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Helix-Turmfischpass

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Der Helix-Turmfischpass (auch Mäander-Helix-Turmfischpass) ist eine Fischtreppe in Form einer Wendeltreppe.

Datei:Helix-Turmfischpass.jpg
Helix-Turmfischpass an der Mündung der Schwentine in den Kieler Hafen

Die erste Anlage, die unter der Leitung der Fachhochschule Bochum<ref>Forschung im Fachbereich Bauingenieurwesen - FB B - Hochschule Bochum. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. April 2017; abgerufen am 27. April 2017.</ref><ref>Eine Treppe für Fische: Fachhochschule Bochum präsentiert ihr Pilotprojekt im Landtag NRW. Abgerufen am 27. April 2017.</ref> gebaut wurde, befindet sich in Schwentinental (Ortsteil Raisdorf) nahe Kiel am Kraftwerk Raisdorf II, und ist Teil der Kraftwerke der Rastorfer Mühle. Das Bauwerk galt damals als weltweit einmalig. Die Steigung von etwa drei Prozent wird in Raisdorf auf einer Länge von 200 Meter mittels 36 Becken überwunden. Die runde Form der Stufenbecken verhindert mögliche Verletzungen der Fische.

Es wurde mit rund 550.000 Euro überwiegend aus EU-Mitteln finanziert.<ref>Helix-Turmfischpass / Wasserkraftwerk Raisdorf. Pressemitteilung der Stadtwerke Kiel. In: schwentinental-inside.de. Abgerufen am 27. April 2017.</ref> Baubeginn war Anfang 2004, am 27. April 2005 wurde der Pass geflutet. Die Konstruktion wurde einer größeren Öffentlichkeit bekannt, da die erste Umsetzung vom Bund der Steuerzahler und dem Landesnaturschutzbund Schleswig-Holstein als Verschwendung von Steuergeldern bezeichnet wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bericht im Schwarzbuch 2005 des Bundes der Steuerzahler (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) (pdf, ca. 1,77 MB, Seiten 46–47).</ref><ref>30 Milliarden Steuerverschwendung: Schilda lässt grüßen. In: Handelsblatt Online. 27. September 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Januar 2014; abgerufen am 12. Oktober 2025.</ref>

Die Anlage wurde an der Fachhochschule Bochum entwickelt. Sie soll Fischen dort, wo herkömmliche Fischwege baulich kaum machbar sind, ermöglichen, den Höhenunterschied an einer Talsperre zu überwinden. Der Architekt Hans Wilhelm Peters hat den Mäander-Fischpass konstruiert und patentieren lassen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Patent 103 31 596 mit Skizzen und Bildern (Memento vom 3. März 2014 im Internet Archive)</ref>

Im Rahmen einer knapp 4 Jahre dauernden Untersuchung in den Jahren 2008 bis 2012 verendeten immer noch gut ein Drittel der zum Laichen abwandernden Blankaale am Fischabweiser des Wasserkraftwerkes, obwohl neben der Fischtreppe auch ein Aal-Abstiegsrohr installiert war.<ref>Verbundprojekt: Quantifizierung der Sterblichkeit von Aalen in deutschen Binnengewässern. In: BLE. IFM-GEOMAR, abgerufen am 30. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie mussten bis 2015 Staumauern in Schutzgebieten mit geeigneten Fischpässen ausgestattet werden. Eine weitere kleinere Anlage wurde später an der Mündung der Schwentine in den Kieler Hafen errichtet.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 54° 17′ 17″ N, 10° 14′ 53″ O

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