De Saliba war ein Sohn des Holzschnitzers Giovanni de Saliba und ein Bruder des Pietro de Saliba sowie ein Neffe des Antonello da Messina. 1480 wurde er ein Schüler des Malers Jacobello di Antonio, der sein Vetter war. Seine Arbeiten zeigen, dass er von der venezianischen Kunst beeinflusst wurde, insbesondere wohl durch Cima da Conegliano. Enrico Brunelli konnte keinerlei Nachweise für seinen Aufenthalt in Venedig finden, er kannte nur solche Dokumente, die eine fast ununterbrochene Tätigkeit von 1497 bis zu seinem Tod auf seiner Heimatsinsel Sizilien bezeugen.<ref>Enrico Brunelli: Antonello de Saliba. In: Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band1: Aa–Antonio de Miraguel. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1907, S.Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Nach den Angaben von Adolfo Venturi soll de Saliba einen Teil seiner Jugend in Venedig verbracht haben und dort durch Alvise Vivarini beeinflusst worden sein, ehe er nach Sizilien zurückkehrte.<ref></ref><ref>Malerei der Renaissance in Italien. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion, Berlin 1922, S.213 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Die Bilder des Antonello de Saliba weisen eine große Nähe zu den Werken seines Onkels auf, und viele von ihnen galten früher sogar als Werke von dessen Hand.<ref>Agostino d’Amico: Antonello d’Antonio, le sue opere e 1’invenzione della pittura ad olio. Messina 1904.</ref><ref>Henry Thode, Hugo von Tschudi (Hrsg.): Repertorium für kunstwissenschaft. Band29. Georg Reimer, Berlin 1906, S.160 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
Dies vermutete auch Brunelli der schrieb:
„Schon das früheste bezeichnete Werk, die Madonna von 1497 im Museum von Catania, setzt das Studium der Werke des Oheims, Antonello d’Antonio, vielleicht sogar der Venezianer direkt, voraus“
Enrico Brunelli: Antonello de Saliba. In: Adolfo Venturi: L’arte: rivista di storia dell’arte medievale e moderna. 7. Jahrgang, Rom 1904, S. 271–285 (digi.ub.uni-heidelberg.de).
Luisa Vertova: Antonello da Saliba, auch Antonio de Saliba (ca. 1466/67–ca. 1535). In: Kindlers Malerei-Lexikon. Kindler Verlag AG, Zürich 1976 S. 122.