Heide-Wicke
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| Heide-Wicke | ||||||||||||
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| Datei:Vicia orobus2 eF.jpg
Heide-Wicke (Vicia orobus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Vicia orobus | ||||||||||||
| DC. |
Die Heide-Wicke (Vicia orobus)<ref name="FloraWeb" /> ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wicken (Vicia) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Sie ist hauptsächlich in Westeuropa verbreitet und kommt in Mittel- sowie Nordeuropa selten vor.
Beschreibung
Erscheinungsbild und Blatt
Die Heide-Wicke wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 40 Zentimetern. Die Frühsommer-Sprosse der Heide-Wicke sind mehr oder weniger dicht mit zottig abstehenden Wollhaaren bekleidet, die Herbst-Sprosse sind kahl. Der aufrechte oder aufsteigende Stängel ist verzweigt, hellgrün, kantig und gerillt.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind paarig gefiedert, 5 bis 8 Zentimeter lang, enden in einer 1 bis 4 mm lang bespitzten Spindel und besitzen meist acht bis zwölf Paar Fiederblättchen. Die dicht gedrängt angeordneten Fiederblättchen sind bei einer Länge von 10 bis 23 Millimetern sowie einer Breite von 3 bis 7 Millimetern eiförmig-elliptisch bis lanzettlich mit gerundetem sowie kurz bespitztem oberen Ende, deutlich netznervig und von frischgrüner Farbe. Die Nebenblätter sind relativ groß, halbspießförmig, die unteren oft schwach gezähnt.
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit liegt hauptsächlich in den Monaten Mai bis Juni und sie blüht manchmal auch noch einmal im Juli bis August. Die traubigen Blütenstände sind etwa 5 bis 9 Zentimeter lang, zuletzt die Laubblätter überragend, einseitswendig, und besitzen kräftige, kahle bis zottig behaarte Stiele. Sie tragen 10 bis 15 gedrängt stehende Blüten. Die Blütenstiele sind 2 bis 4 Millimeter lang.
Die zwittrigen Blüten sind bei einer Höhe von 12 bis 15 Millimetern zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist etwa ebenso lang, weitglockig, etwas schief und hat kurz dreieckige, durch weite Buchten getrennte Kelchzähne. Die kurz genagelten Kronblätter sind gelblich oder porzellanweiß und lila angehaucht. Die Fahne ist verkehrt-eiförmig, ausgerandet, violett geadert und etwas länger als die schmalen Flügel und das Schiffchen.
Früchte und Samen
Die gestielten Hülsenfrüchte sind 20 bis 28 Millimeter lang sowie 4 bis 7 Millimeter breit. Sie sind kahl, vielsamig und bei der Reife von gelbbrauner Farbe.
Die Samen sind elliptisch-eiförmig, zusammengedrückt, glatt, braun und mehr oder weniger gefleckt bis schwarz.
Chromosomenzahl
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Die Heide-Wicke ist ein rein atlantisches, meist subatlantisches Florenelement. Vicia orobus ist hauptsächlich in Westeuropa verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Nordspanien über Süd-, West- und Mittelfrankreich, den Schweizer Jura und das westliche Deutschland bis auf die Britischen Inseln. Vereinzelt kommt sie auch in Dänemark vor. Ihr nördlichstes Vorkommen liegt im südlichen Norwegen.<ref name="Aichele2000" /> Möglicherweise existieren kleinere Vorkommen auch noch im Süden von Jütland.<ref name="Aichele2000" /> In Mitteleuropa sind lediglich Fundorte im Schweizer Jura bei Neuchâtel und in Deutschland nur am Rand des Hohen Venns (Nordrhein-Westfalen), im Spessart (Bayern und Hessen) bekannt und sie ist auch in diesen genannten Gebieten selten.<ref name="Aichele2000" />
Die Heide-Wicke besiedelt in Mitteleuropa den Saum lichter Wälder, Magerwiesen, Hochstaudenfluren und Gebüsche in Heiden.<ref name="Aichele2000" /> Sie gedeiht in Lagen mit humidem und wintermildem Klima.<ref name="Aichele2000" /> Sie steigt in der Auvergne bis in Höhenlagen von 1550 Metern.
Die Heide-Wicke gedeiht am besten auf kalkarmen oder kalkfreien, lockeren, sandigen Lehmböden.<ref name="Aichele2000" /> Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Trifolio-Vicietum orobi aus dem Verband Trifolion medii.<ref name="Oberdorfer2001" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan undober-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 1 (ozeanisch).<ref name="InfoFlora" />
Gefährdung
Die Heide-Wicke wurde 1996 in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Deutschlands als „stark gefährdet“ bewertet.<ref name="FloraWeb" /> Da die Art in geschützten Gebieten vorkommt, stufte die IUCN sie 2010 insgesamt als „Least Concern“ = „gering gefährdet“ ein.<ref name="IUCN" />
Taxonomie
Die Heide-Wicke wurde 1815 von Augustin Pyramus de Candolle in Flore Française, ou Descriptions Succinctes de Toutes les Plantes qui Croissent Naturellement en France... 3. Auflage Band 6 Seite 577 als Vicia orobus erstbeschrieben. Ein Synonym ist Vicia aristata <templatestyles src="Person/styles.css" />Dulac.
Quellen
Einzelnachweise
<references> <ref name="Aichele2000"></ref> <ref name="IUCN">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: L. Lopez Poveda, 2010. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="FloraWeb">Vicia orobus DC., Heide-Wicke. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Oberdorfer2001">Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 611.</ref> <ref name="InfoFlora"> Info Flora. [1] </ref> </references>
Literatur
Weblinks
- Heide-Wicke. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Heide-Wicke. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Vicia orobus DC. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Verbreitung in Großbritannien und Irland
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Website: Blumen in Schwaben)