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Amrumer Odde

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Naturschutzgebiet „Amrumer Odde“
Datei:Amrum M Suessen-4449.jpg
Dünenlandschaft

Dünenlandschaft

Lage Nordspitze von Amrum, Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein
Fläche 71 ha
Kennung NSG Nr. 10
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Geographische Lage 54° 42′ N, 8° 20′ OKoordinaten: 54° 41′ 57″ N, 8° 20′ 20″ O
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Amrumer Odde (Schleswig-Holstein)
Amrumer Odde (Schleswig-Holstein)
Einrichtungsdatum 29. Oktober 1936
Verwaltung LLUR

Die Amrumer Odde (Öömrang: Ood deutsch: „Spitze“<ref>Nils Århammar: Die Amringer Sprache – Die Amringer Literatur. Sonderdruck. Verlag Hansen & Hansen, Itzehoe-Münsterdorf 1969, S. 20</ref>) ist der nördlichste Teil der Insel Amrum und liegt nordöstlich der Ortschaft Norddorf auf Amrum in Schleswig-Holstein.

Geographie

Die Amrumer Odde ist etwa zwei Kilometer lang und durchschnittlich 150 bis 200 Meter breit. Sie besteht überwiegend aus einem bis zu 24 Meter hohen Dünengürtel. Die Odde ist durch den stetig nach Osten bzw. Nordosten wandernden Kniepsand entstanden. Rund 150 Hektar der Odde sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen, das vom Verein Jordsand betreut wird.<ref name="odde"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Offizielle Beschreibung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schleswig-holstein.de (PDF; 115 kB), abgerufen am 4. Juli 2015</ref> Offiziell wird es als „Naturschutzgebiet Nordspitze Amrum auf der Insel Amrum im Kreis Südtondern“<ref>Liste der Naturschutzgebiete Schleswig-Holsteins, Stand 2016 (PDF) abgerufen am 17. Februar 2017</ref> oder als „Amrum-Odde“ bezeichnet.<ref name="odde" /> Die Odde dient zahlreichen Seevögeln als Nistplatz. Daher darf sie zur Brutzeit nur an der Küstenlinie umwandert werden. Zur Odde gehört ein kiesbedeckter Nehrungshaken, die eigentliche Nordspitze Amrums.

Geschichte

Das Gebiet wurde 1936 als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen. Im selben Jahr wurde dort in einem Dünental ein reetgedecktes Vogelwärterhaus errichtet, das bis heute existiert (Stand 2019). Seit 1941 ist der Verein Jordsand mit der Pflege des Gebietes beauftragt. Zur Vermeidung eines Meeresdurchbruchs wurde 1955 an der schmalsten Stelle im Süden der Odde ein kurzer Deich in Längsrichtung errichtet. 1970 wurde das NSG vergrößert.<ref name="odde" />

Flora und Fauna

Auf der Westseite findet man Meersenf-Spülsäume. In den Dünen wachsen unter anderem Labkraut, Sand-Thymian, Viermänniges Hornkraut und Karthäuser-Nelke.<ref name="odde" /> Die Amrumer Odde ist Brutplatz zahlreicher Vogelarten. Rund 700 Heringsmöwenpaare, Silbermöwen, Eiderenten sowie Mittelsäger brüten hier. Auf der Kiesspitze brüten Zwergseeschwalben.<ref name="odde" /> Die Odde ist auch als Rastplatz und Überwinterungsgebiet für Vögel von Bedeutung.

Fotografien

Weblinks

Einzelnachweise

<references />