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Karl Girardet

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Karl Girardet

Karl Girardet (* 13. Mai<ref name="ThiemeBecker">Girardet, Karl. In: Ulrich Thieme, Fred. C. Willis (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 14: Giddens–Gress. E. A. Seemann, Leipzig 1921, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> 1813 in Le Locle; † 24. April 1871 in Versailles) war ein aus der Schweiz stammender Illustrator, Genre-, Landschafts- und Historienmaler, der in Paris tätig war.

Leben

Girardet war ein Sohn des Sohn des Charles Samuel Girardet (24. November 1780 – 1863) und dessen Frau Fanny-Charlotte (geborene Favre; * 1788). Bereits früh begann er damit lebendige Skizzen von Strassenszenen zu fertigen. Seit 1822 lebte er in Paris, wo er ein Schüler des Malers Louis Hersent und später von Léon Cogniet wurde. In den Jahren 1833 bis 1835 unternahm er Studienreisen in die Schweiz, wo ihn Maximilien de Meuron mit dem Malen von Figuren in seinem Gemälde Le camp de Valangin (1834) beauftragte. Er erhielt zudem einen Auftrag zwei Ansichten von Neuenburg anzufertigen. Von 1836 bis 1870 beschickte er den Pariser Salon und wurde als Kopist am Hof des Königs engagiert. Zunächst stellte er kleinere Genrebilder und später Alpenlandschaften aus der Schweiz und Tirol aus. 1837 arbeitete Girardet mit Cogniet an zwei grossen Schlachtengemälden (Victoire de Hoche à Diersdorf sur Werneck und Bataille d’Héliopolis) für die Galerie im Schloss Versailles.<ref name="Sikart">Sylvain Bauhofer: Girardet, Karl (Charles). In: SikartVorlage:Abrufdatum</ref>

In der Folge unternahm er weitere Reisen und füllte seine Skizzenhefte. 1838 hielt er sich Venedig, im Elsass und in Düsseldorf auf und 1839 bis 1840 bereiste er Tirol, Illyrien und Kroatien, Neapel, Capri und Rom. 1842 besuchte Girardet gemeinsam mit seinem Bruder Edouard-Henri Ägypten, wo er einige Vorstudien für das Gemälde Gaucher de Chätillon verteidigt den Eingang eines Forts von Miniech für das Museum in Versailles anfertigte. Im Anschluss entstanden einige italienische und orientalische Architektur- und Landschaftsbilder. Im Jahr 1846 wurde er von König Louis-Philippe, der ihn zu seinem Hofmaler ernannt hatte, nach Madrid entsandt, um Hochzeit des Herzogs Antoine von Montpensier mit Luisa Fernanda von Spanien in Bildern festzuhalten.

1848 flüchtete Girardet nach dem Ende der Monarchie zu seinem Bruder Edouard nach Brienz und schloss sich der Brienzer Schule an. Hier fertigte er zahlreiche Landschaftsstudien und Historienbilder an.<ref name="ThiemeBecker" />

1850 kehrte er nach Frankreich zurück und setzte seine Karriere als Maler und Illustrator fort. 1857 musste er sein Atelier in der Nähe des Louvre räumen, da das Gebäude abgerissen werden sollte, und lebte bis zu seinem Tod unterhalb des Montmartre. Er war nie verheiratet, lebte jedoch viele Jahre mit der Malerin Augustine Angelina Kaas zusammen.<ref name="Sikart" />

Familienstammbaum

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Samuel Girardet
Verlagsbuchhändler
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Charles-Henri Favre
Pfarrer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abraham
 
Alexandre
 
Julie(-Charlotte)
 
Abraham-Louis
 
Charles(-Samuel)
 
Fanny-Charlotte
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Karl
 
Edouard-Henri
 
Paul

Werke (Auswahl)

Datei:Assemblée surprise.jpg
Assemblée de protestants surprise par des troupes catholiques
  • 1835: Place des Halles
  • 1837: Vue prise au sommet du Righi
  • 1842: Assemblée de protestants surprise par des troupes catholiques (‚Überraschung einer Protestantenversammlung durch katholische Truppen‘)
  • 1844: Spende für die Armen
  • 1844: Déjeuner offert par Louis-Philippe à Victoria sous la futaie d’Eu
  • 1845: Le roi Louis-Philippe assistant dans un salon des Tuileries a la danse d’Indiens Iowa
  • 1846: La réception de l’ambassade marocaine
  • 1848: Double mariage d’Isabelle II d’Aragon et de sa sœur Marie-Louise-Fernande de Bourbon
  • 1850: Bords du lac de Brienz
  • um 1850: Le lac de Brienz, effet de brouillard
  • 1852: Lady Elizabeth Claypole, fille de Cromwell, reproche à son père d’avoir fait assassiner Charles 1er
  • 1855: Vue de la cathédrale de Tours
  • 1856: La bataille de Morat (‚Episode aus der Schlacht bei Murten 1476‘)

Illustrationen

Ehrungen (Auswahl)

  • 1837 und 1842: Medaille im Pariser Salon
  • 1855: Medaille 1. Klasse auf der Pariser Weltausstellung
  • 1857: Mitglied der königlichen Akademie in Amsterdam

Literatur

Weblinks

Commons: Karl Girardet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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