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Loadlin

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Loadlin

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Basisdaten

Maintainer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Entwickler ursprünglich Hans Lermen
Erscheinungsjahr Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Aktuelle Version Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
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Betriebssystem Linux, PC-kompatibles DOS, Windows 9x
Programmier­sprache Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Kategorie Bootloader
Lizenz GPLv2 (Freie Software)
deutschsprachig ja
youpibouh.thefreecat.org/loadlin

Loadlin ist ein freies Betriebssystem-Startprogramm (Bootloader) mit dessen Hilfe von Windows-9x- oder PC-kompatiblen DOS-Systemen ein Linux-Kernel, und damit in weiterer Folge ein Linux-Betriebssystem, gestartet werden kann. Viele Linux-Distributionen der 1990er Jahre boten eine Loadlin-Startkonfiguration, neben dem damals ebenfalls weit verbreiteten und von DOS und Windows unabhängigen Bootloader LILO.

Loadlin ist als Freie Software unter der GNU General Public License, Version 2 (GPLv2), lizenziert.

Nachdem die DOS-basierten Windows-Versionen verschwanden und von Windows NT beerbt wurden, nicht zuletzt durch den großen Erfolg des 2001 veröffentlichten Windows XP, wurde auch Loadlin zusehends von anderen Bootloadern für Linux verdrängt.

Technische Details

Loadlin kann aus einem auf einem PC laufenden DOS- oder Windows-9x-System heraus verwendet werden. Wie u. a. LILO kann auch Vorlage:Monospace Kommandozeilenparameter und Argumente entgegennehmen, die an den Linux-Kernel weitergereicht werden. Loadlin kopiert das vorbereitete Boot-Image, z. B. C:\vmlinuz, an die richtige Stelle im Arbeitsspeicher und bringt es zur Ausführung. Nachdem der Linux-Kernel die Kontrolle übernommen hat, ist DOS nicht mehr verfügbar.<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

Gegenüber einem direkten Bootloader wie LILO ist Loadlin für bestimmte Einsatzzwecke im Vorteil. Denn einerseits waren für manche Geräte nur DOS-Treiber verfügbar. Um diese unter Linux nutzen zu können, war es bei frühen Versionen von Linux nötig, diese zuerst unter DOS, durch das Laden des Treibers, zu initialisieren. Um also nicht immer vor Linux zuerst DOS starten zu müssen und dann einen Neustart zu initiieren, erlaubt Loadlin den direkten Start von Linux z. B. aus der Vorlage:Monospace heraus – nachdem die Hardware mithilfe der DOS-Treiber vorbereitet ist. Ein Beispiel dafür sind diverse Soundkarten, deren MS-DOS-basierte Treiber es erlauben, diese in einen Sound-Blaster-kompatiblen Modus umzuschalten, mit dem der Linux-OSS-Treiber kompatibel ist.<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

Andererseits erlaubt Loadlin auch die einfache Installation von Linux auf derselben Partition, auf der auch DOS installiert ist. Da Linux damals den UMSDOS-Treiber besaß, konnte auf FAT ein Unix-Dateisystem emuliert werden, das von Linux vorausgesetzt wird. Das erlaubte z. B. einfache „Schnupper-Installationen“, um Linux erst einmal auszuprobieren,<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" /> bevor man sich den Aufwand antat, separate Partitionen für Linux, meist mit dem in den 1990er Jahren üblichen ext2-Dateisystem<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" /> sowie zusätzlich einer Swap-Partition, anzulegen.

Installation

Loadlin 1.5 ist beispielsweise in der A-Serie (Base-System) der Linux-Distribution Slackware von 1995 enthalten. Nach dessen Installation findet sich das Programmpaket unter Vorlage:Monospace (dem Benutzerverzeichnis des Root-Kontos). Zur finalen Installation müssen nur das Boot-Image (Vorlage:Monospace) und Vorlage:Monospace auf die DOS-Partition kopiert werden:<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

# mount /dev/hda1 /mnt -t msdos
# cp/vmlinuz /mnt
# cp/root/lodlin15.zip /mnt

Nach einem Neustart des PCs muss unter DOS zuerst die ZIP-Datei entpackt werden:<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

C:\>pkunzip -d lodlin15.zip

Statt PKZIP kann auch ein anderes, kompatibles Vorlage:Monospace verwendet werden. Daraufhin finden sich im Verzeichnis C:\LOADLIN nicht nur die Programmdateien und deren Quelltexte, sondern auch eine umfangreiche Dokumentation für die Verwendung von Loadlin. Das ebenfalls enthaltene Verzeichnis mit Kernel-Patches wird ab Linux-Kernel 1.2 nicht mehr benötigt.<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

Ein Beispiel, wie mit Loadlin Linux gestartet werden kann, wenn dieses auf C:\LINUX auf einer gemeinsamen FAT-Partition mit DOS installiert wurde:<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

C:\>cd loadlin
C:\LOADLIN>loadlinx c:\vmlinuz root=c: rw

Vorlage:Monospace ersetzt den DOS-Laufwerksbuchstaben, im Normalfall C:, durch das jeweilige Linux-Gerät, z. B. /dev/hda1 (für die erste primäre Partition der ersten Festplatte). Da LoadlinX nur ein Hilfsprogramm ist, das nach der Umformung der DOS-root-Partition Loadlin aufruft, müssen beide Programme im selben Verzeichnis liegen.<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

Ist Linux auf einer separaten Partition installiert, könnte der Aufruf z. B. so aussehen:<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

C:\LOADLIN>loadlin \vmlinuz root=/dev/hda3 ro

Wenn ein initrd verwendet wird und sich beide Dateien, der Kernel und die {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), im Verzeichnis C:\LINUX befinden, könnte der Aufruf z. B. so aussehen:<ref>Ellen Siever, Stephen Spainhour, Stephen Figgins, Jessica P. Hekman: 4.3. Loadlin: Booting from MS-DOS. In: Linux in a Nutshell, 3rd Edition. O’Reilly Verlag, August 2000, abgerufen am 27. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Ellen Siever, Stephen Spainhour, Stephen Figgins, Jessica P. Hekman: 4.6. initrd: Using a RAM Disk. In: Linux in a Nutshell, 3rd Edition. O’Reilly Verlag, August 2000, abgerufen am 27. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

C:\LOADLIN>loadlin c:\linux\vmlinuz initrd=c:\linux\initrd

Microsoft bietet ab MS-DOS 6 ein Bootmenü in der Vorlage:Monospace, sodass beim Start wahlweise Loadlin direkt ausgeführt werden kann, um somit direkt (von DOS oder Windows 9x aus) in Linux zu booten.<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" /><ref>Bill McCarty: D.4 The loadlin Loader. In: Learning Debian GNU/Linux, 1st Edition September 1999. O’Reilly Verlag, September 1999, S. Appendix D, abgerufen am 27. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „D.4.3 Configuring loadlin … Microsoft Windows supports a simple boot menu that will let you decide whether to boot Linux or Windows.“</ref>

Probleme und Inkompatibilitäten

Loadlin kann nur von DOS aus verwendet werden, da nur im nativen 8086-Modus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) oder per VCPI die direkte Kontrolle über das System möglich ist. Windows ab Version 3.x nützt jedoch DPMI und muss daher zuerst beendet werden, wenn es gestartet wurde. Unter Windows 9x muss zuerst in den MS-DOS-Modus gewechselt werden, bei dem Windows ebenfalls beendet wird.<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" /> Bei Windows Me, wo der MS-DOS-Modus nicht mehr verfügbar ist, müssen alternative Möglichkeiten genutzt werden, beispielsweise das Vorlage:Monospace-Bootmenü oder die Vorlage:Monospace.

Wenn Windows installiert ist, wird der Speichermanager Vorlage:Monospace (oder Vorlage:Monospace) per Vorlage:Monospace beim Systemstart geladen. Damit kann Windows auf den Arbeitsspeicher oberhalb der 1-MB-Grenze, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), zugreifen. Allerdings versetzt Vorlage:Monospace den Prozessor in den {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Bei den in MS-DOS 5.0 und Windows 3.1 enthaltenen Versionen von Vorlage:Monospace kann Loadlin dadurch nicht die benötigte volle Kontrolle über den Rechner erhalten, sodass eine Fehlermeldung erscheint. Dieses Problem lässt sich nur einerseits durch eine neuere DOS-Version beheben (z. B. gibt es mit Vorlage:Monospace von MS-DOS 6.22 keinen derartigen Fehler), andererseits durch den Parameter NOEMS beim Laden von Vorlage:Monospace in der Vorlage:Monospace umgehen, was allerdings den Nachteil mit sich bringt, dass dann unter DOS das Hochladen von Treibern großteils nicht mehr funktioniert.<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

Zudem können manchmal durch die unter DOS bereits vorgenommene Konfigurationsänderung mancher Geräte, z. B. ein anderer I/O-Port oder Interrupt, unter Linux die Treiber die Hardware nicht mehr finden. Es kann daher nötig sein, die geänderten Adressen direkt beim Aufruf mit Loadlin als Parameter an den Linux-Kernel zu übergeben.<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

Da MS-DOS auf der Kommandozeile eine Beschränkung auf 128 Zeichen aufweist, müssen längere Kernel-Kommandozeilen in Form eines Dateinamens übergeben werden, in dem gesamte Kommandozeile enthalten ist. Gekennzeichnet wird diese einfache Textdatei mit einem einzigen Loadlin-Kommandozeilenparamenter, der den Dateinamen mit vorangestellten At-Zeichen enthält. Ist z. B. bootopts.txt der Name dieser Textdatei im Vorlage:Monospace-Verzeichnis, sieht das Kommando folgendermaßen aus:<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

C:\LOADLIN>loadlin @c:\linux\bootopts.txt

Rezeption

Im Linux Magazin, Ausgabe 11/1995, schrieb Thorsten Kühnemann im Artikel „Unter der Lupe: LOADLIN – Linux von DOS aus booten“ über Loadlin:<ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe" />

„LOADLIN von Hans Lermen ist ein sicheres, benutzerfreundliches Programm, es hat eine sehr gute Dokumentation (Vorlage:Monospace), ist ohne Parametrierungsaufwand sofort einsetzbar und für die oben genannten Einsatzzwecke ideal. LOADLIN ist in der Slackware-Distribution enthalten und damit fast überall verfügbar.“

Weblinks

  • Index of loadlin (englisch) – Übersichtsseite mit Quellen und Dokumentation bei TheFreeCat

Einzelnachweise

<references> <ref name="LinuxMagazin_1995-11_Unter-der-Lupe">Thorsten Kühnemann: Unter der Lupe: LOADLIN – Linux von DOS aus booten. In: Linux-Magazin. Nr. 11/1995. DELUG (später Computec Media), Oktober 1995, ISSN 1432-640X, S. 40 f.</ref> </references>