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Herbert Tachezi

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Herbert Tachezi (* 12. Februar 1930 in Wiener Neustadt; † 9. Dezember 2016<ref>Nachruf auf Herbert Tachezi und Todesanzeige. Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; abgerufen am 11. Mai 2021.</ref> in Klosterneuburg) war ein österreichischer Organist, Cembalist und Komponist.<ref name="oeml">Alexander Rausch, Christian Fastl: Tachezi, Familie. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.</ref>

Leben

Herbert Tachezi war schon während seiner Schulzeit als Chorleiter und Organist tätig. Nach der Matura im Jahr 1948 studierte er an der Musikakademie Wien (Musikpädagogik, Klavier und Improvisation, Orgel bei Alois Forer, Komposition bei Alfred Uhl und Karl Schiske) und an der Universität Wien (Germanistik).<ref>Biografie Herbert Tachezi. Musikdatenbank von mica – music austria, 23. Februar 2020; abgerufen am 11. Mai 2021.</ref> Die Abschlussprüfungen in den Fächern Komposition 1953 und Orgel 1955 bestand er beide „mit Auszeichnung“.<ref name="oeml" /> Außerdem nahm er Cembalounterricht bei Fritz Neumeyer in Freiburg im Breisgau.

In den Jahren 1952 bis 1967 war Tachezi Musiklehrer an Wiener Gymnasien. Ab dem Jahr 1952 konzertierte er als Organist, Cembalist und Hammerklavierspezialist in ganz Europa und Übersee. Er war Erster Organist der Wiener Hofmusikkapelle, Juror bei internationalen Wettbewerben, Dozent bei internationaler Kursen und von 1963 bis 2010 Cembalist und Organist des von Nikolaus Harnoncourt gegründeten Concentus Musicus Wien.

Seit dem Jahr 1958 lehrte Tachezi an der Musikhochschule in Wien. Im Jahr 1967 erhielt er dort eine L1-Professur. Ab dem Jahr 1972 hatte er eine außerordentliche Professur und von 1977 bis 1998 eine ordentliche Professur für Satzlehre und Orgel inne.

Der Cellist Herwig Tachezi und der Geiger Christian Tachezi sind seine Söhne. Der Cellist Wilfried Tachezi ist sein Bruder.

Datei:Friedhof Weidling Grab M 609 Tachezi.jpg
Grab von Herbert Tachezi

Herbert Tachezi wurde auf dem Weidlinger Friedhof in Klosterneuburg bestattet.<ref>Friedhofsbuch der Pfarre Weidling. (PDF; 348 kB) Pfarre Weidling, 25. Dezember 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. März 2020; abgerufen am 22. März 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pfarre-weidling.at</ref>

Ehrungen

Werke (Auswahl)

Ensemblemusik

  • Rondo – für Violoncello und Klavier (1951)<ref name="micawerke">Werkeverzeichnis Herbert Tachezi. Musikdatenbank von mica – music austria, 23. Februar 2020; abgerufen am 11. Mai 2021.</ref>
  • Jazzfantasie – für Trompete und Orgel (1999)<ref name="micawerke" />
  • 5 Pezzi brevi für 2 Klaviere (2005)<ref name="micawerke" />

Vokalmusik

  • Kleine Kantate – Madrigal für gemischten Chor (1951)<ref name="micawerke" />
  • Mein jungfrisch Herz – Madrigal für gemischten Chor (1953)<ref name="micawerke" />
  • Theorie und Praxis – Madrigal für gemischten Chor (1953)<ref name="micawerke" />
  • Geistliches Lied – Madrigal für gemischten Chor, Text: Georg Trakl (1955)<ref name="micawerke" />
  • Verklärter Herbst – Madrigal für gemischten Chor, Text: Georg Trakl (1955)<ref name="micawerke" />

Geistliche Musik

  • Proprium der 3. Weihnachtsmesse (1950)<ref name="micawerke" />
  • Puer natus in Bethlehem – Madrigal für gemischten Chor (1950)<ref name="micawerke" />
  • Ein ander christlich Lied auf die Weihnachten – Madrigal für gemischten Chor (1953)<ref name="micawerke" />
  • Ordinarium – nach gregorianischen Motiven für gemischten Chor und Orgel (1970)<ref name="micawerke" />
  • Dies irae – Fantasia sopra sequentia (1985)<ref name="micawerke" />
  • Lauda Sion, Salvatorem – Für gemischten Chor, Sopran und Orgel (1993)<ref name="micawerke" />
  • O lieber Jesu – Lied für Sopran und Orgel (1994)<ref name="micawerke" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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