Sandsee (Pleinfeld)
Sandsee Markt Pleinfeld
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(4)&title=Sandsee 49° 7′ N, 11° 1′ O
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| Höhe: | 454 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 4[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 91785 | |||||
| Vorwahl: | 09144 | |||||
Luftbild des Schlosses Sandsee von Westen
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Sandsee ist ein Gemeindeteil in der Gemarkung Mischelbach des Marktes Pleinfeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern), der aus dem Schloss Sandsee besteht.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Oktober 2024.</ref>
Lage
Die Rundfestung liegt nahe Mischelbach auf dem 455 m ü. NHN hohen Weinberg und ist als Hochburg angelegt.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
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Die Burg wurde vermutlich im 12. Jahrhundert durch die Herren von Hirschberg errichtet. Im Jahre 1278 wurde ein Rüdiger von Dietenhofen als Verweser von Burg Sandsee genannt. Graf Gebhard von Hirschberg verkaufte die Burg 1302 an das Hochstift Eichstätt.<ref>Philipp Jedelhauser, Die Regesten der Grafen von Hirschberg (-Ottenburg, -Grögling, -Dollnstein), Kempten 2024; Nr. 422, 1302, Juli 31; Nr. 423, 1302 August 21, Eichstätt; Nr. 424, [1302 Aug. 20--1305 März 4]; Nr. 425, 1302, Aug. 21; Nr. 427, 1302 November 13; Nr. 428, 1303 Januar 23, Eichstätt.</ref> Die Anlage diente den Eichstätter (Fürst‑)Bischöfen als Amts- und Jagdschloss.
Im Krieg zwischen Herzog Ludwig von Bayern und Markgraf Achilles von Ansbach wurde die Burg 1462 zerstört. Die Beschädigungen durch den Markgrafenkrieg ließ Bischof Wilhelm von Reichenau 1467 reparieren, wie ein Wappen am Westflügel beweist. Bischof Martin von Schaumburg ließ 1572 Reparaturen am alten Palas vornehmen. Der Wehrerker wurde 1621 ergänzt. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) wurden Teile der Burg 1632 bzw. 1636 niedergebrannt.
Um 1660 wurde die Burg unter Fürstbischof Marquard Schenk von Castell wieder aufgebaut. Die Bedachung der Bergfrieds musste nach einem Blitzschlag 1782 erneuert werden. Durch die Säkularisation fiel die Burg 1815 an Bayern und noch im selben Jahr schenkte der bayerische König Max I. Joseph in Wertschätzung seiner Verdienste das Schloss zusammen mit dem Ellinger Thronlehen seinem General Carl Philipp Fürst von Wrede. In die unteren Geschosse des Westflügels wurde 1902 eine Schlosskapelle eingebaut, die am 18. Juli 1903 geweiht wurde.<ref>Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt, historisch-statistische Beschreibung, auf Grund der Literatur, der Registratur des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt sowie der pfarramtlichen Berichte, Bd.: 2, Eichstätt, (1938), S. 395.</ref> Ab 1941 wird Schloss Sandsee als Auslagerungsdepot des Staatsarchives Nürnberg genutzt. In den Jahren 1950 bis 1955 war es ein Diözesanjugendhaus der Diözese Eichstätt.
Vor der Gemeindegebietsreform ein Gemeindeteil von Mischelbach, wurde Sandsee am 1. Juli 1972 zusammen mit seinem Hauptort nach Pleinfeld eingegliedert.<ref>Pleinfeld. In: Politische Einteilung. Verein für Computergenealogie e. V., abgerufen am 29. März 2015.</ref>
Gegenwart
Heute wird das Schloss von Carl Friedrich Fürst von Wrede (* 1942) und seiner Gattin Katharina Fürstin von Wrede (* 10. November 1945<ref>Ellinger Fürstin beging ihren 70. Geburtstag. In: nordbayern.de. 16. November 2015, abgerufen am 17. November 2015.</ref>) bewohnt. Es beherbergt auch die Kunstwerkstatt Nova Silesia von Katharina von Wrede.
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3422030514 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Johann Kaspar Bundschuh: Sandsee. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 41–46 (Digitalisat).
- Gotthard Kießling: Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band V.70/1). Karl M. Lipp Verlag, München 2000, ISBN 3-87490-581-0.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters – Grundriss-Lexikon. Sonderausgabe, Flechsig Verlag, Würzburg 2000, ISBN 3-88189-360-1, S. 528–529.
- Vorlage:Mader Stadt und Bezirksamt Weißenburg
- Ursula Pfistermeister: Wehrhaftes Franken – Band 1: Burgen, Kirchenburgen, Stadtmauern um Nürnberg. Verlag Hans Carl, Nürnberg 2000, ISBN 3-418-00384-2, S. 105–106.
- Konrad Spindler (Bearb.): Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, Band 15: Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen – Denkmäler und Fundstätten. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0504-3.
Weblinks
- Sandsee (Fürstlich Wredesches Schloss) in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum
- Burgschloss Sandsee auf der Homepage des Hauses der Bayerischen Geschichte (Pläne, Geschichte, Baugeschichte, Baubestand)
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Sandsee in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Sandsee im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
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