(1038) Tuckia
<templatestyles src="Infobox Asteroid/styles.css" />
| Asteroid (1038) Tuckia | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database | |
| Orbittyp | Hauptgürtelasteroid |
| Große Halbachse | 3.97620 AE |
| Exzentrizität | 0.221423 |
| Perihel – Aphel | Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE |
| Neigung der Bahnebene | 9.18710 ° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | Vorlage:Str round° |
| Argument der Periapsis | Vorlage:Str round° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate |
| Siderische Umlaufperiode | Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden. |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | Vorlage:Str round km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 58,3 km |
| Albedo | 0,02 |
| Rotationsperiode | Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden. |
| Absolute Helligkeit | Vorlage:Str round mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
DTU: |
| Geschichte | |
| Entdecker | Max Wolf |
| Datum der Entdeckung | Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate |
| Andere Bezeichnung | 1924 WO, 1932 VA |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien
(1038) Tuckia ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 24. November 1924 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl bei einer Helligkeit von 14 mag entdeckt wurde.
Der Asteroid ist benannt zu Ehren der US-amerikanischen Philanthropen Edward Tuck (1842–1938) und seiner Frau Julia. Er war der Sohn von Amos Tuck, dem Mitgründer der Republikanischen Partei in den Vereinigten Staaten. Der Namensvorschlag stammte von Gabrielle Renaudot Flammarion, der Frau von Camille Flammarion.
(1038) Tuckia wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne.<ref>C. E. Spratt: The Hilda group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 83, 1989, S. 393–404, bibcode:1989JRASC..83..393S (PDF; 173 kB).</ref> Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (1038) Tuckia mit einer Periodizität von etwa 1395 Jahren zwischen 0,58 und 0,94 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,72 AE (257 Mio. km).<ref>A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Wissenschaftliche Auswertung
Eine spektroskopische Untersuchung von acht Hilda-Asteroiden im Juli 1993 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (1038) Tuckia eine taxonomische Klassifizierung als D-Typ.<ref>M. Dahlgren, C.-I. Lagerkvist: A study of Hilda asteroids. I. CCD spectroscopy of Hilda asteroids. In: Astronomy & Astrophysics. Band 302, 1995, S. 907–914, bibcode:1995A&A...302..907D (PDF; 175 kB).</ref>
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 13. bis 17. August 1993 am La-Silla-Observatorium. Aus der aufgezeichneten unvollständigen Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 23,2 h abgeleitet, andere Perioden konnten aber nicht ausgeschlossen werden.<ref>M. Dahlgren, J. F. Lahulla, C.-I. Lagerkvist, J. Lagerros, S. Mottola, A. Erikson, M. Gonano-Beurer, M. Di Martino: A Study of Hilda Asteroids. V. Lightcurves of 47 Hilda Asteroids. In: Icarus. Band 133, Nr. 2, 1998, S. 247–285, doi:10.1006/icar.1998.5919.</ref> Weitere Beobachtungen vom 14. bis 16. November 2010 an der Außenstelle Tschuhujiw des Charkiw-Observatoriums in der Ukraine und am Krim-Observatorium in Simejis konnten wegen der geringen Amplitude der Lichtkurve nicht weiter ausgewertet werden.<ref>I. G. Slyusarev, V. G. Shevchenko, I. N. Belskaya, Yu. N. Krugly, V. G. Chiorny: Results of photometry of selected asteroids from the Hilda group. In: Astronomical School’s Report. Band 9, Nr. 1, 2013, S. 75–79, doi:10.18372/2411-6602.09.1075 (PDF; 249 kB, russisch).</ref>
Bei neuen Messungen vom 26. Januar bis 17. Februar 2019 während acht Nächten am Center for Solar System Studies (CS3) in Colorado und Kalifornien konnten zwei mögliche Rotationsperioden von 18,020 oder 14,401 h bestimmt werden mit einer leichten Bevorzugung der längeren Periode.<ref>B. D. Warner, R. D. Stephens: Lightcurve Analysis of Hilda Asteroids at the Center for Solar System Studies: 2019 January–March. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 46, Nr. 3, 2019, S. 294–297, bibcode:2019MPBu...46..294W (PDF; 408 kB).</ref> Weitere Beobachtungen vom 18. März bis 4. April 2021 während 13 Nächten am CS3 führten dann zum Schluss, dass es sich bei (1038) Tuckia um einen taumelnden Asteroiden handelt. Dazu wurden zwei Perioden abgeschätzt, eine dominante von 68,98 h und eine weitere von 44,42 h. Eine Revision der Daten aus 2019 erbrachte abweichend davon eine dominante Periode von 177,5 h und eine weitere von 9,55 h.<ref>B. D. Warner, R. D. Stephens, D. R. Coley: Lightcurve Analysis of Hilda Asteroids at the Center for Solar System Studies: 2021 February–March. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 48, Nr. 4, 2021, S. 334–336, bibcode:2021MPBu...48..334W (PDF; 607 kB).</ref>
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 203,2 h bestimmt werden.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref>
Siehe auch
Weblinks
- (1038) Tuckia beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (1038) Tuckia in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (1038) Tuckia in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
Einzelnachweise
<references />