Zum Inhalt springen

Emmanuel Olisadebe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. Januar 2026 um 21:42 Uhr durch ~2026-66765-7 (Diskussion) (Wertende Formulierungen entfernt, unbelegte Informationen entfernt, einem enzyklopädischen Stil angepasst.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Emmanuel Olisadebe
Datei:Emmanuel Olisadebe.jpg
Personalia
Voller Name Emmanuel Olisadebe, 2009
Geburtstag 22. Dezember 1978
Geburtsort WarriNigeria
Größe 180 cm
Position Sturm
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1992–1997 Jasper United FC 40 (20)
1997–2000 Polonia Warschau 66 (20)
2000–2006 Panathinaikos Athen 75 (25)
2006 FC Portsmouth 2 0(0)
2006–2007 AO Xanthi 5 0(0)
2007–2008 APOP Kinyras Peyias 17 0(6)
2008–2010 Henan Construction 63 (24)
2011–2012 Vyzas FC Megaron 0 0(0)
2012 Veria FC 9 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2000–2004 Polen 25 (11)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Emmanuel Olisadebe (* 22. Dezember 1978 in Warri, Nigeria) ist ein ehemaliger nigerianischer Fußballspieler, der nach dem zusätzlichen Erwerb der polnischen Staatsangehörigkeit in die polnische Nationalelf berufen wurde.

Karriere

Olisadebe kam 1997 aus Nigeria nach Polen. Er trainierte zunächst zur Probe bei Wisła Krakau und Ruch Chorzów, bevor er einen Vertrag bei Polonia Warschau unterschrieb.

2000 verlieh ihm Staatspräsident Aleksander Kwaśniewski in einem Verfahren außerhalb der üblichen Einbürgerung die polnische Staatsbürgerschaft,<ref>Pawel Jedrusik: Emmanuel Olisadebe ma nowe zajęcie. Wyjechał z Polski, małżeństwo nie przetrwało. In: przegladsportowy.onet.pl. 22. Dezember 2023, abgerufen am 16. Februar 2025.</ref> und Olisadebe spielte als erster dunkelhäutiger Spieler in der Geschichte des polnischen Fußballs für die Nationalmannschaft. Mit seinen Toren hatte er Anteil an der ersten Qualifikation Polens seit 1986 für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea. 2001 wurde er zum ersten schwarzen Fußballer des Jahres in Polen gewählt.<ref>Profil in weltfussball.de</ref>

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft schoss Olisadebe ein Tor, Polen schied bereits in der Vorrunde aus. Olisadebe war bereits vor der WM im Jahr 2001 zum griechischen Erstligisten Panathinaikos Athen gewechselt, der 2004 Meisterschaft und Ligapokal gewann. Im Januar 2006 wechselte Olisadebe zum englischen Erstligisten FC Portsmouth, wo er sich allerdings nicht durchsetzen konnte. Im August 2006 kehrte er nach Griechenland zurück zu AO Xanthi, kam allerdings nach einem Streit mit dem Vereinspräsidenten nicht mehr zum Einsatz und wechselte wieder den Verein.

Von 2007 bis 2008 spielte er beim zyprischen Verein APOP Kinyras Peyias. Im April 2008 unterschrieb Olisadebe einen Vertrag beim chinesischen Erstligisten Henan Construction FC (auch als Henan Jianye FC bezeichnet). Hier spielte er drei Saisons, bis Ende 2010 sein Vertrag auslief und nicht verlängert wurde. Zur Saison 2011/2012 heuerte er beim griechischen Zweitligisten Vyzas FC Megaron an. Er kam jedoch auf keinen einzigen Ligaeinsatz und wechselte zur Rückrunde zum Ligakonkurrenten Veria FC. Hier kam er auf neun Einsätze, bei denen er ein Tor erzielte. Veria stieg in die Super League (höchste Griechische Spielklasse) auf, Olisadebe bekam jedoch keinen neuen Vertrag und war zunächst vereinslos. Im Januar 2012 erklärte er daraufhin seine Karriere für beendet.

Insgesamt spielte Olisadebe 25-mal für die polnische Nationalmannschaft und schoss dabei elf Tore.

Der Regisseur Janusz Zaorski drehte 2002 den Dokumentarfilm Biało-czerwono-czarny, czyli Olisadebe (Weiß-rot-schwarz, also Olisadebe) über sein Leben in Polen. Nach Zaorskis Aussage handelt es sich um einen Film über „Toleranz und Intoleranz in Polen“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />film.onet.pl, 22. April 2002 (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)</ref>

2001 heiratete Olisadebe die damals 19-jährige Warschauerin Beata Smolińska.<ref>wp.pl, 16. Juni 2001</ref> Er war mit ihr bis 2017 verheiratet und kehrte nach der Scheidung nach Nigeria zurück, wo er seitdem im Immobiliengeschäft tätig ist.<ref>Piotr Koźmiński: Drugie życie Emmanuela Olisadebe. In: wp.pl. 4. November 2020, abgerufen am 19. Juni 2023.</ref>

Erfolge

  • Polnischer Meister (2000)
  • Polnischer Ligapokalsieger (2000)
  • Polnischer Supercupsieger (2000)
  • Polens Fußballer des Jahres (2001)
  • WM-Teilnahme (2002)
  • Griechischer Meister (2004)
  • Griechischer Pokalsieger (2004)

Literatur

  • Przemysław Nosal / Radosław Kossakowski / Wojciech Woźniak, Transactionality, Opportunism and the Third Generation’s Emotional Patriotism. Deservingness and Transnational Football Players in the Polish National Team. In: The International Journal of History of Sport, 41(2024), S. 9–10.

Weblinks

Commons: Emmanuel Olisadebe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein