Zum Inhalt springen

Ferdinand Fagerlin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. März 2026 um 20:54 Uhr durch imported>Tfjt (Leben).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Ferdinand Fagerlin OLM-2008-28-43.jpg
Ferdinand Fagerlin

Ferdinand Julius Fagerlin (* 5. Februar 1825 in Stockholm; † 19. März 1907 in Düsseldorf) war ein schwedisch-deutscher Maler der Düsseldorfer Schule.<ref>Bettina Baumgärtel, Sabine Schroyen, Lydia Immerheiser, Sabine Teichgröb: Verzeichnis der ausländischen Künstler und Künstlerinnen. Nationalität, Aufenthalt und Studium in Düsseldorf. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Band 1, Michael Imhof Verlag, Peterberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, S. 430</ref>

Leben

Datei:Ferdinand Fagerlin, Bildnis des Zeno Oreno von Guadeloupe, 1854.jpg
Bildnis des Zeno Oreno aus Guadeloupe, 1854, Museum Kunstpalast
Datei:Ferdinand Fagerlin - Surprised - Google Art Project.jpg
Überrascht, 1888

Fagerlin, drittes von neun Kindern des Stockholmer Seidenfabrikanten Carl Wilhelm Fagerlin (1790–1855) und dessen Ehefrau Maria Margaretha Gnospelius (1801–1855),<ref>Personakt för Ferdinand Julius Fagerlin im Portal winnberg.nu, abgerufen am 29. März 2026</ref> widmete sich anfangs in seiner Vaterstadt der Schiffsbaukunst (1842–1843). Dann war er Student der Kunstakademie Stockholm (1845–1847). Anschließend ging er zum Militär, wo er als Unteroffizier diente (1850–1854). In dieser Zeit konnte er nur in den Mußestunden der Kunst, insbesondere der Porträtmalerei, nachgehen. Ab 1854 verschrieb er sich ganz der Malerei. Mit Unterstützung früherer Lehrer ging er an die Kunstakademie Düsseldorf zu Carl Ferdinand Sohn und Wilhelm von Schadow (1854–1855). Anschließend reiste er nach Paris (1856–1858), wo er zeitweise im Atelier von Thomas Couture arbeitete.

Dann kehrte Fagerlin nach Düsseldorf zurück. Hier ließ er sich als freischaffender Maler nieder und heiratete im Dezember 1869 Alice (* 31. Oktober 1844 in Düsseldorf; † 25. April 1931 in Allner), die Tochter des Malers Henry Ritter, dessen Atelier und Nachlass er übernahm.<ref>Ateliernachlass von Ferdinand Fagerlin und Henry Ritter im Portal old-master-drawings.com, abgerufen am 21. August 2013</ref> Friedrich Joseph Ehemant, ein weiterer Maler der Düsseldorfer Schule, war sein Schwager.

1862 bis 1902 war er Mitglied des Künstlervereins Malkasten. Gustaf Cederström nahm er 1867/1868 als Privatschüler in sein Atelier auf, 1872 Carl Hellström, von 1875 bis 1880 Axel Kulle. Seit 1863 unternahm er immer wieder Studienreisen nach und durch Holland. Die dortigen Bildmotive, besonders die holländische Küstenlandschaft mit dem alltäglichen Strand- und Seemannsleben, seinen Sitten und Anekdoten, prägten fortan Fagerlins Genremalerei. 1893 verlieh ihm der preußische König den Professorentitel.<ref>Lokale Nachrichten. In: Bürger-Zeitung für Düsseldorf und Umgebung, Ausgabe vom 7. Februar 1895 (Digitalisat)</ref>

1867 stellte Fagerlin auf der Pariser Weltausstellung die Bilder Der Heiratsantrag und Die Eifersucht aus.

Sechs Wochen nach seinem 82. Geburtstag starb er in Düsseldorf. Die Grabstätte der Eheleute Fagerlin und der Tochter Anna (1872–1921) befindet sich auf dem Nordfriedhof. Diese ist mittlerweile so zugewachsen, dass man sie nur noch anhand der Koordinaten finden könnte. Der Sohn Björn Henry Fagerlin (1871–1896), der ab 1893 an der Düsseldorfer Akademie studiert hatte,<ref>Elementarklasse Lauenstein: 24. Henry Fagerlin; Geburtsort Düsseldorf; Eintritt Jan. 1893; Alter 21 J., DFG-Viewer der Schülerlisten der Kunstakademie Düsseldorf, BR 0004 Regierung Düsseldorf, Präsidialbüro Nr. 1562 (Laufzeit 1888–1895)</ref> wurde auf dem Evangelischen Friedhof in Holzlar beerdigt.<ref>Horst Heidermann: Unter Linden an dem Rhein – die Ruhestätten der Wuppertaler in Bonn und Bad Godesberg. In: Geschichte in Wuppertal. 17. Jahrgang (2008), S. 69 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PDF (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bgv-wuppertal.de)</ref>

Werke (Auswahl)

Datei:Ferdinand Fagerlin, "DEN FÖRTVIVLADE FRIAREN".jpg
Der verschmähte Freier, 1896
  • Bildnis des Zeno Oreno von Guadeloupe (1854), Öl auf Leinwand, auf Sperrholz, 49,7 × 39,7 cm, seit 2017 im Museum Kunstpalast, Düsseldorf<ref>Neuerwerbungen: Bildnis des Zeno Oreno von Guadeloupe, 1854., Im Film zu „Kunstwerk des Monats“, August 2017 stellt Bettina Baumgärtel das Bildnis des Zeno Oreno von Guadeloupe vor.</ref>
  • Die angehenden Raucher (Nationalmuseum Stockholm)
  • Die Eifersucht (Nationalmuseum Stockholm)
  • Die Liebeserklärung
  • Der Heiratsantrag
  • Die Krankenstube
  • Der verschmähte Freier, 1896
  • Die Genesende (Hausandacht), 1867 (Nationalmuseum Stockholm)
  • Besuch der Großeltern
  • Alice (Nationalmuseum Stockholm)

Literatur

Datei:Grabstätte Ferdinand Fagerlin (01).jpg
Grabstätte Nordfriedhof Düsseldorf. Sie liegt versteckt rechts hinter der Grabstätte von Christian Kröner und Familie.

Weblinks

Commons: Ferdinand Fagerlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein