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Turcot-Syndrom

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Klassifikation nach ICD-10
D12.6 Gutartige Neubildung des Kolons, nicht näher bezeichnet
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11 Das Turcot-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit einer Kombination von familiärer Polyposis im Dickdarm mit Hirntumoren,<ref name="Leiber"></ref><ref name="pschy">Pschyrembel online</ref> wird oft als Variante der Familiären adenomatösen Polyposis mit Hirntumoren angesehen.<ref name="pschy" />

Die Namensbezeichnung Turcot- oder Turcot-Després-Syndrom bezieht sich auf die Erstbeschreibung aus dem Jahre 1959 durch den kanadischen Chirurgen Jacques Turcot (1914–1977).<ref>J. Turcot, J. P. Després, F. St. Pierre: Malignant tumors of the central nervous system associated with familial polyposis of the colon: report of two cases. In: Dis Colon Rectum. 1959 Sep-Oct;2, S. 465–468. PMID 13839882.</ref>

Mitunter wird die Bezeichnung als Synonym für das Mismatch-Reparatur-Defizienz-Syndrom Typ 1<ref>Mismatch repair cancer syndrome 1. In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). (englisch)</ref><ref>Rarediseases</ref> verwendet.

Einteilung

In der medizinischen Datenbank Orphanet fand sich eine Unterscheidung zwischen Non-polypösem Turcot-Syndrom<ref>Eintrag zu Turcot-Syndrom, non-polypöses. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum</ref>, das mittlerweile in das klassische Lynch-Syndrom (Hereditäres non-polypöses kolorektales Karzinom) integriert wird und dem Turcot-Syndrom mit Polyposis, auch als Turcot-Syndrom Typ 2 bezeichnet.<ref name="Orpha">Eintrag zu Turcot-Syndrom mit Polyposis. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Das Turcot-Syndrom mit Polyposis oder Turcot-Syndrom Typ 2 ist eine Form der familiären adenomatösen Polyposis, die durch das Zusammentreffen von tausender adenomatöser Polypen oder kolorektalem Karzinom (KRK) und einem primären Tumor des zentralen Nervensystems (hauptsächlich Medulloblastom) gekennzeichnet ist. Autosomal-dominant OMIM: 175100.

Das Zusammentreffen von Hirntumor mit Hereditärem non-polypösem kolorektalem Karzinom kann als Turcot-Syndrom Typ 1 bezeichnet werden, das Zusammentreffen mit Familiärer adenomatöser Polyposis als Turcot-Syndrom Typ 2.<ref>Ahmed Khattab und Dulabh K. Monga: Turcot Syndrome. In: StatPearls [Internet,] 2023</ref>

Nach der Art der Vererbung kann unterschieden werden in:

Vorkommen

Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:<ref name="Leiber" />

Hinzu können Pigmentierte Augenhintergrundveränderungen kommen.<ref name="Orpha" />

Die Darmpolypen sind Präkanzerosen des Darmkrebses.

Differentialdiagnostik

Abzugrenzen sind andere familiäre Polyposis-Syndrome.<ref name="Leiber" />

Therapie

Die Behandlung hängt von der Ausprägung der Erkrankung ab. Wesentlich sind regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen.<ref name="pschy" />

Siehe auch

Literatur

  • N. Mokhashi, L. Z. Cai, C. L. Shields, W. E. Benson, A. C. Ho: Systemic considerations with pigmented fundus lesions and retinal pigment epithelium hamartomas in Turcot syndrome. In: Current opinion in ophthalmology. Band 32, Nummer 6, November 2021, S. 567–573, doi:10.1097/ICU.0000000000000798, PMID 34456292 (Review).
  • L. Dionne: Homage to Doctor Jacques Turcot. In: Can J Surg. 1977 Nov;20(6), S. 567. PMID 338132
  • H. D. Becker, W. Hohenberger, T. Junginger, P. M. Schlag: Chirurgische Onkologie. Thieme, Stuttgart 2002, ISBN 3-13-126111-0, S. 405–406.

Einzelnachweise

<references />

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