plünderungen und Vandalismus infolge bewaffneter Konflikte ist die Stätte seit 2012 als gefährdet eingestuft.<ref>Mali’s Timbuktu and Tomb of Askia sites added to List of World Heritage in Danger. In: UN News. Vereinte Nationen, 28. Juni 2012, abgerufen am 12. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die UNESCO und lokale Behörden bemühen sich um den Schutz und die Restaurierung des Bauwerks.

Weblinks

Commons: Grabmal von Askia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Kulturerbe: Alte Städte von Djenné (1988, R) | Timbuktu (1988, R) | Grabmal von Askia (2004, R)

Kultur-/Naturerbe: Felsen von Bandiagara – Land der Dogon (1989)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Koordinaten: 16° 17′ 23″ N, 0° 2′ 40″ W

 {{#coordinates:16,289722222222|−0,044444444444444|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=ML-7
   |type=landmark
  }}