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(1647) Menelaus

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Asteroid
(1647) Menelaus
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Jupiter-Trojaner (L4)
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 5.20015 AE
Exzentrizität 0.023187
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 5.65264 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 42,7 km ± 0,5 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,06
Mittlere Dichte g/cm³
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Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Seth Barnes Nicholson
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1957 MK
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(1647) Menelaus ist ein Asteroid aus der Gruppe der dem Jupiter vorauseilenden Trojaner, der vom US-amerikanischen Astronomen Seth Barnes Nicholson entdeckt wurde, als er Fotografien des Planeten Saturn nach neuen Satelliten auswertete, die am 23. und 24. Juni 1957 von Donald Edward Osterbrock am Palomar-Observatorium in Kalifornien gemacht worden waren.<ref>S. B. Nicholson: A New Trojan Asteroid, (1647) Menelaus. In: Publications of the Astronomical Society of the Pacific. Band 72, Nr. 428, 1960, S. 359, doi:10.1086/127550 (PDF; 77 kB).</ref> Es war seine zweite und letzte Asteroidenentdeckung. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass das Objekt bereits am 8. und 28. November 1951 sowie am 9. April 1956 am Palomar-Observatorium fotografiert worden war.

Der Asteroid wurde vom Entdecker benannt nach Menelaos, König von Sparta und ein weiterer der berühmten griechischen Helden des Trojanischen Krieges.

(1647) Menelaus befindet sich in einer 1:1-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter. Für solche Asteroiden gibt es im Dreikörperproblem Sonne–Jupiter–Asteroid mit den Lagrange-Punkten L4 und L5 zwei mögliche dynamisch stabile Aufenthaltsorte. (1647) Menelaus befindet sich im „Lager der Griechen“, das sich in der Nähe des Librationspunkts L4 in 60° Winkelabstand vor Jupiter her bewegt.

Wissenschaftliche Auswertung

In einer Untersuchung von 1961 schätzte Nicholson den Durchmesser von (1647) Menelaus aus dessen mittlerer Oppositionshelligkeit von 18,5 mag zu etwa 18 km.<ref>S. B. Nicholson: The Trojan Asteroids. In: Astronomical Society of the Pacific Leaflets. Band 8, Nr. 381, 1961, S. 1–8, bibcode:1961ASPL....8..239N (PDF; 122 kB).</ref> Die in der Infobox für Durchmesser und Albedo genannten Werte beziehen sich explizit auf eine Quelle, in der aber keine Angaben zu (1647) Menelaus gemacht werden,<ref>T. Grav, A. K. Mainzer, J. M. Bauer, J. R. Masiero, C. R. Nugent: WISE/NEOWISE Observations of the Jovian Trojan Population: Taxonomy. In: The Astrophysical Journal. Band 759, Nr. 1, 2012, S. 1–10, doi:10.1088/0004-637X/759/1/49 (PDF; 985 kB).</ref> sie sind daher ohne weitere zuverlässige Referenz als fragwürdig anzusehen.

Eine photometrische Durchmusterung im Rahmen der Palomar Transient Factory (PTF) am Palomar-Observatorium ab 2009 ergab in einer Untersuchung von 2015 für die Rotationsperiode von (1647) Menelaus einen Wert von 17,74 h.<ref>A. Waszczak, Ch. Chang, E. O. Ofek, R. Laher, F. Masci, D. Levitan, J. Surace, Y. Cheng, W. Ip, D. Kinoshita, G. Helou, T. A. Prince, Sh. Kulkarni: Asteroid Light Curves from the Palomar Transient Factory Survey: Rotation Periods and Phase Functions from Sparse Photometry. In: The Astronomical Journal. Band 150, Nr. 3, 2015, S. 1–35, doi:10.1088/0004-6256/150/3/75 (PDF; 4,63 MB).</ref> Neue Messungen des Asteroiden fanden wieder statt vom 26. Januar bis 25. Februar 2014 am Center for Solar System Studies (CS3) in Kalifornien und Colorado. Aus der während sechs Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 17,74 h bestimmt.<ref>R. D. Stephens, D. R. Coley, B. D. Warner, L. M. French: Lightcurves of Jovian Trojan Asteroids from the Center for Solar System Studies: L4 Greek Camp and Spies. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 43, Nr. 4, 2016, S. 323–331, bibcode:2016MPBu...43..323S (PDF; 1,52 MB).</ref>

Mit einer Analyse astrometrischer und photometrischer Daten des Gaia DR2-Katalogs im Jahr 2018 konnte mit der Methode der konvexen Inversion für den Asteroiden zwei alternative Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 17,745 h berechnet werden.<ref>J. Ďurech, J. Hanuš: Reconstruction of asteroid spin states from Gaia DR2 photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 620, A91, 2018, S. 1–4, doi:10.1051/0004-6361/201834007 (PDF; 414 kB).</ref> Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 17,7464 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Hanuš: Reconstruction of asteroid spin states from Gaia DR3 photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 675, A24, 2023, S. 1–13, doi:10.1051/0004-6361/202345889 (PDF; 32,9 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />