Zum Inhalt springen

Scherpenseel (Eschweiler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. Februar 2024 um 03:47 Uhr durch imported>Koyaanisqatsi01 (Reference-Tag eingefügt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Scherpenseel
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Scherpenseel 50° 47′ N, 6° 18′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 47′ 23″ N, 6° 17′ 39″ O
 {{#coordinates:50,78978|6,29412|primary
dim=10000 globe= name=Scherpenseel region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Postleitzahl: 52249
Vorwahl: 02403
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!
Datei:Ew-scherpenseel2.jpg
Gressenicher Mühle

Scherpenseel ist ein südöstlicher Stadtteil der nordrhein-westfälischen Stadt Eschweiler und liegt dort zwischen Hastenrath und der Gressenicher Mühle. Scherpenseel bildet zusammen mit Bohl, Hastenrath und Volkenrath eine Pfarrei. Die kleine, bäuerlich geprägte Ortschaft besteht aus nur wenigen Straßen: Im Tempel, Kapellenweg, Keerbenden, Langenerf, Scherpenseeler Straße und Schwarzer Weg. Östlich von Scherpenseel fließt der Omerbach.

Geschichte

Um Scherpenseel, einem der ältesten Orte im Eschweiler Stadtgebiet, wurden Überreste keltischer Siedlungen gefunden.

Die Straßennamen erzählen große Teile der Scherpenseeler Geschichte:

  • Der Kapellenweg, zuerst „Mühlengasse“ nach der Gressenicher Mühle, weist auf die 1894 errichtete Hubertus-Kapelle in Scherpenseel hin. Der Heilige Hubertus wird hier seit rund 300 Jahren verehrt und ist der Schutzpatron der 1866 gegründeten St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Scherpenseel.
  • Der Keerbenden, was so viel wie „Weide an der Kehre“ bedeutet, ist die Grenzwiese zum Kreis Düren.
  • Langenerf ist ein langgestrecktes Erbland.
  • In Schwarzer Weg steckt die Farbe des hier transportierten Bergbaugesteins aus den Nothberger Kohlenbergwerken (siehe Eschweiler Bergbau).

1932 kam Scherpenseel zusammen mit Nothberg, Bohl, Hastenrath und Volkenrath an Eschweiler.

Verkehr

Die beiden Bushaltestellen „Scherpenseel“ und „Schwarzer Weg“ werden von den Stadtbuslinien EW1 und EW3 der ASEAG bedient und verbinden Scherpenseel mit Eschweiler Bushof, Bergrath, Bohl, Volkenrath, Hastenrath, Werth und Gressenich.

Linie Verlauf
EW1 Eschweiler Bushof – Rathaus – Bergrath – Nothberg Knippmühle – Bohl – Volkenrath – Hastenrath – Scherpenseel – (Gressenich Kapelle / Werth Brunnenweg)
EW3 Eschweiler Bushof – Rathaus – Bergrath – Nothberg Knippmühle – Bohl – Volkenrath – Hastenrath – Scherpenseel – Werth Brunnenweg

Zwischen 1898 und 1954 wurde Scherpenseel von einer Strecke der Straßenbahn Aachen bedient, zuletzt der Linie 18 von Dürwiß nach Vicht. Die Strecke, deren Bahndamm teilweise heute noch erkennbar ist, verlief in etwa entlang des Hamicher Wegs und weiter auf eigenem Bahnkörper nordöstlich von Scherpenseel in Richtung Gressenicher Mühle. Neben dem Personenverkehr diente sie auch dem Güterverkehr, insbesondere dem Abtransport von Sand und Steinen aus den Steinbrüchen im Tal des Omerbachs zwischen Scherpenseel und Hamich.<ref name="sm84-135f">Reiner Bimmermann: Die Aachener Überlandlinien der ASEAG von 1945 bis zur Einstellung (Teil 2). in: Straßenbahn Magazin 84, Mai 1992, S. 120–141, hier S. 135–137</ref>

Die nächsten Bahnhöfe sind Eschweiler Hbf und Eschweiler-Nothberg.

Literatur

  • Leo Braun: Straßennamen in Eschweiler: Erklärung und Deutungen der Straßennamen; ein Beitrag zur Stadtgeschichte. Hrsg.: Eschweiler Geschichtsverein. Eschweiler Geschichtsverein, Eschweiler 2005, ISBN 3-9803354-7-X.
  • Armin Gille: Eschweilers verschwundene Straßen (= Eschweiler Geschichtsverein [Hrsg.]: Bilder früher und heute. Band 3). Eschweiler Geschichtsverein, Eschweiler 2015, ISBN 978-3-9816072-4-6.
  • Walter Kaemmerer: Eschweiler in seiner Geschichte, Teil 1: Die Vorzeit. Stadtverwaltung Eschweiler, Schul- u. Kulturabt., Eschweiler 1964, DNB 457123435.
  • Walter Kaemmerer: Eschweiler in seiner Geschichte, Teil 2: Ascvilare 800–1800. 2., verb. Auflage. Kühlen, Mönchengladbach 1977, ISBN 3-87448-094-1.
  • Horst Schmidt: Eschweiler Geschichte: lokalhistorische Anmerkungen und Notizen. 1. Auflage. Palast-Verlag, Eschweiler 2012, ISBN 978-3-9815607-0-1.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Existierende Stadtbezirke und Stadtteile
Altstadt / Klee Oepe / Südstadt / West | 2 Ost / Vöckelsberg | 3 Röthgen | 4 Röhe | 5 St. Jöris | 6 Kinzweiler | 7 Hehlrath | 8 Dürwiß | 9 Neu-Lohn / Fronhoven | 10 Weisweiler / Hücheln / Wilhelmshöhe | 11 Nothberg | 12 Bergrath / Bohl / Volkenrath | 13 Hastenrath / Scherpenseel | 14 Stich / Siedlung Jägerspfad | 15 Pumpe / Aue / Siedlung Waldschule

Ehemalige Stadtteile
Erberich | Langendorf | Laurenzberg | Lohn | Lürken | Pützlohn | Velau

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein