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Flomersheim

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Flomersheim
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Höhe: 95 m ü. NHN
Fläche: 4,82 km²
Einwohner: 2809 (30. Juni 2023)<ref>Frankenthal in Zahlen. Stadt Frankenthal, abgerufen am 23. März 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 583 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1919
Postleitzahl: 67227
Vorwahl: 06233
Lage von Flomersheim in Rheinland-Pfalz

Flomersheim ist ein Stadtteil und ein Ortsbezirk der kreisfreien Stadt Frankenthal in der nördlichen Vorderpfalz (Rheinland-Pfalz). Bis 1919 war Flomersheim eine selbständige Gemeinde.

Geographische Lage

Flomersheim liegt auf 95 m ü. NHN in der Oberrheinischen Tiefebene westlich vom rund 5 km entfernten Rhein. Es hat eine Grundfläche von 481,5 ha. Die Entfernung zur nordöstlich gelegenen Kernstadt beträgt 2 km. Westlich der Bebauung entspringt der Schrakelbach. Entlang des südlichen Siedlungsrandes verläuft in West-Ost-Richtung die Isenach, die zugleich die Grenze zum Stadtteil Eppstein bildet, zu dem es inzwischen keine räumliche Trennung mehr gibt.

Geschichte

Datei:Kirche St. Thomas Morus in Flomersheim (bearb Sp).jpg
Katholische Kirche St. Thomas Morus
Datei:Frankenthal Flomersheim Ortsmitte.jpg
Amts- und Wohnhaus Freinsheimer Straße, Ecke Albert-Schweitzer-Straße, aus den frühen 1920er-Jahren

Der Name Flomersheim bedeutete ursprünglich „Heim des Flabo“. Der Ort ist seit der sogenannten fränkischen Landnahme im 5. Jahrhundert besiedelt und ist in einer Urkunde des Klosters Gorze bei Metz (Lothringen) vom 24. Mai 765 zum ersten Mal erwähnt. Die örtliche Pfarrkirche mit dem Patrozinium St. Stephan (zuvor St. Gorgonius) unterstand bis zur Reformation dem Gorzer Filialkloster St. Georgenberg, das hier das Patronatsrecht innehatte.<ref>Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften: Pfälzer Heimat, Jahrgang 1970, Speyer, S. 50; Ausschnitt aus der Quelle.</ref> Im 12. Jahrhundert verfügte die Abtei Gorze über Besitz in Flomersheim.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Flomersheim zur Kurpfalz und unterstand dort dem Oberamt Alzey. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Flomersheim in den Kanton Frankenthal eingegliedert und Sitz einer eigenen Mairie. 1815 hatte der Ort 420 Einwohner. Im selben Jahr wurde er Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte er dem Landkommissariat Frankenthal an; aus dem das Bezirksamt Frankenthal hervorging.

Die Eingemeindung nach Frankenthal erfolgte im Jahr 1919.<ref></ref> 1928 hatte Flomersheim 1530 Einwohner, die in 265 Wohngebäuden lebten.<ref name="daten.digitale-sammlungen.de">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 711–712 (Digitalisat). </ref> Ende 2014 hatte Flomersheim 2748 Einwohner und war damit nach Mörsch zweitgrößter Stadtteil Frankenthals.

Religion

Sowohl die Katholiken als auch die Protestanten gehörten 1928 zur jeweiligen Pfarrei von Eppstein.<ref name="daten.digitale-sammlungen.de" /> Am 19. April 1970 weihte Bischof Friedrich Wetter die in der Zeit von 1968 bis 1970 gebaute katholische Kirche St. Thomas Morus in Flomersheim. Architekt war Walter Klumpp. Die Betonglasfenster gestaltete Emil Wachter (1921–2012). 1992/93 wurde die Kirche ausgemalt und mit Betonreliefs gestaltet.<ref>Pfarrei Frankenthal. Pfarrgemeinden, Kirchen und Kapellen. Abgerufen am 1. April 2026.</ref>

Die in Flomersheim lebenden Juden gehörten zur jüdischen Gemeinde Lambsheim.

Politik

Ortsbeirat

Für den Stadtteil Flomersheim wurde ein Ortsbezirk gebildet. Die Interessen der Einwohner werden durch ein eigenes Gremium vertreten. Dem Ortsbeirat gehören neun Beiratsmitglieder an, den Vorsitz im Ortsbeirat führt der direkt gewählte Ortsvorsteher.<ref>Hauptsatzung der Stadt Frankenthal</ref>

Zur Zusammensetzung des Ortsbeirats siehe die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Frankenthal (Pfalz).

Ortsvorsteher

Ulrich Fleischmann (CDU) wurde am 2. Juli 2024 Ortsvorsteher von Flomersheim.<ref>Heike Haselmaier: Bekanntmachung: Konstituierende Sitzung des Ortsbeirates Flomersheim – 02.07.2024. In: Bürgerinformationsportal. Stadt Frankenthal (Pfalz), abgerufen am 28. Juli 2024.</ref> Bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 66,1 % gegen eine Mitbewerberin durchgesetzt.<ref>Ortsvorsteherwahl Flomersheim 2024. Stadt Frankenthal (Pfalz), abgerufen am 28. Juli 2024.</ref>

Fleischmanns Vorgängerin Heike Haselmaier (CDU) hatte das Amt 15 Jahre ausgeübt und sich 2024 gegen eine erneute Kandidatur entschieden.<ref>Alois Ecker: Ortsvorsteherwahl: Fleischmann will Haselmaier beerben. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 12. Januar 2024, abgerufen am 28. Juli 2024 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).</ref>

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Flomersheim]] Blasonierung: „In Gold auf grünem Dreiberg eine grüne Pflanze.“

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Zehn Objekte in Flomersheim stehen unter Denkmalschutz, unter anderem die evangelische Kirche St. Stephan.<ref>Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Vorlage:KulturdenkmälerRP/Frankenthal</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft und Institutionen

Datei:Flomersheim Schulhaus.jpeg
Grundschule Flomersheim

Der Ort war jahrhundertelang bäuerlich geprägt und bekannt für seinen Gemüseanbau. Bald nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Wandel hin zu einem großenteils von Pendlern bewohnten Vorort. Der Ort verfügt über eine Grundschule.

Verkehr

1877 erhielt Flomersheim Anschluss an das Eisenbahnnetz, als die Bahnstrecke Freinsheim–Frankenthal eröffnet wurde; Flomersheim bildete einen von insgesamt drei Unterwegshalten. Mittlerweile wurde der örtliche Bahnhof zum Haltepunkt zurückgebaut. Die Buslinie 466 verbindet den Ort mit der Kernstadt sowie mit Eppstein; von Montag bis Samstag verkehren die Busse halbstündlich, an Sonntagen stündlich. Außerdem führt der Salier-Radweg durch Flomersheim.

Persönlichkeiten

Söhne des Ortes

  • Konrad Wepler (1785–1835), geboren in Flomersheim, ehemaliger Soldat der Grande Armée, Weinhändler an der Avenue de Clichy, in Paris. Die Taverne wird nach mehreren Umzügen eine berühmte Pariser Brauerei unter dem Namen „Brasserie Wepler“. Sein Grab befindet sich in Friedhof Cimetière des Batignolles (20. Abteilung).
  • Hermann Wilker (1874–1941) war Ruderer und Olympiasieger im Vierer mit Steuermann 1912 in Stockholm.

Personen, die mit Flomersheim verbunden sind

  • Christoph Fuhrbach (* 1970), Ausdauersportler, gehörte als Schüler der TuS Flomersheim an.

Weblinks

Commons: Flomersheim – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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