Zum Inhalt springen

Superpositionsauge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. Dezember 2018 um 15:41 Uhr durch imported>Siphonarius (Änderungen von 2003:C4:A722:0:4942:4FBA:E00C:3CA6 (Diskussion) auf die letzte Version von Ice Boy Tell zurückgesetzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Als Superpositionsauge bezeichnet man ein Facettenauge, bei dem die einzelnen Ommatidien nicht in der ganzen Länge voneinander abgeschirmt sind.

Es kommt hauptsächlich bei nachtaktiven Insekten, wie etwa den Nachtfaltern vor. Der Hauptunterschied zum Appositionsauge liegt darin, dass die Retinula nicht direkt am Kristallkegel des Auges anliegt und die mittleren Abschnitte nicht durch Pigmentzellen isoliert sind. Wegen der nur teilweise vorhandenen Isolierung durch Pigmentzellen können sich die Bilder, die durch benachbarte dioptrische Apparate eintreten, auf die Retinula eines Ommatidiums abbilden – es kommt zu Überlagerungen. Dadurch können die Tiere auch noch bei geringerer Lichtintensität etwas erkennen, allerdings auf Kosten der Sehschärfe. Bei höherer Lichtintensität können sich die Pigmentzellen verschieben, wodurch funktionell wieder ein Appositionsauge entsteht. Es wird zwischen optischen Superpositionsaugen und neuralen Superpositionsaugen unterschieden.