Zum Inhalt springen

Bwiti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. Februar 2026 um 20:50 Uhr durch imported>Eriosw (Archivlink geprüft).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Bwiti ist eine dezentral organisierte synkretistische Religionsgemeinschaft, die im zentralafrikanischen Gabun und in angrenzenden Gebieten der Nachbarstaaten, vor allem Kamerun, von den Mitsogho und Fang praktiziert wird.

Der Bwiti-Kult entstand in seiner heutigen Form Mitte des 19. Jahrhunderts und vermischt Einflüsse verschiedener traditionell afrikanischer Religionen (→ Ethnische Religionen) mit Lehren des Christentums. Vermutlich entstand Bwiti auch, um die eigene kulturelle Identität in Zeiten der Kolonisation und Missionierung durch Europäer festzulegen und zu schützen.

Zentrale Bedeutung hat das Einführungsritual der Initiation, bei der die Anwärter mitunter große Mengen der Iboga-Wurzel essen, um in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Neben der Einnahme der Wurzel kommt bei der Initiation der polyrhythmischen Musik eine besondere Bedeutung zu, die vom Musikbogen mongongo, der Bogenharfe ngombi, einem Bambusstampfer, verschiedenen Rasseln und hölzernen Idiophonen erzeugt wird.<ref>Uwe Maas, Süster Strubelt: Music in the Iboga Initiation Ceremony: Polyrhythms Supporting a Pharmacotherapy. In: Music Therapy Today. Band 4, Nr. 3, Juni 2003 (englisch; <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PDF-Datei; 398 kB; 38 Seiten (Memento vom 31. Juli 2013 im Internet Archive) auf wfmt.info).</ref>

Literatur

  • James W. Fernandez: Bwiti. An Ethnography of the Religious Imagination in Africa. Princeton University Press, Princeton 1982, ISBN 0-6910-9390-3 (englisch; Kapitel 18 online auf ibogaine.desk.nl).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />