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Gallarus Oratory

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Datei:Gallarus Oratory.jpg
Gallarus Oratorium
Datei:Inishmore Teampall Bheanain.jpg
Teampall Bheanáin ein Oratorium auf Inishmore
Datei:Window in the Gallarus Oratory.jpg
Fensternische an der Rückseite

Das Gallarus Oratory ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Oratorium der Iroschottischen Kirche im Westen der Dingle-Halbinsel im County Kerry in Irland nahe dem Ort Kilmalkedar, wo im 7. Jahrhundert ein Kloster bestand.

Geschichte und Architektur

Das Gallarus Oratory ist der am besten erhaltene, in Trockenmauertechnik errichtete Kraggewölbebau der Insel, es erscheint wie ein umgekehrtes Boot.<ref>Margit Wagner: Irland. Prestel, München, 4. Aufl. 1975, ISBN 3-7913-0271-X, S. 163.</ref> Das Bethaus ist eines der drei in Irland heute noch anzutreffenden Trockenmauerwerkskirchen in Irland; die anderen beiden liegen auf Skellig Michael.<ref>https://www.ireland.com/de-de/things-to-do/attractions/gallarus-oratory/. Abgerufen am 14. Juli 2025.</ref> Es wurde wahrscheinlich im 8. Jahrhundert erbaut,<ref>Wolfram Hänel, Ulrike Gerold: Irland. Walter, Olten und Freiburg im Breisgau 1991, ISBN 3-530-30808-0, S. 320.</ref> möglicherweise schon im 7. Jahrhundert.<ref>Maurice Sheehy: The Dingle peninsula. 18 walks through its heritage. Kingdom Printers, Tralee 1986, S. 82.</ref> Es gilt als eine der ältesten frühchristlichen Kirchen, doch sind die Bauweise und das Interieur an noch ältere Vorbilder angelehnt: Die hergebrachte Bauart der ersten, aus Holz und Flechtwerk errichteten irischen Kirchen wird in die Steinbauweise umgesetzt und weiterentwickelt.<ref>Wolfgang Ziegler: Irland. Kunst, Kultur und Landschaft. Entdeckungsfahrten zu der Kunststätten der „Grünen Insel“. DuMont, Köln, 3. Aufl. 1977, ISBN 3-7701-0735-7, S. 165.</ref> Die seitlichen Sitzbänke erinnern sehr an Bankaltäre (Felsgrab von Molafa). So zu bauen bedurfte bereits einer weit größeren, kollektiven Anstrengung als bei den ersten Kirchen.<ref>Maurice Sheehy: The Dingle peninsula. 18 walks through its heritage. Kingdom Printers, Tralee 1986, S. 5.</ref> Der fast quadratische Bau misst 6,7 × 5,6 m (innen nur 4,65 × 3,1 m) und ist innen mittig rund 4,25 m hoch. Er hat einen geraden Türsturz und an der Rückseite liegt eine kleine rundbogige Fensternische.

Vance R. Tiede von der Yale University will herausgefunden haben, dass sich die stets an der Ostseite liegenden Fensteröffnungen am Sonnenlauf orientieren und auf den 17. März und 31. August ausgerichtet sind. In der Nähe steht ein Pillarstone auf einem niedrigen rechteckigen Hügel mit der Ogham-Inschrift: Colum Mac Dinet.

Ähnliche steinerne Oratorien

Andere, zum Teil sogar kleinere Oratorien aus Stein sind:

Literatur

  • Maurice Sheehy: The Dingle peninsula. 18 walks through its heritage. Kingdom Printers, Tralee 1986.
  • Jürgen E. Walkowitz: Das Megalithsyndrom. Europäische Kultplätze der Steinzeit (= Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. Bd. 36). Beier & Beran, Langenweißbach 2003, ISBN 3-930036-70-3.

Weblinks

Commons: Gallarus Oratory – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein Koordinaten: 52° 10′ 21,6″ N, 10° 20′ 58,5″ W

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