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Benjamin Gerritsz. Cuyp

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Benjamin Gerritsz. Cuyp (* im Dezember 1612 in Dordrecht; † am 28. August 1652 ebenda) war ein niederländischer Maler.

Familie und Lebenslauf

Cuyp war ein Sohn des Malers und Glasmalers Gerrit Gerritsz. Cuyp d. Ä. (–Mai 1644) und dessen zweiter Ehefrau Everijnken (geborene Albertsdochter). Aus der ersten Ehe seines Vaters (⚭ 1585) mit Geerten (geborene Mathijsdochter, † 1601) hatte er sechs Halbgeschwister,<ref>Karl Lilienfeld: Cuyp, Gerrit Gerritsz. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 8: Coutan–Delattre. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> darunter die Maler Abraham Gerritsz. Cuyp (etwa 1585 bis vor 1644, Maler und Glasmaler)<ref>Karl Lilienfeld: Cuyp, Abraham Gerritsz. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 8: Coutan–Delattre. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> und Jacob Gerritsz. Cuyp (1594–1651/52, Historien-, Porträt- und Tiermaler).<ref>Karl Lilienfeld: Cuyp, Jacob Gerritsz. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 8: Coutan–Delattre. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Am 17. oder 27. Januar 1631 trat er zugleich mit seinem Bruder Gerrit Gerritsz. Cuyp d. J. (April 1603–nach 1644)<ref>Karl Lilienfeld: Cuyp, Gerrit Gerritsz. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 8: Coutan–Delattre. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> in die Dordrechter Lukasgilde ein. Gemeinsam mit seinem Neffen Aalbert Cuyp<ref>Cuyp (spr. keup), Aalbert, holländ. Maler. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 4, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 377.
Cuyp (Cuijp) oder Kuyp (Kuijp, spr. keup), Albert, holländ. Maler. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 4, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 643.</ref> (1620–1691)<ref>Karl Lilienfeld: Cuyp, Aelbert od. Aelbrecht. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 8: Coutan–Delattre. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> hatte er die Malerei bei seinem älteren Stiefbruder Jakob Gerrits Cuyp erlernt. Er lebte seit 1643 in Den Haag, war jedoch am 27. Juli 1644 wieder in Dordrecht, wo im Mai sein Vater verstorben war. Anschließend ging er für einige Zeit nach Utrecht. Am 6. August 1652 verfasste er im Haus seines Verwandten Jan Huymans in Dordrecht ein Testament und starb dort kurz darauf.

Œuvre

Sein Stil wurde stark durch Rembrandt, Leonaert Bramer und Abraham Bloemaert beeinflusst. Die neu-testamentarische Historie, insbesondere die Geburt Christi, bildet den Kern seines Œuvres. In verschiedenen Ausfertigungen malt er die Verkündigung an die Hirten, die Anbetung Christi durch die Hirten und die Anbetung Christi durch die Könige. Auch von seiner Befreiung Petri sind heute 15 Versionen bekannt. Daneben malte er mit kleinen Figuren auch Reitergefechte und Szenen aus dem bäuerlichen Leben in goldigen Farben. Sein Kolorit wird oftmals „von Gelb und Brauntönen über hellbrauner Grundierung bei teilweiser grauer Untermalung“ bestimmt. Seine „sehr breite, offene und skizzenhaft anmutende Malweise formt die Gegenstände nicht modellierend, sondern durch Farbzonen Farbübergänge, schleierartige Lasuren, Glanzlichter und sichtbaren Pinselduktus“<ref>Benjamin Cuyp,Die Befreiung Petri aus dem Kerker. In: Hans-Joachim Raupp und Ulrich Großmann (Hrsg.): Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts der SØR Rusche-Sammlung. Band 4 „Historien und Allegorien“. LIT-Verlag, Münster/Hamburg/London 2010, ISBN 3-8258-2238-9, S. 96.</ref>.

Ca. 300 Werke sind von ihm erhalten, deren Datierung deswegen schwierig ist, weil er diese oft signierte, aber so gut wie nie datierte. Sie sind in vielen bedeutenden öffentlichen Sammlungen auf der Welt vertreten.

Werke in bedeutenden Sammlungen (Auswahl)

Datei:De graflegging Rijksmuseum SK-A-2857.jpeg
Die Grablegung Christi Rijksmuseum SK-A-2857
Datei:Benjamin Gerritsz. Cuyp - Verkondiging aan de herders - ГЭ-3000 - Hermitage Museum.jpg
Benjamin Gerritsz. Cuyp - Die Verkündigung an die Hirten - ГЭ-3000 - Hermitage Museum
Datei:Benjamin Gerritsz. Cuyp (1612-1652) - A Military Encampment - 926835 - National Trust.jpg
Benjamin Gerritsz. Cuyp (1612–1652) - A Military Encampment - 926835 - National Trust
Datei:B.G. Cuyp - Interieur met drinkende soldaten bij kaartspel - NK3287 - Cultural Heritage Agency of the Netherlands Art Collection.jpg
B.G. Cuyp - Interieur mit trinkenden Soldaten beim Kartenspiel - NK3287 - Cultural Heritage Agency of the Netherlands

Literatur

Weblinks

Commons: Benjamin Gerritsz. Cuyp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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