Zum Inhalt springen

Trauben-Katzenminze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. September 2025 um 08:55 Uhr durch imported>Thomas Dresler (Klammern korrigiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Trauben-Katzenminze
Datei:Nepeta racemosa sl16.jpg

Trauben-Katzenminze (Nepeta racemosa)

Systematik
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Nepetoideae
Tribus: Mentheae
Untertribus: Nepetinae
Gattung: Katzenminzen (Nepeta)
Art: Trauben-Katzenminze
Wissenschaftlicher Name
Nepeta racemosa
Lam.

Die Trauben-Katzenminze<ref name="FloraWeb" /> (Nepeta racemosa), auch Traubige Katzenminze<ref name="InfoFlora" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Katzenminzen (Nepeta) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie ist in Westasien und im Kaukasusraum verbreitet.<ref name="GRIN" />

Beschreibung

Datei:Traubenkatzenminze.jpg
Habitus
Datei:Nepeta racemosa sl6.jpg
Unterseite gegenständiger, gestielter Laubblätter
Datei:Nepeta racemosa sl13.jpg
Zygomorphe Blüte aus unterschiedlichen Richtungen in Detail

Vegetative Merkmale

Die Trauben-Katzenminze ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 40 Zentimetern.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" /> Sie kann polsterartig, sowohl niederliegend als auch aufsteigend wachsen. Die Stängel sind grau und flaumig bis filzig behaart.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />

Die gegenständig angeordneten Blatt (Pflanze)|Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreiten sind rundlich-herzförmig und etwa 1,5-mal so lang wie breit. Die Blattoberseiten sind wenig behaart. Die Blattunterseiten sind grau und flaumig bis filzig behaart.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />

Generative Merkmale

Die Blüten sind in einem endständigen ährigen Blütenstand angeordnet.

Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kronröhre überragt den Blütenkelch. Der Kelch ist 5 bis 9 Millimeter lang und dicht weich behaart.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" /> Die blaue Blütenkrone ist 7 bis 14 Millimeter lang. Die Unterlippe besitzt keine dunkelblauen Punkte.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />

Die Klausenfrüchte sind oft gut entwickelt.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />

Vorkommen

Nepeta racemosa ist in Westasien und im Kaukasusraum verbreitet.<ref name="GRIN" /> Es gibt Fundortangaben für die östliche Türkei, den nordwestlichen Iran, Armenien sowie Aserbaidschan.<ref name="GRIN" /> Da die Art als Zierpflanze gehalten wird, ist sie in Mitteleuropa auch selten verwildert in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und in Südtirol.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1+ (trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Nepeta racemosa erfolgte 1785 durch Jean-Baptiste de Lamarck in Encyclopédie méthodique. Botanique. Band 1, S. 711.<ref name="GRIN" /> Das Artepitheton mussinii ehrt den russischen Naturforscher Apollos Apollossowitsch Mussin-Puschkin (1760–1805). Synonyme für Nepeta racemosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam. sind Nepeta mussinii <templatestyles src="Person/styles.css" />Henckel<ref name="Henckel1806" /> und Nepeta mussinii <templatestyles src="Person/styles.css" />Spreng. (Kurt Sprengel) publizierte 1805 diesen Namen in: Gartenzeitung (Halle), Band 2, Seite 134<ref name="Sprengel1805" />; daher auch der Trivialname Mussins Katzenminze.

Je nach Autor gibt es wenige Unterarten:<ref name="POWO" />

  • Nepeta racemosa subsp. crassifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss. & Buhse) A.L.Budantzev: Sie kommt nur im Iran vor.<ref name="POWO" />
  • Nepeta racemosa subsp. haussknechtii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bornm.) A.L.Budantzev: Sie kommt im Irak, Iran und im Kaukasusraum vor.<ref name="POWO" />
  • Nepeta racemosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam. subsp. racemosa: Sie kommt von der Türkei bis zum Iran vor.<ref name="POWO" />
Datei:Bloemen van Nepeta racemosa 'Walker's Low'. Locatie, Tuinreservaat Jonkervallei.jpg
Blütenstand der Sorte Bloemen van Nepeta racemosa ‘Walker's Low’

Nutzung

Die Sorten der Trauben-Katzenminze werden in den gemäßigten Gebieten als Zierpflanze in Parks und Gärten verwendet. Die Sorten blühen von April bis in den Oktober hinein.<ref name="Jelitto2002" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="POWO"> Nepeta racemosa. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FloraWeb"> Nepeta racemosa Lam., Trauben-Katzenminze. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora"> Nepeta racemosa Lam. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Jelitto2002"> Leo Jelitto, Wilhelm Schacht, Hans Simon: Die Freilandschmuckstauden, Verlag Eugen Ulmer & Co., 5. Auflage 2002, ISBN 3-8001-3265-6, S. 643 ff. </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Jens G. Rohwer: Lamiaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage, Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 690. </ref> <ref name="Henckel1806"> Leo Victor Felix Henckel von Donnersmarck: Adumbrationes plantarum nonnullarum horti halensis academici selectarum. 1806, S. 15. eingescannt. </ref> <ref name="Sprengel1805"> Kurt Sprengel: Rechenschaft von der Aussaat und Aernte im botanischen Garten 1805. In: Gartenzeitung (Halle), Band 2, S. 129–136 (1. Teil). eingescannt. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Trauben-Katzenminze (Nepeta racemosa) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien