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Simon Spierer

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Simon Spierer (* 1926 in Triest; † 4. Oktober 2005 in Genf) war ein Schweizer Kunstsammler und Kunstmäzen.

Leben

Spierer entstammte einer jüdischen Familie und emigrierte 1943 vor den Faschisten in die Schweiz, wo er als Tabak- und Kunsthändler tätig war. Simon Spierer war Besitzer einer einzigartigen Skulpturensammlung, die er seit 1980 zusammengetragen hatte. Sein Vater war Hermann Spierer (1887–1927), der 1922 tausende Griechen vor den türkischen Truppen in Smyrna rettete.<ref>Giannis Mavris: Der Schweizer Schindler. In: SwissInfo.ch. 4. Oktober 2019, abgerufen am 9. April 2025.</ref><ref>Venice Pitsiladi: The Spierer List": The story of a family that saved the lives of many Greeks. Greek News and Radio, Florida, 18. Mai 2023, abgerufen am 9. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Spierers Kunstsammlung Wald der Skulpturen mit 39 Werken umfasst die frühe Moderne bis in die Gegenwart namhafter internationaler Künstler des 20. Jahrhunderts. Die formale ästhetische Konzentration der Sammlung liegt auf der Stele und dem Torso. Die bekanntesten Arbeiten von höchster kunstgeschichtlicher Relevanz sind Daphné von Julio González (1937), Vogel im Raum von Constantin Brâncuși (1941), Idole von Jean Arp (1950) und Petit buste de Diego sur colonne von dem Schweizer Alberto Giacometti (1952). Weitere Kunstwerke stammen von Max Ernst, Henry Moore, Lucio Fontana, Louise Bourgeois, Barbara Hepworth, Germaine Richier, Max Bill, Isamu Noguchi, Daniel Spoerri und Tony Cragg.

Simon Spierer hat 2004 die auf circa 15 Mio. Euro taxierte Sammlung dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt gestiftet.

Literatur

  • Ina Busch, Simon Spierer: "Ein Wald der Skulpturen. Sammlung Simon Spierer" (Katalog zur Ausstellung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt, 2004), Hatje Cantz Verlag 2005, ISBN 3775716092

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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