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Agilulf (Suebe)

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Agilulf (auch Agiulf(us), Agilolf und weitere Varianten, siehe Agilulf) war ein Fürst der Sueben im galicischen Königreich der Sueben.

Über ihn ist nur sicher bekannt, dass er 448 in Sevilla den comes Censorius ums Leben brachte.<ref>Hydatius von Aquae Flaviae 139 (zum Jahr 448).</ref> Dies scheint unter der Herrschaft des Suebenkönigs Rechiar passiert zu sein, der kurz zuvor (August 448) Rechila abgelöst hatte.<ref>Hydatius 137. Vgl. John Robert Martindale: Agiulfus. In: The Prosopography of the Later Roman Empire (PLRE). Band 2, Cambridge University Press, Cambridge 1980, ISBN 0-521-20159-4, S. 34.</ref>

Unklar ist, ob er mit dem um 456 bezeugten Suebenherrscher Agilulf identisch ist, von dem Jordanes berichtet. Dieser war Warne und wurde von dem Westgotenkönig Theoderich II. als Herrscher über die Sueben eingesetzt, mit denen er aber dann einen Aufstand gegen Theoderich anfachte, dem er unterlag.<ref>Jordanes, Getica 44, 234. Identifiziert werden die beiden in der älteren Forschung etwa bei Otto Seeck: Aiulfus. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,1, Stuttgart 1893, Sp. 1129 f. Dagegen Dietrich Claude: Prosopographie des spanischen Suebenreiches. In: Francia. Forschungen zur Westeuropäischen Geschichte. Band 6, 1978/1979, S. 647–676 (Digitalisat), hier S. 654, der die Gleichsetzung ablehnt und die Literatur anführt, die zu dieser Frage schwankt.</ref> Dieser wird zuweilen als Stammvater der Agilolfinger betrachtet.<ref>Jörg Jarnut: Agilolfingerstudien: Untersuchung zur Geschichte einer adligen Familie im 6. und 7. Jahrhundert. Hiersemann, Stuttgart 1986, ISBN 3-7772-8613-3, S. 10–11.</ref>

Literatur

Anmerkungen

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