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Seeraben

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Seeraben
Datei:Hemitripterus americanus.jpg

Hemitripterus americanus

Systematik
Stachelflosser (Acanthopterygii)
Barschverwandte (Percomorpha)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Cottoidei
Teilordnung: Groppenverwandte (Cottales)
Familie: Seeraben
Wissenschaftlicher Name
Hemitripteridae
Gill, 1872

Die Seeraben (Hemitripteridae) sind eine Fischfamilie aus der Gruppe der Groppenverwandten (Cottales), die mit zwei Gattungen und fünf Arten im nordwestlichen Atlantik und im Nordpazifik, meist auf dem Bodengrund, auch in größeren Tiefen von 200 bis 400 Metern vorkommt. Seeraben ernähren sich von kleinen Wirbellosen.

Merkmale

Seeraben zeichnen sich durch lange Cirren an Schnauze und Unterkiefer, sowie winzige Hautstacheln aus, die den Körper im Erwachsenenalter bedecken.<ref name="Vandenberg etal 2026" /> Sie besitzen zwei Rückenflossen, die erste mit 6 bis 19 Hartstrahlen, die zweite mit 11 bis 30 Weichstrahlen. Die Bauchflossen haben eine Hart- und drei Weichstrahlen. Seeraben haben eine vollständige Seitenlinie mit mehr als 35 offenen Poren. Eine Schwimmblase ist nicht vorhanden. Bei der Gattung Hemitripterus ist die Farbe bei der gleichen Art oft je nach Lebensraum unterschiedlich. Seeraben werden maximal 70 Zentimeter groß.

Datei:Blepsias cirrhosus 1.jpg
Blepsias cirrhosus

Systematik

Die Seeraben erhielten ihren wissenschaftlichen Namen im Jahr 1872 durch den amerikanischen Zoologen Theodore Nicholas Gill. Sie galten lange Zeit als Unterfamilie der Panzergroppen (Agonidae). In zwei in den Jahren 2025 und 2026 veröffentlichten Studien erhielten sie den Rang einer eigenständigen Familie, da sie eine deutlich von den Agonidae abgesetzte Klade bilden.<ref name="Vandenberg etal 2026" /><ref name="Radchenko etal 2025" />

Gattungen und Arten

Zu den Seeraben gehören zwei Gattungen mit insgesamt fünf Arten:<ref name="Vandenberg etal 2026" />

Bis Anfang 2026 gehörte auch die Gattung Nautichthys zu den Seeraben. Da sie sich jedoch deutlich von den zwei anderen Gattungen der Seeraben unterscheidet, wurde für Nautichthys im Januar 2026 eine eigenständige, monotypische Familie, die Nautichthyidae aufgestellt.<ref name="Vandenberg etal 2026" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="Radchenko etal 2025"> O. A. Radchenko, A. V. Petrovskaya & I. N. Moreva (2025): Differentiation and Relationships of the Family Hemitripteridae according to DNA Variability Data. J. Ichthyol. 65, 654–668. doi: 10.1134/S003294522570016X</ref> <ref name="Vandenberg etal 2026"> Megan L. Vandenberg, Zach Heiple, Matthew A. Kolmann, Thaddaeus Buser, Adam P. Summers, Fernando Meléndez-Vazquez, Dahiana Arcila, Katherine P. Maslenikov, Luke Tornabene: Phylogenomics of poachers (Agonidae) and the evolution of armor in cottoid fishes (Perciformes: Cottoidei). Molecular Phylogenetics and Evolution, Januar 2026, doi: 10.1016/j.ympev.2026.108552</ref> </references>