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(594) Mireille

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Asteroid
(594) Mireille
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2.62648 AE
Exzentrizität 0.355595
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 32.53535 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 9,2 km ± 0,9 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,33
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1906 FM
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(594) Mireille ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 27. März 1906 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde.

Der Asteroid ist benannt nach dem Versepos Mirèio des provenzalischen Dichters Frédéric Mistral (1830–1914), das auch Charles Gounod zur Schaffung der Oper Mireille inspirierte. Die Benennung erfolgte mit Zustimmung des Entdeckers durch den französischen Astronomen Camille Flammarion.<ref>Mitteilungen über kleine Planeten – Benennungen. In: Astronomische Nachrichten. Band 193, Nr. 4626, 1913, Sp. 331–334, doi:10.1002/asna.19121931809.</ref>

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (594) Mireille, für die damals Werte von 9,2 km bzw. 0,33 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 24. April und 4. Mai 1987 mit Teleskopen der University of Arizona auf dem Mount Lemmon und dem Kitt Peak in Arizona. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 4,966 h bestimmt.<ref>W. Z. Wisniewski: Physical studies of small asteroids. I. Lightcurves and taxonomy of 10 asteroids. In: Icarus. Band 90, Nr. 1, 1991, S. 117–122, doi:10.1016/0019-1035(91)90073-3.</ref> Weitere Beobachtungen erfolgten vom 3. bis 11. April 2017 während fünf Nächten am Command Module Observatory und an der Anderson Mesa Station des Lowell-Observatoriums in Arizona. Dabei konnte die Rotationsperiode mit einem Wert von 4,9671 h bestätigt werden<ref>T. Polakis, B. A. Skiff: Lightcurve Analysis for 341 California, 594 Mireille, 1115 Sabauda, 1504 Lappeenranta, and 1926 Demiddelaer. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 44, Nr. 4, 2017, S. 299–302, bibcode:2017MPBu...44..299P (PDF; 874 kB).</ref> und auch Messungen vom 11. und 17. April 2017 an der Sternwarte Belgrad in Serbien wurden zu einer Rotationsperiode von 4,969 h ausgewertet.<ref>V. Benishek: Lightcurve and Rotation Period Determinations for 29 Asteroids. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 45, Nr. 1, 2018, S. 82–91, bibcode:2018MPBu...45...82B (PDF; 1,01 MB).</ref>

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 4,96929 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Tonry, N. Erasmus, L. Denneau, A. N. Heinze, H. Flewelling, R. Vančo: Asteroid models reconstructed from ATLAS photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 643, A59, 2020, S. 1–5, doi:10.1051/0004-6361/202037729 (PDF; 756 kB).</ref>

Neue photometrische Beobachtungen wurden wieder durchgeführt vom 24. Februar bis 5. März 2021 während drei Nächten am Deep Sky West Observatory in New Mexico (abgeleitete Rotationsperiode 4,968 h)<ref>E. V. Dose: Lightcurves of Fourteen Asteroids. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 48, Nr. 3, 2021, S. 228–233, bibcode:2021MPBu...48..228D (PDF; 386 kB).</ref> und vom 29. März bis 13. April 2021 während vier Nächten am Organ Mesa Observatory in New Mexico (abgeleitete Periode 4,9685 h).<ref>F. Pilcher: Lightcurves and Rotation Periods of 47 Aglaja, 504 Cora, 527 Euryanthe, 593 Titania, and 594 Mireille. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 48, Nr. 3, 2021, S. 217–218, bibcode:2021MPBu...48..217P (PDF; 1,06 MB).</ref>

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (594) Mireille, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 4,96893 h berechnet wurde.<ref>J. Hanuš, O. Pejcha, B. J. Shappee, C. S. Kochanek, K. Z. Stanek, T. W.-S. Holoien: V-band photometry of asteroids from ASAS-SN. Finding asteroids with slow spin. In: Astronomy & Astrophysics. Band 654, A48, 2021, S. 1–11, doi:10.1051/0004-6361/202140759 (PDF; 1,16 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />