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Jabloko

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Vorlage:Infobox Politische Partei Jabloko ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), offiziell Russische Vereinte Demokratische Partei Jabloko (Росси́йская объединённая демократи́ческая па́ртия «Я́блоко» Rossijskaja objedinjonnaja demokratitscheskaja partija Jabloko), ist eine sozialliberale russische Partei. Von 1993 bis 2003 war sie in der russischen Staatsduma vertreten.

Jabloko bedeutet im Russischen „Apfel“; daher wird dieser oft als Symbol der Partei verwendet.

Inhaltliches Profil

Die Partei tritt für Bürgerrechte, die Rechte von Frauen, Alten und Minderheiten ein. Sie vertritt ökologische und unternehmerfreundliche Positionen. Durch ihre politischen Ziele definiert sich Jabloko als sozialliberale Partei:

Einen großen Stellenwert in der Politik von Jabloko hat die Opposition gegen die Regierung des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Organisation

Entscheidungsgremien

Höchstes Organ bei Jabloko ist der Parteitag, die laufende Vorstandsarbeit zwischen den Parteitagen führt der Zentralrat der Partei aus, der vom Parteivorsitzenden geleitet wird. Als weiteres Organ funktioniert seit 2008 das Politische Komitee, das Grundsatzpositionen der Partei erarbeitet und den Parteichef suspendieren kann.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chef der Oppositionspartei Jabloko tritt nach 15 Jahren ab (Memento vom 14. April 2015 im Internet Archive). russland.ru, 22. Juni 2008.</ref>

Fraktionen

Innerhalb der Partei gibt es verschiedene Fraktionen seit 2006:

Für die Gründung einer Fraktion sind mindestens 300 Mitglieder erforderlich.

Regionen

Die Partei ist in etwa zwei Drittel der Regionen Russlands mit örtlichen Organisationen vertreten. In der Republik Karelien gab es einige Abgeordnete im Parlament (Grigori Jawlinski, Emilia Slabunowa). Galina Schirschina war Bürgermeisterin von Petrosawodsk (2013–2015). In Sankt Petersburg wurden ebenfalls gute Wahlergebnisse erzielt. Seit dem 8. September 2019 ist Jabloko mit vier Abgeordneten in der Moskauer Stadtduma vertreten, was nicht zuletzt auf die Unterstützung durch den prominenten Oppositionspolitiker Alexei Nawalny und dessen Kampagne „Intelligentes Wählen“ zurückzuführen ist, was von Jabloko selbst jedoch teilweise bestritten wurde.

Geschichte der Partei

Jabloko konstituierte sich 1993 als Wählervereinigung und wurde am 5. Januar 1995 zu einer regulären Partei. Sie vertritt ein gemäßigt liberales, teilweise sozialliberales Programm. Der Name bedeutet wörtlich Apfel (яблоко), er ist aber aus der Abkürzung der Anfänge der Namen der Parteigründer Grigori Jawlinski, Juri Boldyrew und Wladimir Lukin entstanden.<ref>Annette Legutke: Die Organisation der Parteien in Russland. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-322-89043-6, S. 77.</ref>

Parteivorsitzender war 15 Jahre lang Grigori Jawlinski. Im Juni 2008 wurde er von Sergei Mitrochin abgelöst.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitrochin löst Jawlinski nach 15 Jahren als Jabloko-Chef ab (Memento vom 14. April 2015 im Internet Archive). russland.ru, 23. Juni 2008.</ref> Die Partei wurde unter anderem von Michail Chodorkowski bis zu dessen Verhaftung 2003 finanziell unterstützt.

Nach den Dumawahlen 2011 kündigte die Partei die Kandidatur von Grigori Jawlinski zu den Präsidentschaftswahlen 2012 an. Ihm wurde jedoch die Zulassung verweigert, weil nach Angaben der russischen Wahlleitung rund 25 % der zwei Millionen Unterstützerunterschriften gefälscht gewesen seien.<ref>Moskau wirft Ashton Einmischung in Wahlprozess in Russland vor. RIA Novosti, 2. Februar 2012.</ref>

Im Dezember 2015 wurde die relativ unbekannte Emilia Slabunowa zur neuen Vorsitzenden der Partei gewählt. 2021 musste die Partei von niedrigem Niveau ausgehend bei der Wahl zur russischen Staatsduma weitere Verluste hinnehmend und erreichte nicht mehr die 1,5 % der abgegebenen Stimmen, die in Russland für eine Wahlkampfkostenerstattung nötig sind. Die Partei führt das auf Repressionen zurück, wollte sich in Zukunft jedoch auch von der Bewegung um den Oppositionellen Alexei Nawalny stärker abgrenzen, mit der es vor ihrem Verbot von einigen Parteifunktionären Kooperationen gegeben hatte.<ref>kommersant.ru</ref>

Seit den Dumawahlen 2016

Bei den Dumawahlen 2016 erreichte die Partei nur noch 2 % der Stimmen und errang keine Mandate. Die Dumawahlen 2016 fanden erstmals mit einem gemischten System statt, bei dem sowohl die föderale Liste und regionalen Gruppen nach dem Proporzwahlrecht gewählt werden (225 Sitze) als auch 225 Sitze nach dem Majorzprinzip in Einzelwahlkreisen verteilt werden. Jabloko war mit einer föderalen Liste und mit 331 Kandidaten für 64 regionale Listen angetreten.

Auf der föderalen Liste standen Grigori Jawlinski, Emilia Slabunowa, der ehemalige PARNAS-Vorsitzende Wladimir Ryschkow, der Journalist Lew Schlosberg, Sergei Mitrochin, Mark Geilikman, Nikolai Rybakow, der Regisseur Alexander Gnesdilow, die ehemalige Bürgermeisterin von Petrosawodsk, Galina Schirschina und Dmitri Gudkow.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liste zu den Wahlen 2016 (Memento vom 5. Juli 2016 im Internet Archive) Jabloko (russisch)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liste von Jabloko zu den Wahlen 2016 bekanntgegeben (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. Juli 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/og.ru (russisch)</ref> Auf regionalen Listen kandidierten unter anderen der bekannte Regisseur Alexander Sokurow in Sankt Petersburg und die Menschenrechtlerin und spätere Trägerin des Alternativen Nobelpreises Swetlana Gannuschkina in Tschetschenien.

Es gelang der Partei nicht, sich für die Wahlen mit anderen oppositionellen Parteien wie der PARNAS oder der Fortschrittspartei von Alexei Nawalny auf ein gemeinsames Wahlbündnis zu einigen.

Auf einem Kongress 2022 wurden Reformen für die Parteistruktur verabschiedet, zudem sollte eine Stellungnahme zum russischen Überfall auf die Ukraine erscheinen.<ref>«Яблоко» своих предупредит, Kommersant, 17. April 2022.</ref> Zahlreiche Mitglieder der Jabloko-Partei in den verschiedensten Regionen Russlands wurden festgenommen, da sie gegen den Krieg protestierten.<ref>По всей стране полиция преследует членов „Яблока“ за антивоенные акции. Партия Яблоко, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. Juli 2022.@1@2Vorlage:Toter Link/www.yabloko.ru (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Yabloko activists take part in anti-war rallies across the country. In: eng.yabloko.ru. 28. Februar 2022, abgerufen am 28. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 3. März 2025 verließ Jabloko die Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa, nachdem diese in Russland zur unerwünschten Organisation erklärt worden ist. Jabloko begründete den Schritt damit, dass „die Position vom ALDE zum russisch-ukrainischen Konflikt auf dessen weitere Eskalation abzielt, indem sie die Fortsetzung der Feindseligkeiten unterstützt und den Einsatz der tödlichsten modernen Waffen ausweitet, um einen unerreichbaren Sieg zu erreichen, der unzählige Opfer fordert“.<ref>"Яблоко" вышло из признанного нежелательным Альянса либералов и демократов за Европу. In: svoboda.org. 5. März 2025, abgerufen am 4. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ergebnisse bei den Wahlen zur Duma seit 1993

Jahr Stimmenanteil Sitze Bemerkungen
1993 Vorlage:AccessibleTooltip 7,9 % 27 erste Dumawahl im postsowjetischen Russland
1995 Vorlage:AccessibleTooltip 6,9 % 45
1999 Vorlage:AccessibleTooltip 6,0 % 20
2003 Vorlage:AccessibleTooltip 4,3 % 04 an der Fünfprozenthürde gescheitert, aber vier direkt gewählte Kandidaten
2007 Vorlage:AccessibleTooltip 1,6 % 00 die Direktwahl von Kandidaten wurde im Vorfeld der Wahl abgeschafft
2011 Vorlage:AccessibleTooltip 3,4 % 00
2016 Vorlage:AccessibleTooltip 2,0 % 00
2021 Vorlage:AccessibleTooltip 1,3 % 00

Prominente Mitglieder

Weblinks

Commons: Yabloko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Parteien in der Staatsduma

Einiges Russland | Kommunistische Partei der Russischen Föderation | Liberal-Demokratische Partei Russlands | Gerechtes Russland | Neue Leute | Rodina | Wachstumspartei | Bürgerplattform

Parteien außerhalb
der Staatsduma

Parteien, die an der Wahl 2021 teilnahmen: Russische Partei der Pensionäre | Jabloko | Kommunisten Russlands | Russische Ökologische Partei „Die Grünen“ | Russische Partei der Freiheit und Gerechtigkeit | Grüne Alternative

Andere Parteien: Das andere Russland | Bürgerkraft | Demokratische Partei Russlands | Monarchistische Partei der Russischen Föderation | RKRP-KPSS | Russische Vereinigte Arbeiterfront | Russland der Zukunft

Historische Parteien

Agrarpartei Russlands | Allianz der Grünen | Baltische Republikanische Partei | Bund der Grünen Russlands | Für die Frauen Russlands | Islamische Partei der Wiedergeburt | Nationalbolschewistische Partei Russlands | Partei der sozialen Gerechtigkeit | Partei der Volksfreiheit (2010–2012) | Partei der Volksfreiheit | Patrioten Russlands | Rechte Sache | Russische Partei des Lebens | Union der rechten Kräfte | Unser Haus Russland | Volkspartei der Russischen Föderation

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