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Worms-Abenheim

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Abenheim
Stadt Worms
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2580)&title=Abenheim 49° 41′ N, 8° 17′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2580) 49° 40′ 35″ N, 8° 16′ 59″ O
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Höhe: 106 (100–140) m ü. NHN
Fläche: 10,9 km²
Einwohner: 2580 (31. Dez. 2022)<ref name="Einw2022" />
Bevölkerungsdichte: 237 Einwohner/km²
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 67550
Vorwahl: 06242
Datei:Locator map of Abenheim (Worms).svg
Karte
Lage von Abenheim in Worms
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Abenheim (Aussprache <templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈaːbn haʏm, im Dialekt <templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈoːvərʊm) ist der nordwestlichste Stadtteil der rheinland-pfälzischen Stadt Worms. Er ist neun Kilometer von der Stadtmitte entfernt.

Geschichte

Abenheim hat eine archäologisch nachgewiesene Besiedlung seit der Jungsteinzeit. Der heutige Ort ist eine fränkische Gründung: Ein adeliger Franke namens Abo gab Abenheim, als „Heim des Abo“, seinen Namen. Der Ort im südlichen Wonnegau ist mit einer Schenkungsurkunde des Racher vom 29. Dezember 774 im Lorscher Codex über drei Wiesen urkundlich erwähnt.<ref>Karl Josef Minst: Lorscher Codex III, Urkunde 1903, Lorsch 1970, S. 337–338</ref>

Von 1390 bis 1797 waren die Ortsherren die von Dalberg. Der 1556 erbaute Amthof (Zehnthof) soll aus den Steinen der Burg errichtet worden sein. Das Kloster Otterberg war im Ort begütert.<ref>Jürgen Keddigkeit, Michael Werling, Rüdiger Schulz und Charlotte Lagemann: Otterberg, St. Maria. Zisterzienserabtei Otterburg. In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, Hans Ammerich (Hrsg.): Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden, Band 3: M–R. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern 2015. ISBN 978-3-927754-78-2, S. 524–587 (538).</ref>

Bei einem Eisenbahnunfall wurde am 24. Juli 1954 ein Omnibus an einem unbeschrankten Bahnübergang der Bahnstrecke Worms–Gundheim zwischen Herrnsheim und Abenheim von einem Zug erfasst. 25 Menschen starben. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Verwaltungszugehörigkeit

In der sogenannten Franzosenzeit (1798 bis 1814) gehörte Abenheim zum Arrondissement Mainz im Département Donnersberg, innerhalb des Kantons Bechtheim bildete die Gemeinde Abenheim eine eigene Mairie.<ref>Statistisches Jahrbuch für das Departement von Donnersberg, 1811, S. 257 (Online)</ref> So wie die gesamte linksrheinische Region wurde Abenheim von 1814 bis 1816 von der Österreichisch/Baierischen Gemeinschaftlichen Landes-Administrations-Commission verwaltet.<ref>Amtsblatt der K.K.-Österreichischen und K.-Baierischen Gemeinschaftlichen Landes-Administrations-Commission zu Kreuznach, 1816, S. 368 (Online)</ref> Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Beschlüsse wurde die Region dem Großherzogtum Hessen zugesprochen, am 6. Juli 1816 erfolgte die Inbesitznahme, die Kantonszuordnung blieb in der Provinz Rheinhessen vorerst bestehen, der nunmehr rheinhessische Kanton Bechtheim, zu dem Abenheim gehörte, wurde 1822 in Kanton Osthofen umbenannt. 1835 erfolgte eine Neuorganisation der Verwaltung in Rheinhessen, Abenheim kam zum Kreis Worms, der 1938 in Landkreis Worms umbenannt wurde.<ref>Susanne Karkosch, Karin Müller: Die Rheinhessischen Kreise Alzey – Mainz – Oppenheim – Worms, 1973, S. 7 (Online; PDF; 226 KB)</ref> 1946 wurde Abenheim Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Am 7. Juni 1969 wurde Abenheim nach Worms eingemeindet.<ref name="GmdVz" />

Einwohnerentwicklung

Datum Einwohner
1885 1.286<ref name="Vwg" />
1925 1.843<ref name="Vwg" />
1933 1.990<ref name="Vwg" />
1939 1.981<ref name="Vwg" />
1968 2.605<ref name="GmdVz" />
2012 2.447<ref name="Einw" />

Politik

Ortsbeirat

Für den Stadtteil Worms-Abenheim wurde ein Ortsbezirk gebildet. Dem Ortsbeirat gehören elf Beiratsmitglieder an, den Vorsitz im Ortsbeirat führt der direkt gewählte Ortsvorsteher.<ref>Stadt Worms: Hauptsatzung Stadt Worms. (PDF; 204 kB) § 10 bis 13. 10. Juli 2024, abgerufen am 10. November 2024.</ref>

Zum Ortsbeirat siehe die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Worms.

Ortsvorsteher

Marco Fruci (SPD) wurde am 27. April 2022 Ortsvorsteher von Abenheim.<ref>Ernennung sowie Einführung und Vereidigung der Ortsvorsteher für Worms-Abenheim und (...). In: Rats- und Bürgerinfosystem. Stadt Worms, abgerufen am 14. Mai 2022.</ref> Ihm gelang damit eine kleine Sensation, denn nie zuvor konnte sich ein SPD-Kandidat in Abenheim, das bis dahin als große CDU-Bastion galt, bei einer Ortsvorsteherwahl durchsetzen.<ref>Annika Sinner: Marco Fruci schafft die Sensation in Abenheim. Wormser Zeitung, 3. April 2022, abgerufen am 19. September 2022.</ref> Bei der Stichwahl am 3. April 2022 hatte Fruci sich mit einem Stimmenanteil von 54,9 % durchgesetzt,<ref>Adolf Kessel, Wahlleiter: Bekanntmachung des Ergebnisses der Stichwahl des Ortsvorstehers. (PDF) In: Amtsblatt für öffentliche Bekanntmachungen, Ausgabe 16. Stadtverwaltung Worms, 8. April 2022, S. 6, abgerufen am 9. April 2022.</ref> nachdem bei der Direktwahl am 20. März 2022 keiner der ursprünglich drei Bewerber eine ausreichende Mehrheit erreicht hatte.<ref>Adolf Kessel, Wahlleiter: Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl des Ortsvorstehers im Ortsbezirk Worms-Abenheim am 20. März 2022. (PDF) In: Amtsblatt für öffentliche Bekanntmachungen, Ausgabe 14. Stadtverwaltung Worms, 25. März 2022, S. 8, abgerufen am 9. April 2022.</ref> Bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 wurde Fruci als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 84,2 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.<ref>Ortsvorsteherwahl Wo-Abenheim 2024. Stadt Worms, abgerufen am 27. Juli 2024.</ref>

Frucis Vorgängerin Stephanie Lohr (CDU) war bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 mit einem Stimmenanteil von 61,5 % zur Nachfolgerin von Hans-Peter Weiler (CDU) gewählt worden, der nach 28 Jahren im Amt nicht mehr angetreten war.<ref>Stadt Worms: Ortsvorsteherwahl Worms-Abenheim 2019. Abgerufen am 30. September 2019.</ref><ref>Claudia Wößner: Nach 28 Jahren ein neuer Ortsvorsteher. Wormser Zeitung, 21. Mai 2019, abgerufen am 30. September 2019.</ref> Mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 legte sie das Amt nieder, da sie im November Wormser Bürgermeisterin geworden war.

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Worms-Abenheim]] Blasonierung: „Auf silbernem Grund ein blauer mit drei silbernen Lilien belegter Schrägrechtsbalken, begleitet von zwei blauen Rebmessern.“
Wappenbegründung: Die Lilien sind dem Wappen der ehemaligen Ortsherren, der Kämmerer von Dalberg, entlehnt. Die Rebmesser weisen auf die lange Weinbautradition des Ortes hin.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Kirchturm Abenheim 1.jpg
St. Bonifatius

Wahrzeichen Abenheims sind die im Ortskern gelegene barocke katholische Pfarrkirche St. Bonifatius, 1724–1729 erbaut von Dombaumeister Endtner sowie die auf dem Klausenberg weithin sichtbar gelegene, ebenfalls katholische, spätgotische Kapelle St. Michael. Seit über 1000 Jahren überragt sie den Ort. Unweit der Pfarrkirche liegt der 1556 erbaute dalbergische Amtshof (siehe dazu auch Burg Abenheim und Dalberg (Adelsgeschlecht)) und die ehemalige Schule, die heute das Heimatmuseum beherbergt.

Aufgrund seines hohen katholischen Bevölkerungsanteils (75 % zum 5. September 2006) trägt Abenheim auch den lokalen Beinamen „Klein-Rom“.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Worms-Abenheim

Wirtschaft und Infrastruktur

Abenheim ist ein bekannter Weinbauort mit langer Tradition, bekannteste Lage ist der Abenheimer Klausenberg. Es gibt eine große Zahl eigenständiger Winzer, die den Wein ab Hof verkaufen.

Seit Ende 2023 wird Abenheim als erster Wormser Stadtteil mit FTTH-Glasfaseranschlüssen durch die Deutsche Telekom erschlossen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter von Abenheim

Literatur

  • Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Gießen 1905, S. 13–14.
  • Ernstfried Töpfer: Abenheim [774–1974]. Festbuch zur 1200-Jahrfeier. Worms-Abenheim 1974.
  • Kilian Müller u. a.: Chronik von Worms-Abenheim. Hrsg.: Heimatverein 1953 Abenheim e. V. Band 1. Worms-Abenheim 2003 (319 S.).

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Vwg"> Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de </ref> <ref name="GmdVz"> Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang </ref> <ref name="Einw"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohner der Stadt Worms nach Wohnart (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) (PDF; 14 kB), Einwohner mit Hauptwohnsitz in Worms (oder Vororten) zum jeweiligen Erhebungsdatum </ref> <ref name="Einw2022"> Statistiken zu Worms – Einwohner nach Wohnart (2022). (PDF; 196 kB) Stadt Worms, S. 3, abgerufen am 30. November 2023. </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

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