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Coroner (Band)

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Coroner
Datei:Coroner @ Eindhoven Metal Meeting 093.jpg
Coroner auf dem Eindhoven Metal Meeting 2017

Coroner auf dem Eindhoven Metal Meeting 2017

Allgemeine Informationen
Herkunft Zürich, Schweiz
Genre(s) Thrash Metal, Progressive Metal
Aktive Jahre 1984–1995; ab 2011
Auflösung
Website coronerofficial.com
Aktuelle Besetzung
Ron Broder
Tommy Vetterli
Diego Rapacchietti
Ehemalige Mitglieder
Marky Edelmann

Coroner ist eine Schweizer Thrash-Metal-Band aus Zürich, die von 1984 bis 1995 bestand und seit 2025 wieder aktiv ist. Coroner sind insbesondere für ihren progressiven, jazz-lastigen Stil sowie das Gitarrenspiel Tommy Vetterlis bekannt.

Geschichte

Coroner wurden 1984 in Zürich gegründet. Zur ersten Inkarnation der Band gehörten Sänger Peter Attinger, Bassist Phil Pusztai, Drummer Marky Edelmann und die Gitarristen Tommy Ritter und Oly Amberg.<ref>coroner-reunion.com</ref> Oly Amberg wechselte später zu Celtic Frost. Mit eben jener ebenfalls aus Zürich stammenden Band verbindet Coroner vor allem zu Beginn ihrer Karriere einiges. So übernahm Celtic Frosts Sänger Thomas Gabriel Fischer auf dem 1986 erschienenen Coroner-Demo Death Cult den Gesang, zu diesem Zeitpunkt waren die Mitglieder beider Bands seit einigen Jahren gut befreundet;<ref>Frank Stöver: Apollyon’s Sun. In: Voices from the Darkside, Nr. 9, 1996, S. 32.</ref> der Amberg bei Coroner ersetzende Gitarrist Tommy Vetterli und Schlagzeuger Marky Edelmann wiederum waren als Roadies mit Celtic Frost auf Tournee. Zu Beginn ihrer Karriere firmierten die Musiker unter Pseudonymen. Sänger/Bassist Ron Broder nannte sich Ron Royce, Gitarrist Tommy Vetterli firmierte als Tommy T. Baron und Schlagzeuger Marky Edelmann nannte sich Marquis Marky.<ref name="briefhistory">Chris Brown: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />A brief history of Swiss Metal band Coroner (Memento vom 12. Dezember 2002 im Internet Archive).</ref>

Datei:Metal Talk mit Running Wild, Coroner und Celtic Frost (1988).mp3
Metal Talk im Zündfunk 1988, mit u. a. Marky Edelmann (Drums)

Wie Celtic Frost wurden Coroner Mitte der 1980er Jahre vom deutschen Label Noise Records unter Vertrag genommen. Das erste Album R.I.P. erschien 1987. Das Album erhielt hervorragende Kritiken<ref name="briefhistory" /> und verkaufte sich in Europa über 50.000 mal. Neben dem von progressiven Tendenzen, Jazz und klassischer Musik beeinflussten Stil<ref name="briefhistory" /> zeichneten sich Coroner von Beginn an durch ein prägnantes Albumkonzept aus, das die Grundoptik aller Coroner-Alben bestimmt. Eine geplante Europatournee als Vorgruppe für M.O.D. wurde allerdings abgesagt. Die zweite LP Punishment for Decadence erschien ein Jahr nach dem Debüt und weist mit einer eigenwilligen Interpretation des Jimi-Hendrix-Titels Purple Haze erstmals eine Coverversion auf. Eine geplante US-Tour mit Sabbat und Rage wurde im letzten Moment abgesagt und Konzerte in England wurden wegen einer nicht erteilten Arbeitserlaubnis für die Musiker verschoben. Später im selben Jahr spielte die Band im Vorprogramm von Sacred Reich.

Datei:Coroner (cropped).jpg
Coroner auf dem Bloodstock Open Air 2011

Nach dem dritten Album No More Color absolvierte die Band eine erste Headliner-Tournee durch Europa und wurde dabei von Watchtower unterstützt. Mental Vortex aus dem Jahr 1991 gilt gemeinhin als das Referenzwerk der Band. Das Album wurde im Sky Trak Studio in Berlin aufgenommen und im legendären Morrisound-Studio in Tampa, Florida von Tom Morris abgemischt. Mit I Want You (She’s So Heavy) ist erneut eine eigenwillige Coverversion vertreten, im Original von The Beatles. 1993 veröffentlichte die Band das Studioalbum Grin, das den Weg des Vorgängers konsequent fortsetzte. Erneut wurde das Album von Tom Morris abgemischt. Eine Europatour im Vorprogramm von Annihilator folgte.

1995 veröffentlichte die Band das Best-of-Album Coroner. Auf drei neuen Liedern des Albums ist Peter Haas (ex-Krokus, Calhoun Conquer, Mekong Delta) am Schlagzeug zu hören. Zu Beginn des Jahres 1996 absolvierten Coroner eine „Farewell“-Tournee in Frankreich und der Schweiz. An diesen Konzerten wurde eine Audiokassette namens The Unknown Unreleased Tracks 1985-1995 verkauft. Im gleichen Jahr wurde die Band aufgelöst.<ref name="latenews"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Coroner - Latest News. (Memento vom 6. November 2015 im Internet Archive)</ref> Vetterli gründete daraufhin die Band Clockwork, die 1996 wieder aufgelöst wurde.<ref name="latenews" /> Edelmann trat 1997 als Teil von Thomas Gabriel Fischers neuer Band Apollyon Sun in Aktion und ist auf dem im Jahr 2000 erscheinenden Album Sub zu hören, ferner engagierte er sich im elektronischen Bereich der Musik. Broder wurde nicht mehr im Musikgeschäft tätig.

2005 kamen Gerüchte über eine mögliche Wiedervereinigung auf, die jedoch nach einem Treffen der Band mit einer Pressemitteilung dementiert wurden.<ref name="latenews" /> 2010 entschied die Band, im nächsten Jahr wieder gemeinsam aufzutreten und dafür zu proben.<ref>Coroner Rehearsals 2011. Abgerufen am 13. April 2011.</ref> Es wurden Konzerte in Lausanne<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Les Docks - 23.04.2011 Coroner (Memento vom 23. April 2011 im Internet Archive) abgerufen am 13. April 2011.</ref>, auf dem Maryland Deathfest,<ref>History of MDF abgerufen am 13. April 2011.</ref> dem Hellfest Summer Open Air<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.hellfest.frHellfest 2011 Line-Up Final !!! - Hellfest 2011 Final Line-Up !!! (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ) abgerufen am 13. April 2011.</ref>, dem Bloodstock Open Air<ref>Coroner Confirm Only UK Show Of 2011. Bloodstock; abgerufen am 13. April 2011.</ref> sowie für 2012 auf dem 70000 Tons of Metal gebucht. In einem Interview sprach Tommy Vetterli einerseits davon, dass es sich hierbei um keine Wiederbelebung der Gruppe handele, sondern dass man nur ein paar Konzerte zusammen spielen werde. Andererseits schloss er aber die Produktion eines neuen Albums nicht kategorisch aus.<ref>Spaceman: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Coroner: the existential matter (Memento vom 2. Juli 2011 im Internet Archive) abgerufen am 13. April 2011.</ref>

Musikstil

Classic Thrash bezeichnet Coroner als «unzweifelhaft eine der besseren technischen Speed-/Thrash-Metal-Bands». Der charakteristische Klang der Band, der vom ersten Album R.I.P. an beibehalten wurde, ist «sehr schwer, nicht gerade der schnellste, aber technischer als bei der durchschnittlichen Band»; trotzdem klinge das Resultat «größtenteils ziemlich interessant und frisch». Das zweite Album Punishment for Decadence sei konsistenter als das Debüt, aber ihm fehle dessen Energie. Auf ihrem dritten Album No More Color, mit dem sie sich vom konventionellen Thrash Metal entfernte, klinge die Band trotz des technischen Aspekts und der Variation «vernichtend schwer und fokussiert»; es sei das «schwerste und vermutlich das beste von Coroners frühen Alben».<ref name="classicthrash">Reviews - C.</ref>

Diskografie

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Studioalben

  • 1986: Death Cult (Demo)
  • 1987: R.I.P.
  • 1988: Punishment for Decadence
  • 1989: No More Color
  • 1991: Mental Vortex
  • 1993: Grin
  • 2025: Dissonance Theory

Best-of-Alben

  • 1995: Coroner

Singles und EPs

  • 1989: Purple Haze
  • 1989: Die by My Hand
  • 1991: I Want You (She’s So Heavy)

Videoalben

  • 1990: No More Color Tour 1990 – Live in East Berlin (VHS)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />