Lobsang Rampa
Autorenfoto (undatiert)
Tuesday Lobsang Rampa ist das Pseudonym des englischen Schriftstellers Cyril Henry Hoskin (* 8. April 1910 in Plympton, Devonshire, England; † 25. Januar 1981 in Calgary, Alberta, Kanada). Im Jahr 1948 ließ er seinen Namen rechtlich in Carl Kuon Suo ändern.
Werk und Wirken
1956 erschien das erfolgreiche Buch The Third Eye (deutscher Titel: Das dritte Auge), in dem sich der Autor Dr. Tuesday Lobsang Rampa nannte und als hochrangiger tibetischer Lama ausgab. Er behauptete, er habe ein „drittes Auge“, das ihm in einer schmerzhaften Operation geöffnet worden sei. Dieses Auge habe ihm nach eigenen Angaben die Fähigkeit verliehen, die Aura von Menschen zu sehen (siehe Abschnitt zum „dritten Auge“).
Im Jahre 1948 hatte der Autor seinen Namen rechtlich in Carl Kuon Suo geändert.<ref></ref><ref> „Hoskin had changed his name, officially, to ‘KuonSuo’ on the official Register on 16th February 1948.“</ref> 1950 erfolgte eine zweite offizielle Namensänderung in Carl Kuan (Rampa selbst verwendete die Schreibung Ku’an).<ref> „On the 24th March 1950 there was another official change of name and ‘KuanSuo’ became, ‘Carl Kuan’, on the Register.“</ref> Im Jahr 1963 nahm er schließlich den Namen seines Pseudonyms Tuesday Lobsang Rampa rechtlich an.<ref> „he changed his name, legally, to Tuesday Lobsang Rampa in 1963.“</ref><ref></ref><ref>Internet Archive. In: Diario Oficial de la República Oriental del Uruguay. Abgerufen am 9. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Zahlreiche Einträge im uruguayischen Amtsblatt Diario Oficial de la República Oriental del Uruguay belegen, dass Lobsang Rampa ab 1963 amtlich unter diesem Namen auftrat. Er nutzte den Namen gegenüber staatlichen Stellen und erklärte sich unter diesem Namen als Urheber gegenüber den zuständigen Urheber- und Registerbehörden.).</ref> Der Vorname Tuesday soll gemäß Rampa daran erinnern, dass er an einem Dienstag geboren wurde.<ref> „In Tibet werden einem Kind zwei Namen gegeben. Der erste ist der des Wochentags, an dem es geboren wurde. Ich war an einem Dienstag (engl. Tuesday, Anm. d.Ü.) geboren, daher war mein erster Name Tuesday.“</ref>
Kontroverse über die Urheberschaft
Bereits vor der Veröffentlichung von The Third Eye äußerten mehrere Fachleute im Rahmen der Manuskriptprüfung Zweifel an der Authentizität des Buches. Zu ihnen gehörte auch der österreichische Bergsteiger und Tibetkenner Heinrich Harrer,<ref>Phil Hine: One from the vaults: The Fantastic World of Lobsang Rampa – I. In: enfolding.org - Powered by WordPress. 17. Dezember 2013, abgerufen am 28. März 2026. „Warburg obtained a copy of Richardson’s report on the ms [manuscript] and further, sent copies to a battery of authorities on Tibet, including the mountaineers Heinrich Harrer and Marco Pallis, and respected scholars such as David Snellgrove and Agehananda Bharati.“</ref> der von der Echtheit des Werkes nicht überzeugt war.<ref> „[after publication] Harrer denounced the book in a scathing review, occasioning the threat of a libel suit from the German publisher.“</ref> Gemeinsam mit dem britischen Tibetforscher und Autor Marco Pallis beauftragte er im Namen einer Gruppe europäischer Tibet-Experten einen Privatdetektiv aus Liverpool namens Clifford Burgess, um Rampas Identität zu untersuchen.<ref> „On January 7, 1758, Marco Pallis, acting on behalf of a group of European experts on Tibet, retained the services of Clifford Burgess, a leading Liverpool private detective, in an effort to discover the true identity of T. Lobsang Rampa.“</ref><ref>Mike Selby: Heinrich Harrer vs. Lobsang Rampa. In: Cranbrook Daily Townsman. 30. Juni 2016, abgerufen am 29. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „So after being unable to track down Lobsang Rampa himself, he [Harrer] hired a private investigator, who found Rampa living in Ireland.“</ref> Burgess fand heraus, dass Rampa in Wirklichkeit Cyril Henry Hoskin war.<ref> „A number of Tibetan scholars, including explorer Heinrich Harrer who had personally tutored the Dalai Lama, remained convinced that the book was pure fiction, containing, as it did, certain statements inconsistent with Buddhist beliefs. So they hired private detective Clifford Burgess to delve into the background of Tuesday Lobsang Rampa. What Burgess came up with was Cyril Hoskins, a man who had never been anywhere near Tibet, had no real knowledge of the country's language or indeed of Buddhism and had certainly never had a hole drilled in his forehead.“</ref>
Hoskin wurde 1910 in Plympton, Devon, geboren und war der Sohn eines Klempners.<ref> „Burgess reported correctly that Tuesday Lobsang Rampa was born Cyril Henry Hoskin on 8th April 1910, at Plympton St. Maurice in Devon, England.“</ref><ref> „Hoskin’s father, Joseph, initially kept a plumber’s shop in the Ridgeway at Plympton although, later, he was also a dealer in bicycles and electrical equipment.“</ref> Er war noch nie in Tibet gewesen und sprach kein Tibetisch. Gemäß Burgess gab es bis zu seinem Umzug nach Dublin keine Beweise dafür, dass Hoskin jemals das Vereinigte Königreich verlassen hatte (Umzug nach Dublin erfolgte nach Fertigstellung von The Third Eye).<ref>Phil Hine: One from the vaults: The Fantastic World of Lobsang Rampa. Publishing The Third Eye. In: enfolding.org - Powered by WordPress. 17. Dezember 2013, abgerufen am 23. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „Burgess stated that until he moved to Dublin there was no evidence that Hoskin had ever left the UK.“</ref> Die Ergebnisse von Burgess Untersuchung wurden im Februar 1958 in der Zeitung Daily Mail veröffentlicht.<ref>Donald S. Lopez Jr.: Lobsang Rampa: The Mystery of the Three-Eyed Lama. In: Tricycle: The Buddhist Review. Abgerufen am 18. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „The FULL truth about the Bogus Lama, screamed the Daily Express. During the first week of February 1958, the Bogus Lama was the main story in the British press.“</ref> Rampa wurde daraufhin von der britischen Presse in Howth (Irland) aufgespürt und mit den Ergebnissen der Ermittlungen konfrontiert.<ref>R.B. Russell and Rosalie Parker: The Strange Case of Tuesday Lobsang Rampa. In: Tartarus Press. 7. August 2025, abgerufen am 28. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „The Third Eye had been such an international bestseller that the world’s press turned up in Howth, outside the Rampas’ house, demanding interviews and photographs.“</ref>
Rampas Transmigrationsthese
Rampa leugnete nicht, als Cyril Henry Hoskin geboren worden zu sein, erklärte jedoch, dass sein Körper vom Geist des tibetischen Mönchs Lobsang Rampa übernommen worden sei.<ref> „The question that comes to mind is, did Lobsang Rampa knowingly create a fiction about his life, or did he really believe what he said had happened to him? It is an impossible question to answer, and one major difficulty in making a fair assessment is that Rampa only made public his story of transmigration after he had been exposed as Cyril Henry Hoskin.“</ref> Nach seinen Angaben war er in seinem Garten in Thames Ditton, Grafschaft Surrey, beim Versuch, eine Eule zu fotografieren, von einer Tanne gefallen. Während er bewusstlos auf dem Boden gelegen habe, sei ihm ein tibetischer Mönch in einer safrangelben Robe erschienen. Dieser habe mit ihm über Lobsang Rampa und die Übernahme seines Körpers gesprochen. Hoskin habe dem Tausch zugestimmt, da er mit seinem Leben unzufrieden gewesen sei.<ref></ref>
Rampa schilderte die angebliche Übernahme des Körpers von Cyril Henry Hoskin, eine sogenannte Transmigration (Seelenwanderung), ausführlich in seinen Büchern Die Rampa Story<ref></ref> und Wie es war!<ref></ref>. Seiner Darstellung zufolge sei dieser ungewöhnliche Schritt erforderlich gewesen, da sein ursprünglicher (tibetischer) Körper infolge der Belastungen seines bisherigen Lebens schwer gezeichnet und dem Ende nahe gewesen sei. Um seine Lebensaufgabe dennoch fortsetzen zu können, habe er daher einen anderen Körper übernehmen müssen.<ref></ref> Rampas Beschreibung des Körperwechsels ähnelt in vieler Hinsicht dem Phänomen, das im esoterischen Kontext als „Walk-in“ bezeichnet wird.<ref>Walk-in – Schamanisches Lexikon. In: Shamanic Berlin. Abgerufen am 11. Dezember 2025.</ref><ref>Sandra Weber: Walk-In & Walk-Out: Seelentausch im Körper. In: THEKI Academy GmbH & Co. KG. 13. August 2022, abgerufen am 11. Dezember 2025.</ref><ref>R.B. Russell and Rosalie Parker: The Strange Case of Tuesday Lobsang Rampa. In: Tartarus Press. 7. August 2025, abgerufen am 28. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „Rampa had thus written the book, and Hoskin was just the vehicle! In modern occult parlance, Ramps was a „walk-in“.“</ref>
Reaktionen der Öffentlichkeit
Während Rampas Darstellung seiner angeblichen Transmigration vor allem unter seinen Lesern und in esoterischen Kreisen Anklang fand, stieß sie in der breiten Öffentlichkeit nahezu ausschließlich auf Skepsis und Ablehnung. Seine Behauptung wurde mit Unglauben und Spott aufgenommen.<ref>Jade Merzel: Plunging into Deception: Lobsang Rampa’s Journey from Plumber to Monk. In: Medium. 28. August 2023, abgerufen am 17. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „It was an audacious claim, one that was met with incredulity and derision.“</ref> Aufgrund der als unhaltbar betrachteten Transmigrationsthese wurde Rampa wiederholt bewusste Irreführung und Täuschung vorgeworfen. Als Autor sah er sich daher immer wieder mit Kontroversen über seine Identität und die Echtheit seiner Aussagen konfrontiert, wobei Kritiker argumentierten, dass er kein tibetischer Lama, sondern ein westlicher Schriftsteller sei – ein Vorwurf, der erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit seiner Schilderungen der tibetischen Kultur aufwarf.<ref>Donald S. Lopez Jr.: Lobsang Rampa: The Mystery of the Three-Eyed Lama. In: Tricycle: The Buddhist Review. Abgerufen am 30. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), enthält Zitat des Tibetologen David Snellgrove). „This is a shameless book.“</ref><ref>Donald S. Lopez Jr.: Lobsang Rampa: The Mystery of the Three-Eyed Lama. In: Tricycle: The Buddhist Review. Abgerufen am 30. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), enthält Zitat des Tibetologen Hugh Richardson). „There are innumerable wild inaccuracies about Tibetan life and manners ...“</ref>
Weitere Publikationen und unveränderte Position
Ungeachtet der Kontroverse um seine Person und der Kritik an The Third Eye (1956) veröffentlichte Rampa 1959 das Buch Doctor from Lhasa<ref></ref> und 1960 The Rampa Story.<ref></ref> Zusammen mit The Third Eye bildeten diese Werke eine Trilogie, die Rampa als autobiografisch darstellte.
Obwohl Rampa bereits 1958 als Cyril Henry Hoskin identifiziert wurde, hielt er bis ans Ende seines Lebens an der Behauptung fest, dass alles, was er geschrieben habe, der Wahrheit entspreche.<ref> „Alle meine Bücher beruhen auf der Wahrheit und alle meine Behauptungen sind absolut wahr.“</ref>
Bekanntheit und Reichweite
Rampa erlangte mit seinem Erstlingswerk The Third Eye (1956) internationale Bekanntheit; das Buch wurde ein Bestseller und in zahlreiche Sprachen übersetzt.<ref>Donald S. Lopez Jr.: Lobsang Rampa: The Mystery of the Three-Eyed Lama. In: Tricycle: The Buddhist Review. 1998, abgerufen am 28. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „The Third Eye introduced Tibet and Tibetan Buddhism to hundreds of thousands of readers in Europe and America in the 1950s and ’60s.“</ref> Mit seinen Werken popularisierte er Themen wie Aura, Astralreisen, Reinkarnation und Karma und machte sie einem westlichen Lesepublikum zugänglich, lange bevor Esoterik breitere Strömungen erreichte.<ref> „Not only did he popularise many of the concepts of the movement, but he enhanced and embellished others, and of course, his most obvious contribution the discussion was his concept of a phyical ‘Third Eye’.“</ref><ref> „It is difficult to measure exactly how influential Rampa was, but he was noticeably in the vanguard when presenting his ideas.“</ref> Seine Werke prägten die westliche Wahrnehmung des tibetischen Buddhismus, stießen jedoch auf Kritik, da sie nicht mit traditionellen Lehren übereinstimmen.<ref></ref><ref>David Michie: Who was Lobsang Rampa, really? In: davidmichie.com. 2. Dezember 2023, abgerufen am 29. Dezember 2025. „I know that there are many who still regard him as an extraordinary spiritual being and teacher. Rampaism is definitely a thing. But it doesn’t have much to do with mainstream Tibetan Buddhism.“</ref>
Trotz der umstrittenen Authentizität seiner Lebensgeschichte beeinflussten seine Schriften die Esoterik- und New-Age-Bewegung nachhaltig.<ref> „Rampa not only borrowed heavily from the New Age movement and the zeitgeist of the time, but through his books he actively contributed to it.“</ref><ref>R.B. Russell and Rosalie Parker: T. Lobsang Rampa: The Unbelievable Lama. In: Tartarus Press. 12. September 2025, abgerufen am 28. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „His [Rampas] Corgi paperbacks were always in the New Age, Mind/Body/Spirit sections of secondhand bookshops...“</ref> Viele Leser gaben an, durch seine Werke erstmals mit Spiritualität, Meditation und östlichen Philosophien in Kontakt gekommen zu sein.<ref>The Third Eye – Book Review. In: sobrief.com. Abgerufen am 24. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „Despite controversy, … many readers found the book fascinating, offering a unique perspective on Tibetan culture and Buddhism. Some were deeply moved by the spiritual concepts presented …“</ref> Auch verschiedene Tibetologen und Buddhologen berichteten, dass die Lektüre von Rampas Büchern erstmals ihr Interesse an Tibet geweckt habe und dieses in einigen Fällen zu einer vertieften Beschäftigung mit dem Thema führte.<ref>Phil Hine: One from the vaults: The Fantastic World of Lobsang Rampa – II. Rampa as a „Mystifier“. In: enfolding.org - Powered by WordPress. 24. Dezember 2013, abgerufen am 28. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), enthält Aussage des Tibetologen Donald S. Lopez Jr.). „Lopez says that he has met many Tibetologists and Buddhologists who told him that it was reading the Rampa books which gave them the initial fascination with the world he described that led to them becoming professional scholars and that some said that despite he was a fraud, he had a „good effect.““</ref><ref>David Bramwell: The Tibetan lama who was really a plumber from Devon. In: The Guardian. 17. Mai 2020, abgerufen am 28. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „History should not judge Rampa, who died in 1981, too harshly. Many leading Tibetologists admit that he set them on their paths, and the Dalai Lama has acknowledged Rampa’s role in drawing attention to the plight of his country.“</ref><ref>David Michie: A few words about Lobsang Rampa. 30. November 2015, abgerufen am 23. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „The curious thing is how much of a positive impact Lobsang Rampa made, despite the inauthenticity of his books. […] Each of us [group of Buddhists] had our own story. But a very interesting point of consistency was: “Of course, I read some of those books by Lobsang Rampa which had made me curious …”</ref>
Seine in vergleichsweise einfacher Sprache verfassten Bücher trugen dazu bei, spirituelle Konzepte einem breiten Publikum verständlich zu machen. Keines seiner späteren Bücher erreichte jedoch den großen Erfolg seines ersten Buches The Third Eye, das bis heute zu Rampas bekanntesten und meistdiskutierten Veröffentlichungen zählt.<ref>Patrick Mariathasan: Der Lama. In: Der Spiegel. 11. Februar 1958, abgerufen am 22. November 2025.</ref>
Der Erfolg Rampas und die anhaltende Wirkung seiner Bücher trotz vielfacher Widerlegung werden häufig mit zeitgenössischen Strömungen erklärt, insbesondere mit dem starken westlichen Interesse an „östlicher Weisheit“ sowie der Suche nach alternativen Weltbildern.<ref>Phil Hine: One from the vaults: The Fantastic World of Lobsang Rampa – III. In: enfolding.org. 3. Januar 2014, abgerufen am 27. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „Rampa’s works stand at the dawn of the 1960s, when Western fascination with Tibet, ‘Eastern mysticism’ and other forms of esoteric wisdom took on new heights of popularity.“</ref><ref> „However, through the 1950s and 1960s Rampa’s books resonated with many in the New Age, countercultural, ‘mind body and spirit’ movements.“</ref> Rampa griff diese Strömungen auf, indem er seine Werke als eine Mischung aus autobiografisch dargestellten Erlebnissen und spirituellen Lehren präsentierte.
Haltung des 14. Dalai Lama zu Lobsang Rampa
Lobsang Rampa stellte sich in seinen Veröffentlichungen stets als Tibeter dar und setzte sich trotz der Zweifel an seiner Identität und der Kritik an seinen Büchern für die tibetische Sache ein, wobei er wiederholt seine Sympathie für das tibetische Volk und dessen geistige Tradition bekundete.<ref> „Ich bin Tibeter. Einer der wenigen, die in diese fremdartige westliche Welt gekommen sind.“</ref><ref> „Was hatten wir verbrochen? Wir waren doch ein friedliebendes Volk, das nichts anderes wollte, als sich spirituell weiterzuentwickeln.“</ref><ref> „Ich war so voller Hoffnung, Tibet helfen zu können.“</ref>
1972 schrieb sein französischer Literaturagent Alain Stanké an den Dalai Lama und bat um eine Einschätzung zu Rampas Identität. Er erhielt eine Antwort von Lobsang Wangchuk, dem stellvertretenden Sekretär des Dalai Lama, in der es hieß:
“I wish to inform you that we do not place credence in the books written by the so-called Dr. T. Lobsang Rampa. His works are highly imaginative and fictional in nature.”
„Ich möchte Sie darüber informieren, dass wir den Büchern des sogenannten Dr. T. Lobsang Rampa keinen Glauben schenken. Seine Werke sind in hohem Maße phantasievoll und ihrem Wesen nach fiktional.“
Der Dalai Lama hatte zuvor eingeräumt, dass die Bücher zwar erfunden seien, jedoch dazu beigetragen hätten, Tibet größere Aufmerksamkeit zu verschaffen.<ref>David Bramwell: The Tibetan lama who was really a plumber from Devon. In: The Guardian. 17. Mai 2020, abgerufen am 3. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „…the Dalai Lama has acknowledged Rampa’s role in drawing attention to the plight of his country.“</ref><ref>Kristine De Abreu: Lobsang Rampa: The British Plumber Who Claimed to be a Tibetan Monk. In: ExplorersWeb. 29. Januar 2023, abgerufen am 17. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „They [Rampa’s motives] also brought much-needed attention to the Tibet Independence Movement. Even the Dalai Lama, who opposed his works and discredited his story, conceded to him this one point.“</ref> In einem späteren Bericht wird ihm die scherzhafte Bemerkung zugeschrieben, man müsse Lobsang Rampa „beinahe danken, er habe viel Publicity für Tibet gemacht.“<ref>Jean-François Mayer: Quand l’Occident se passionne pour un Tibet imaginaire… La supercherie du faux lama Lobsang Rampa. In: La Liberté. Fribourg 23. Juni 1984 (Wochenend-Doppelausgabe, später als Wiederabdruck/Manuskript 1985 zugänglich. Mayer zitiert darin eine humorvolle Bemerkung des Dalai Lama).</ref>
Hintergründe zum Bestseller The Third Eye
Nach eigenen Angaben hatte Rampa in den 1950er Jahren in London Schwierigkeiten, eine dauerhafte Beschäftigung zu finden.<ref> „Ich suchte nach wie vor weiter nach einer Festanstellung.“</ref> Er gab an, seinen Lebensunterhalt zeitweise mit Gelegenheitsarbeiten bestritten und sich in finanziell angespannter Lage befunden zu haben.<ref> „Alles, was ich wollte, war eine Arbeit, die uns genug Geld einbrachte, um zu überleben, …“</ref><ref>Religion: Private v. Third Eye. In: Time Magazine. 17. Februar 1958, abgerufen am 26. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „When he was sacked some time later, he took to ‘spivving’ it and writing occasional magazines and articles.“</ref> Nach Zeitungsberichten und Untersuchungen war Rampa vor seiner schriftstellerischen Tätigkeit vorwiegend im Bereich der Herstellung medizinisch-technischer Hilfsmittel tätig (engl. surgical fitter).<ref>Donald S. Lopez Jr.: Lobsang Rampa: The Mystery of the Three-Eyed Lama. In: Tricycle Magazine. 1998, abgerufen am 26. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „According to the detective [Burgess], Hoskin had been in London ever since moving there in 1940 and finding work at a surgical fittings manufacturer.“</ref><ref>R.B. Russell: T. Lobsang Rampa And Other Characters of Questionable Faith. In: Tartarus Press. 30. September 2025, abgerufen am 23. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „The bulk of the book is taken up by Ray's biography of Rampa, born Cyril Henry Hoskin, a former surgical fitter from Plympton in Devon, who, in a 1956 "autobiography" called, The Third Eye, claimed to be, or perhaps to be home to, a reincarnated Tibetan Buddhist Lama named Tuesday Lobsang Rampa.“</ref><ref>Lobsang Rampa. Biographical details. In: kwize, the literary search engine. Abgerufen am 23. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „Despite his extensive output, including The Rampa Story, investigations uncovered Hoskin’s background as a surgical fitter from Devon,…“</ref>
Nach eigener Darstellung sei er schließlich durch einen Bekannten auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht worden, als „Ghostwriter“ tätig zu werden.<ref> “Oh!” said a friend, “you can do free-lance writing, ‘ghost’ writing. Have you thought of that?”</ref> Dieser habe ihn anschließend mit dem Literaturagenten Cyrus Brooks von A. M. Heath in London bekannt gemacht.<ref>Der Lama. In: Der Spiegel. 11. Februar 1958, abgerufen am 28. März 2026. „Auf die Idee, sich als Schriftsteller zu versuchen, kam Hoskins durch die Bekanntschaft mit Cyrus Brooks, einem Mitglied der in England wohlrenommierten literarischen Agentur Messrs. A.M. Heath.“</ref> Rampa sei in der Annahme dort erschienen, vielleicht eine Anstellung als technischer Autor zu bekommen, da er in diesem Bereich tätig war und sich zuvor auf solche Stellen beworben hatte.<ref> „K. [Kuan] wanted Brooks to find him work writing advertising material for medical supplies. Why medical supplies, Brooks had inquired? At this point K. had taken from his briefcase a certificate of considerable elaboration ...“</ref><ref> „Vor einiger Zeit hatte ich auf eine Anzeige geantwortet, in der ein technischer Autor gesucht wurde, …“</ref> Beim ersten Treffen mit Brooks brachte er ein Manuskript über (medizinische) Korsetts mit.<ref>Religion: Private v. Third Eye. In: Time Magazine. 17. Februar 1958, abgerufen am 27. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „To Literary Agent Cyrus Brooks he brought a manuscript on corsets and such a high, wide and fancy load of Himalayan snow that Brooks suggested he forget corsets and set to work on "The Third Eye" instead.“</ref><ref> „She [Rampas wife] said she was Scotch and a State Registered Nurse, and in addition to the boutique she and her husband sold medical corsetry. (Endnotes [80]: Important but unromantic work, ‘medical corsetry’ is a euphemism for trusses – support used by men suffering from hernias.)“</ref> Als Rampa auf seine vermeintliche Biografie zu sprechen kam und Dokumente aus China vorlegte, zeigte Brooks großes Interesse und bat ihn, seine Geschichte aufzuschreiben.<ref>Lobsang Rampa: Der Lama. In: Der Spiegel. 11. Februar 1958, abgerufen am 26. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „Bevor Hoskins entlarvt wurde, rühmte sich Brooks, er sei es gewesen, der den Dr. Kuan überredet habe, seine Erinnerungen zu schreiben.“</ref><ref>History. 1955. In: A.M.Heath Literary Agents. Abgerufen am 23. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Im Abschnitt „History/1955“ wird die Zusammenarbeit mit Lobsang Rampa in der Firmengeschichte vereinfacht dargestellt.).</ref> Rampa gab an, dass ihm diese Vorstellung zunächst wenig zusagte, da seine finanzielle Lage jedoch nur wenig Spielraum zuließ, stimmte er zu.<ref> „Dr. Kuan had ostensibly only agreed to write his autobiography ‘after severe pressure on a number of occasions’ from Brooks.“</ref><ref> „Die Finanzen hatten einen bedenklichen Tiefstand erreicht. Doch ich verabscheute den Gedanken immer noch, über mich selbst zu schreiben.“</ref><ref> „Doch stattdessen kannte er [Brooks] einen Teil meiner Geschichte und überredete mich, wenn auch widerwillig, ein Buch zu schreiben. Man durfte nicht allzu wählerisch sein, wenn der Hunger schon vor der Türe stand und hart dagegen klopfte.“</ref> Vom literarischen Ergebnis überzeugt, vermittelte Brooks daraufhin einen Vertrag mit dem Verlag Secker & Warburg in London.<ref>History. 1955. In: A.M.Heath Literary Agents. Abgerufen am 23. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „Intrigued by a client as extraordinary as this, Cyrus secured a deal with Secker & Warburg, who published the book in 1956.“</ref>
Um Rampas Aussagen zu überprüfen, sandte der Verleger Fredric Warburg das Manuskript vor der Veröffentlichung an nahezu zwanzig Gutachter mit besonderen Kenntnissen auf diesem Gebiet.<ref> „In an attempt to obtain confirmation of the Author's statements the Publishers submitted the MS (i.e. manuscript) to nearly twenty readers, all persons of intelligence and experience, some with special knowledge of the subject.“</ref> Ihre Beurteilungen fielen teilweise sehr kritisch aus.<ref> „My own opinion is that the author is some sort of psychopath living in a private neurotic world of his own. It is even likely that he has persuaded himself that all this occult nonsense is true…“</ref> So wurden die von Rampa angeführten geographischen Angaben, Beschreibungen buddhistischer Praktiken sowie kulturelle und soziale Verhältnisse Tibets teilweise als ungenau oder eindeutig falsch beurteilt.<ref> „Even before The Third Eye was published, commentators pointed out errors and fabrications in Rampa’s book, all of which suggest that the author had no personal experience of Tibet, let alone life inside a Tibetan monastery. These ranged from mistakes about simple matters of diet, dress, custom and tradition, …“</ref> Gleichzeitig fielen die Einschätzungen der Sachverständigen oft uneinheitlich aus.<ref> „Their opinions were so contradictory that no positive result emerged. Some questioned the accuracy of one section, some of another; what was doubted by one expert was accepted unquestioningly by another.“</ref> Der Umstand, dass Rampa kein Tibetisch sprach, verstärkte die Zweifel Warburgs zusätzlich.<ref> „At this later meeting, Warburg accused Kuan of having no knowledge of the Tibetan language and of having copied Tibetan script from other freely available sources.“</ref> Er ließ Rampa zu sich kommen und warf ihm vor, ein Hochstapler zu sein.<ref> „Warburg's doubts became overwhelming and he sent for Dr. Kuan, accusing him of being a fake.“</ref> Rampa wies diesen Vorwurf entschieden zurück, selbst als Warburg anbot, das Buch als Fiktion zu veröffentlichen. Einige Wochen später kündigte Warburg den Vertrag mit Rampa.<ref> „Warburg was in a quandary. The criticisms were so contradictory. A few weeks later he cancelled the contract and demanded the advance from Dr. Kuan, …“</ref> Nach der Kündigung wandte sich Rampa in einem Brief an seinen Verleger und schrieb:
“I am leaving England today – a very sick man indeed. What any of you think of the book does not matter to me now. I wrote the TRUTH.”
„Ich verlasse England heute – ein sehr kranker Mann. Was irgendjemand von Ihnen über das Buch denken mag, ist mir jetzt egal. Ich habe die WAHRHEIT geschrieben.“
Warburg überdachte seine Entscheidung schließlich, denn trotz des Misstrauens gegenüber den Angaben des Autors, zeichnete sich das Werk als äußerst vielversprechend ab. Er beschloss, das Buch zu veröffentlichen, ließ ihm jedoch ein Vorwort voranstellen, in dem der Verlag darauf hinwies, dass die Authentizität der geschilderten Erlebnisse nicht bestätigt werden könne.<ref> „The autobiography of a Tibetan lama is a unique record of experience and, as such, inevitably hard to corroborate.“</ref> Das Buch wurde 1956 veröffentlicht und verkaufte sich in den ersten achtzehn Monaten über 300.000-mal.<ref>Donald S. Lopez Jr.: Lobsang Rampa: The Mystery of the Three-Eyed Lama. In: Tricycle. 1998, abgerufen am 23. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „Rampa’s book sold 300,000 copies in the first eighteen months after publication.“</ref>
Die frühen Umstände von Rampas schriftstellerischem Wirken warfen jedoch verschiedene ungeklärte Fragen auf. So blieb ungeklärt, auf welcher Grundlage Rampa (damals unter dem rechtlich geänderten Namen Carl Kuon Suo) über Dokumente verfügte, die ihn als Absolvent eines Medizinstudiums an der Universität Chungking in China auswiesen. Ebenso wurde nicht abschließend geklärt, wie er zu Unterlagen gelangte, aus denen hervorging, dass er als Lama des Potala-Klosters in Lhasa galt.<ref> „Lobsang Rampa has provided documentary evidence that he holds medical degrees of the University of Chungking and in those documents he is described as a Lama of the Potala Monastery of Lhasa.“</ref>
Unabhängig von der späteren Kritik wurde Rampas schriftstellerisches Können als bemerkenswert wahrgenommen, insbesondere vor dem Hintergrund seines bekannten Bildungswegs und seiner zuvor ausgeübten beruflichen Tätigkeiten. Innerhalb kurzer Zeit gelang es ihm, mit The Third Eye ein Werk vorzulegen, das internationale Aufmerksamkeit erlangte und sich zu einem Bestseller entwickelte.<ref>Phil Hine: One from the vaults: The Fantastic World of Lobsang Rampa. Publishing The Third Eye. In: enfolding.org - Powered by WordPress. 17. Dezember 2013, abgerufen am 23. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „1956 saw the first British publication of a book called The Third Eye – described in glowing terms by the Times Literary Supplement as “becoming a near work of art” whilst The Observer called it “an extraordinary and exciting book.”“</ref>
Rezeption
Zeitgenössische Rezeption
Die Reaktionen auf die esoterischen Inhalte in den Werken von Lobsang Rampa fielen zum Zeitpunkt ihres Erscheinens überwiegend kritisch aus. Insbesondere nach der Veröffentlichung von The Third Eye (1956) stießen seine Darstellungen im westlichen Kulturkreis auf scharfe Ablehnung, da sie Themen behandelten, die außerhalb der etablierten religiösen, wissenschaftlichen und philosophischen Diskurse lagen.<ref></ref>
Nach der späteren Aufdeckung Rampas als Pseudonymautor (1958) verschob sich der Schwerpunkt der Rezeption zusätzlich, da der Wahrheitsgehalt seiner autobiografischen Darstellungen von vielen Zeitgenossen grundsätzlich infrage gestellt wurde, sodass nicht mehr der Inhalt seiner Werke, sondern die als Täuschung bewertete Autorschaft in den Vordergrund trat.<ref>Karl-Stephan Bouthillette: Relire T. LOBSANG RAMPA. Analyse d'un mythe moderne. Éditions Universitaires Européennes, 2016, ISBN 978-3-639-50242-8 (Karl-Stephan Bouthillette, der sich in einer wissenschaftlichen Arbeit mit dem Werk Lobsang Rampas befasst, vertritt in seiner Analyse eine vergleichsweise differenzierte Sichtweise. Er erklärt (org. französisch)). „Rampa ist ein Produkt der westlichen Kultur. Wenn ihn manche als einen Sonderling dargestellt haben, dann deshalb, weil sie nicht erkannt haben, in welchem Maße sein Werk die Vorstellungswelt des Westens widerspiegelt, und weil sie nicht bereit waren zu akzeptieren, dass sich darin bedeutsame Offenbarungen finden – zwar nicht über Tibet, wohl aber über die innersten Sehnsüchte einer wachsenden Zahl ihrer Landsleute. [Er kommt zu dem Schluss, dass] … auch wenn das Interesse an Rampa inzwischen nachgelassen hat, der Mythos, der ihn belebte, dennoch weiterwirkt und sich, in abgewandelter Form, im Gefüge von Lehren und Praktiken einer nicht unerheblichen Zahl von Anhängern populärer Spiritualität verkörpert.“</ref>
Spätere Bewertung
Im Laufe der folgenden Jahrzehnte, vor allem in der Hochphase der New-Age-Bewegung (1970er- und 1980er-Jahre), ließ die anfänglich starke Polarisierung Rampas deutlich nach.<ref></ref> Esoterische und spirituelle Themen fanden zunehmend Eingang in populärkulturelle, psychologische und interdisziplinäre Diskurse, auch wenn sie weiterhin nicht empirisch belegt sind. Zahlreiche Autoren griffen vergleichbare Themen auf und veröffentlichten entsprechende Werke, wodurch diese Inhalte einem breiteren Publikum zugänglich wurden.<ref>Barbara Ann Brennan: Hands of Light: A Guide to Healing Through the Human Energy Field. Transworld Publishers Ltd, London 1988, ISBN 978-0-553-34539-1.</ref><ref>Christopher Hills: Nuclear Evolution: Discovery of the Rainbow Body. University of the Trees Press, Boulder, Colorado 1977, ISBN 978-0-916438-09-8.</ref>
Konzepte wie Astralreisen oder außerkörperliche Erfahrung, wie sie Rampa beschrieb, waren im westlichen Denken zur Zeit seiner frühen Veröffentlichungen wenig verbreitet und fanden weder in den etablierten westlichen Religionen eine nennenswerte Entsprechung noch in der akademischen Forschung Anerkennung als eigenständige Phänomene. Heute wird solchen Erfahrungen zwar weiterhin kein gesicherter wissenschaftlicher Status zugesprochen, sie finden jedoch im Zusammenhang mit subjektiven Berichten, insbesondere zu Nahtoderfahrungen, eine offenere und differenziertere Betrachtung.<ref></ref><ref></ref><ref></ref>
Insgesamt ist festzustellen, dass Fragen des Bewusstseins und die damit verbundenen Phänomene heute deutlich stärker im öffentlichen und wissenschaftsnahen Diskurs präsent sind als zur Zeit von Rampas frühen Veröffentlichungen. Auch kontroverse Positionen finden heute eher Raum für Diskussion, während sie zum Zeitpunkt des Erscheinens von The Third Eye weitgehend tabuisiert oder pauschal zurückgewiesen wurden.
Ungeachtet dieser Entwicklung setzt sich die Kontroverse um Rampa selbst fort. Seine Behauptung, in Wirklichkeit ein tibetischer Lama zu sein, der durch Transmigration den Körper des Engländers Cyril Henry Hoskin übernommen habe, gilt weiterhin als zentraler Kritikpunkt an seiner Person und seinen Werken.
Rampas Bücher gelten heute als Teil der esoterischen Literatur – weniger als historische Darstellungen des tibetischen Buddhismus oder des tibetischen Lebens, sondern vielmehr als Ausdruck seiner spirituellen Sichtweise und persönlichen, nicht verifizierbaren Erfahrungen.
Leben
Frühe Jahre und Werdegang
Cyril Henry Hoskin wurde am 8. April 1910 in Plympton St. Maurice, Devon, geboren, wo er auch aufwuchs.<ref> „Burgess reported correctly that Tuesday Lobsang Rampa was born Cyril Henry Hoskin on 8th April 1910, at Plympton St. Maurice in Devon, England.“</ref> Im Alter von fünfzehn Jahren verließ Hoskin die Schule und absolvierte anschließend eine Lehre bei einem Kraftfahrzeugbetrieb in Plymouth, danach arbeitete er im väterlichen Klempnerbetrieb.<ref> „Cyril did leave school at fifteen, as Burgess reported, although this was not unusual in 1925. […] He says upon leaving school he was apprenticed to a motor engineering business which supplied and serviced cars and motorcycles. The business, R. Humm and Co, was at 80-81 Old Town Street in nearby Plymouth.“</ref><ref> „Hoskin’s father, Joseph, initially kept a plumber’s shop in the Ridgeway at Plympton although, later, he was also a dealer in bicycles and electrical equipment.“</ref> Gemäß zeitgenössischen Berichten war er bereits in jungen Jahren gesundheitlich angeschlagen.<ref> „Cyril’s various attempts to find employment outside his father’s business appear to have been hampered by ill-health. He says he contracted tuberculosis as a young adult, and also had serious problems with his eyesight.“</ref>
In den folgenden Jahren versuchte Hoskin, seine beruflichen Perspektiven durch Fernkurse zu verbessern.<ref> „He began taking correspondence courses in an attempt to increase his employment prospects, and says he also trained as a radio operator at a school outside Southampton.”</ref> Er absolvierte unter anderem eine Ausbildung zum Funker<ref> „There is no particular reason to dispute his claim that he passed his examinations to receive a license as a first-class wireless operator, and he may well have worked as such […] (Endnotes [69]: Hoskin is noted as a wireless operator in the 1936 UK Postal Service Appointment Book.)“</ref> und besuchte Kurse am Royal Sanitary Institute in London, wo er ein Zertifikat als Rauchinspektor erwarb.<ref> „Rather more believable is his assertion that he later attended classes at the Royal Sanitary Institute in London and passed their examination, receiving a certificate as a smoke inspector. (Air pollution in British cities was horrific before the Clean Air Acts of 1956 and 1968.)“</ref> Später war er unter anderem bei einem Hersteller medizinisch-technischer Instrumente in Middlesex beschäftigt und soll dort auch im Bereich Werbung und Anpassung medizinisch-technischer Hilfsmittel tätig gewesen sein (engl. surgical fitter).<ref> „By this time [1937], Cyril had found a job with a surgical appliance manufacturer in Perivale, Middlesex, […]“</ref><ref>Donald S. Lopez Jr.: Lobsang Rampa: The Mystery of the Three-Eyed Lama. In: Tricycle Magazine. 1998, abgerufen am 26. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „According to the detective [Burgess], Hoskin had been in London ever since moving there in 1940 and finding work at a ‘surgical fittings manufacturer’.“</ref>
1940 heiratete er Sarah Anne Pattinson und zog mit ihr nach London.<ref> „On 13th August, 1940, he [Hoskin] married Sarah Anne Pattinson, a nurse at a Richmond hospital.“</ref> Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Hoskin zeitweise als Brandwächter im Luftschutz.<ref> „In 1941, Mrs and Mrs Hoskin were living at 22 Ovington Court SW3, London. Early in the Second World War, Cyril was, for a time, on fire watch - a distinctly dangerous undertaking, especially during the blitz.“</ref> Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen wurde er als untauglich für den Militärdienst eingestuft.<ref> „At this time, Cyril Hoskin received his call-up papers. He presented himself, as required, to the Board of Medical Examiners, who sent him to hospital, doubting that he had ever really suffered from T.B. […] Hoskin would end up being classed as ‘Grade Four’; unfit for military service.“</ref> Nach Kriegszerstörungen verlor das Ehepaar sowohl seine Wohnung in London als auch seinen Arbeitsplatz<ref> „He and Sarah lost their accommodation due to bombing, and the surgical outfitters premises were also destroyed by enemy action.“</ref> und zog später nach Weybridge, wo Hoskin für eine Fernschule arbeitete.<ref> „To become a ‘correspondence clerk’ he had to move to Weybridge in Surrey, and initially the Hoskins took a flat provided by the firm, over a garage.“</ref> Nach seiner Kündigung kehrten Hoskin und seine Frau zunächst nach London zurück und zogen anschließend nach Thames Ditton in der Grafschaft Surrey<ref> „Rampa says that he and Sarah moved to Thames Ditton, at which time he could not find work, in part because he had voluntarily left his previous employment, and, as he wrote, preference was given to returning servicemen.“</ref> (wo nach seinen Angaben die Transmigration von Lobsang Rampa in den Körper von Cyril Henry Hoskin stattgefunden haben soll).<ref></ref><ref></ref> In der Folge zogen sie nach Bayswater, einem Stadtteil im Westen Londons.<ref> „Burgess was back on Hoskin’s track in 1954 when he was living in Bayswater.“</ref>
Schriftstellerische Tätigkeit
Während Rampa sein erstes Buch The Third Eye schrieb, lebte er mit seiner Frau in London. Da sich seine angeschlagene Gesundheit durch das dortige Klima verschlechterte, verließen sie die Stadt nach Fertigstellung des Buches und zogen nach Irland, zunächst nach Dublin und später nach Howth.<ref></ref><ref></ref> Doch angesichts der in Irland erhobenen hohen Steuern sowie wiederholter, aufdringlicher Besuche von Pressevertretern und Anhängern an seinem Wohnsitz zog Rampa 1959 mit seiner Frau Sarah (San Ra’ab) und seiner Adoptivtochter Sheelagh Rouse („Butterblume“) nach Kanada.<ref></ref><ref>R.B. Russell and Rosalie Parker: The Strange Case of Tuesday Lobsang Rampa. In: Tartarus Press. 7. August 2025, abgerufen am 28. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „The writer Eric Newby was sent as an emissary for Rampa’s publisher, Fredric Warburg, and he remembers reporters with mirrors on sticks, trying to see in through the upstairs windows. They were even going through the Rampas rubbish bins.“</ref><ref> „Doch später, als wir nach Irland zogen, starteten diese Personen eine groß angelegte Pressekampagne gegen mich.“</ref>
Seine schriftstellerische Zeit war von zahlreichen Umzügen innerhalb Kanadas geprägt, unter anderem nach Windsor, Tecumseh, Prescott, Saint John, Montréal, Vancouver und Calgary.<ref>R. B. Russell; Rosalie Parker: The Strange Case of Tuesday Lobsang Rampa. In: Tartarus Press. Abgerufen am 26. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „He would go on to live a peripatetic life in Canada, accompanied until his death by his wife and Sheelagh Rouse …“</ref><ref></ref> Rampa lebte zudem mit der Familie etwas mehr als zwei Jahre in Uruguay, bevor er gegen Ende der 1960er Jahre wieder nach Kanada zurückkehrte.<ref> „Although our stay in Uruguay lasted little more that two years we …“</ref> Dort erhielten er und seine Frau im Jahr 1973 die kanadische Staatsbürgerschaft.<ref>David Michie: A few words about Lobsang Rampa. In: Substack. 30. November 2015, abgerufen am 14. September 2025. „He and his wife, San Ra’ab, became Canadian citizens in 1973, along with Sheelagh Rouse (Buttercup) who was his secretary and regarded by Rampa as his adopted daughter.“</ref>
Nebst seiner schriftstellerischen Tätigkeit beantwortete Rampa nach eigenen Angaben den Großteil der an ihn gerichteten Leserbriefe. Er erklärte, täglich hätten ihn mehrere Dutzend Zuschriften erreicht.<ref> „Ich erhielt jeden Tag bis zu dreißig, vierzig Briefe, die ich gewissenhaft beantwortet habe.“</ref> Häufig wiederkehrende Fragen nahm er in seine Bücher auf und behandelte sie dort ausführlich. Einige seiner Werke sind in Form von Antworten auf Leserfragen gestaltet.<ref></ref><ref></ref><ref></ref>
Der kommerzielle Erfolg seines Erstlingswerks The Third Eye ermöglichte Rampa anfänglich einen komfortablen Lebensstandard.<ref> „Wir hatten Glück, ein Haus mieten zu können, von dem aus man die Balscadden Bay überblicken konnte. Es war ein Haus mit einer wirklich atemberaubenden Aussicht.“</ref><ref>R. B. Russell; Rosalie Parker: The Strange Case of Tuesday Lobsang Rampa. In: Tartarus Press. Abgerufen am 26. November 2025.</ref> Da jedoch keines seiner späteren Bücher an den Erfolg des Debüts anknüpfte, gingen seine Einnahmen in den folgenden Jahren deutlich zurück, zusätzlich belastet durch hohe Kosten für medizinische Behandlungen.<ref> „Deshalb konnte sich der Alte Mann [Rampa] in dem noch jungen, geschäftigen Kanada keine medizinische Versorgung leisten, und so litt er, weil ihm das Geld für die teuren medizinischen Behandlungen fehlte.“</ref> Seine zahlreichen Umzüge innerhalb Kanadas ließen ebenfalls keinen wohlhabenden Lebensstil zu, wie er ihm häufig nachgesagt wurde. Zeitzeugen schildern ihn überwiegend als einfachen, zurückgezogen lebenden Schriftsteller,<ref> „The few people who have met him say he is quiet and kindly.“</ref> während zeitgenössische Presseberichte seine Öffentlichkeitsscheu als Versuch deuteten, unangenehmen Fragen auszuweichen.<ref>Der Lama. In: Der Spiegel. 11. Februar 1958, abgerufen am 17. Dezember 2025. „Einem Reporter der Londoner Daily Mail, die als erstes Blatt die Enthüllungen veröffentlicht hatte, verweigerte er den Zutritt. […] Er weigerte sich auch, andere Menschen zu empfangen, da er ohnehin mit einer Herz-Thrombose zu Bett liege.“</ref><ref>Michael Buckley: Rampa T. Lobsang. In: ABC BookWorld. 2009, abgerufen am 17. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „Lobsang Rampa (not his real name) was a refugee of the celebrity kind, on the run from news hounds. While he revelled in the attention he got from his books, he hated to be recognized in person.“</ref>
Mit zunehmendem Alter verschlechterte sich Rampas Gesundheitszustand.<ref>R.B. Russell and Rosalie Parker: The Strange Case of Tuesday Lobsang Rampa. In: Tartarus Press. 7. August 2025, abgerufen am 28. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „He was undoubtedly quite an unwell man for much of his life, but he would go on to live until he was seventy.“</ref> In seinen letzten Jahren war er auf einen Rollstuhl angewiesen und verbrachte die meiste Zeit im Bett.<ref> „Wheelchair bound in his later years, Rampa rarely ventured out in public …“</ref><ref> „Rampa was cursed by ill health. He suffered from coronary thrombosis, diabetes, arthritis and paraplegia …“</ref><ref> „Ich bin an den Rollstuhl oder an das Bett gefesselt.“</ref> Seine Frau, eine frühere Krankenschwester, übernahm die Pflege;<ref> „On 13th August, 1940, he [Hoskin] married Sarah Anne Pattinson, a nurse at a Richmond hospital.“</ref> seine Adoptivtochter trat in die Rolle der Sekretärin und tippte die meisten seiner Manuskripte für ihn.<ref> „I am not able to type, so Buttercup [Sheelagh Rouse] the Benevolent is typing for me as she has typed most of my books—typed them well too, by the way.“</ref>
Lobsang Rampa starb am 25. Januar 1981 im Alter von 70 Jahren in der Notaufnahme des Foothills Hospital in Calgary, Kanada.<ref>T. Lobsang Rampa. obituary. In: The Time Archiv. 31. Januar 1981, abgerufen am 28. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „T. Lobsang Rampa, author of the bestseller The Third Eye and other works on Tibetan mysticism, died in Canada on January 25 [1981], at the age of 70.“</ref><ref> „In an emergency ward of the Foothills Hospital in Calgary, Canada, the famous author and mystic known as Tuesday Lobsang Rampa also [in January 1981] breathed his last after decades of ill health.“</ref>
Inhaltliche Schwerpunkte seiner Werke
Die insgesamt 19 Bücher von T. Lobsang Rampa behandeln vor allem Themen aus dem Bereich der Spiritualität, Esoterik, Mystik, Metaphysik und des Okkultismus. Sie sind geprägt von Schilderungen über tibetische Weisheit, Astralreisen und metaphysische Konzepte, die Rampa als authentische Erfahrungen darstellt.
Rampas Schilderungen zum „dritten Auge“ und zur Wahrnehmung der Aura
Der Titel seines Bestsellers Das dritte Auge bezieht sich auf das im Buch beschriebene Öffnen des sogenannten „dritten Auges“ an der Stirn. Rampa behauptete, dieses sei ihm als junger Mönch im Lamakloster Chakpori (Kloster für Medizin und Heilkunst) in Lhasa durch einen chirurgischen Eingriff geöffnet worden.<ref></ref> Das „dritte Auge“ habe ihm die Fähigkeit verliehen, die Aura von Menschen zu sehen. Nach seinen eigenen Angaben sei er bereits von Natur aus hellsichtig gewesen, doch die Öffnung des „dritten Auges“ habe diese Fähigkeit zusätzlich verstärkt.<ref> „Mein Erlangen des ‚dritten Auges‘ war schmerzvoll gewesen. Meine angeborene hellseherische Kraft wurde dadurch noch verstärkt.“</ref>
Nach der Öffnung des „dritten Auges“ soll Rampas tibetischer Lehrer und Mentor zu ihm gesagt haben:
„Du bist jetzt einer von uns, Lobsang. Für den Rest deines Lebens wirst du die Menschen so sehen, wie sie sind, und nicht wie sie zu sein vorgeben.“
Rampa beschreibt die Aura als eine reale Lebenskraft, die aus einer brillantfarbenen Ausstrahlung besteht und sich von den verschiedenen Energiezentren des physischen Körpers zu anderen Zentren hin erstreckt.<ref> „Die Aura ist eine reale Lebenskraft.“</ref><ref> „Die Aura besteht aus einer brillantfarbenen Ausstrahlung, die sich von den verschiedenen Zentren des physischen Körpers zu anderen Zentren des Körpers erstrecken.“</ref> Dabei nehme die Aura eine eiförmige Form an, die sich nach unten hin verjünge. Die unterschiedlichen Farben, die man seiner Auffassung nach in der Aura sehen könne, deutet er als verschiedene Frequenzen eines besonderen Teils des Spektrums.<ref> „Die Aura besteht, wie wir bereits gesagt haben, aus verschiedenen Farben. Wir möchten Sie jedoch darauf hinweisen, dass das, was wir als Farbe bezeichnen, lediglich ein besonderer Teil des Spektrums ist.“</ref> Anhand dieser Farben, so Rampa, lasse sich sowohl der Gesundheitszustand einzelner Organe als auch die Charaktereigenschaften und die spirituelle Entwicklung einer Person erkennen. Außerdem, schreibt er, zeigen sich in der äußeren Hülle der Aura Bilder von Gedanken, die von Hellsichtigen wahrgenommen werden können.<ref> „Während man denkt, projiziert man die Gedanken vom Gehirn durch den Ätherkörper und durch die Aura hindurch auf diese aurische Hülle. Und hier auf der äußeren Hüllenoberfläche entstehen die Bilder der Gedanken.“</ref>
Rampa behauptete, in Tibet im Sehen von Auren unterrichtet worden zu sein, und beschrieb, welche Möglichkeiten sich durch die Öffnung des „dritten Auges“ ergeben hätten. So berichtete er, als junger Mönch im Auftrag des 13. Dalai Lama die Aura ausländischer Besucher bei Audienzen beobachtet und diesem anschließend ihre Gedanken und wahren Absichten mitgeteilt zu haben.<ref></ref>
Da sich Rampas Schilderungen über die Aura, das „dritte Auge“ und die Ausbildung in einem tibetischen Kloster weder wissenschaftlich belegen noch mit den nachweisbaren Lebensdaten von Cyril Henry Hoskin in Einklang bringen lassen, gelten seine Ausführungen als literarische Fiktion und reine Erfindung.
Die Darstellung Tibets in Rampas Werken
Die Erzählungen von Lobsang Rampa finden überwiegend in Tibet statt. In seinen Büchern berichtet er neben Schilderungen des Klosterlebens unter anderem von angeblichen Sichtungen von Yetis im Norden Tibets sowie von Flügen in einem manntragenden Flugdrachen im Himalaya-Gebiet.<ref></ref><ref></ref> Zudem schildert er Expeditionen in verborgene Höhlen des tibetischen Gebirges, in denen sich seinen Berichten zufolge ein intaktes Raumschiff<ref></ref> und Artefakte einer längst vergangenen Zivilisation befunden haben sollen.<ref></ref> Eine weitere Expedition soll ihn in das Hochland von Chang Tang geführt haben, das er mit dem sagenhaften Shambhala in Verbindung brachte, wo er nach eigenen Angaben eine verborgene Stadt betreten habe, die seit der Sintflut nahezu unversehrt in einem abgeschlossenen Talkessel existiere.<ref></ref> Rampa betonte dabei stets, dass es sich bei all diesen Schilderungen um eigene Erlebnisse handle.<ref> „Dieses Buch, wie alle meine Bücher, sind WAHR!“</ref>
Kritiker bewerten die von Rampa geschilderten Ereignisse als unhaltbar und ordnen sie der literarischen Freiheit zu, was zu dem Vorwurf führte, Tibet zu mystifizieren und ein romantisiertes sowie verzerrtes Bild des Landes zu zeichnen.<ref>Thierry Dodin; Heinz Räther: Imagining Tibet: Perceptions, Projections, and Fantasies. (PDF) In: Internet Archive. 2001, abgerufen am 25. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), enthält The Image of Tibet of the Great Mystifiers, by Donald S. Lopez, Jr.). „If Rampa does not belong with Roerich, David-Néel, and Govinda for these reasons, he is often listed with them presumably because they were all, in some sense, "mystifiers."“</ref><ref>Ludmilla Tüting: Dossier: Der Tibet-Mythos. In: Brot für die Welt / Tourism Watch. 15. Februar 2000, abgerufen am 25. Dezember 2025. „Auf einer anderen Ebene erreicht der ‚Mystifizierer‘ T. Lobsang Rampa durch seine vermeintlichen Memoiren Das Dritte Auge (Goldmann) und eine Reihe weiterer Bücher seit 1956 Millionenauflagen.“</ref> In der Kritik wird darauf hingewiesen, dass seine Darstellungen stark von esoterischen Motiven geprägt seien und auf seinen persönlichen spirituellen Sichtweisen beruhen.<ref>Peter Bishop: The Myth of Shangri-La. (PDF) Tibet, Travel Writing and the Western Creation of Sacred Landscape. 1989, abgerufen am 25. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „Claims made by Blavatsky about mahatmas in the Himalayas had evolved a hundred years later into the kitsch absurdities and occult extravaganzas of Lobsang Rampa.“</ref> In diesem Zusammenhang verwendeten Kritiker gelegentlich den aus seinem Namen abgeleiteten Begriff Rampaismus.<ref>Agehananda Bharati: The Origin and Persistence of Rampaism. In: Tibet Society Bulletin. 1974, abgerufen am 25. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Rampas Ansichten über Wiedergeburt und Lebensplanung
Rampa vertrat die Auffassung, dass der Mensch im Innersten ein geistiges Wesen sei, das einen physischen Körper besitzt, um in der materiellen Welt Erfahrungen zu sammeln.<ref> „Der physische Körper ist das Mittel, durch das die unsterbliche Seele oder das Über-Ich in einem materiellem Leben Erfahrungen sammeln kann. Der physische Körper ist lediglich ein Instrument oder eine Marionette.“</ref><ref> „Wir kommen auf diese Erde und auf andere Planeten und inkarnieren. Das heißt, wir begeben uns in einen physischen Körper, um Lektionen zu lernen, doch die können nicht gelernt werden, solange wir uns in der geistigen Welt aufhalten.“</ref> Dieses Wesen plane das Erdenleben in der geistigen Welt so, dass möglichst viele Erfahrungen und Erkenntnisse gewonnen werden können; dazu werden auch Leid, Mühen und schwierige Prüfungen eingeplant.<ref> „Anschließend entscheidet man [in der Astralwelt], möglicherweise mit Hilfe von Beratern, was man tun möchte, um in seiner Entwicklung weiterzukommen.“</ref> Die Erde bezeichnete Rampa daher als „Hölle“, als Welt der Mühsale und als Prüfungsort, an dem der Geist durch Leiden geläutert werde.<ref> „Nun, die Erde ist eine der Höllen. Sie ist die Hölle, in der wir körperliche Erfahrungen machen und die Hölle der Illusionen erleben.“</ref><ref> „Diese Welt, dieses Leben, ist die Hölle. Sie ist ein Prüfungsort, an dem unser Geist durch das Leiden geläutert wird, indem er lernt seinen grobstofflichen Körper zu kontrollieren.“</ref><ref> „Glauben Sie mir, wenn ich sage, dass die Hölle auf der Erde ist. Die Erde ist eine Trainingsschule!“</ref>
„Dies ist eine Welt der Leiden. Sie ist eine Ausbildungsstätte. Sie ist in gewisser Weise eine Besserungsanstalt.“
Zwar sei Leiden nach Rampa nicht unbedingt notwendig, um Erkenntnisse zu gewinnen, doch betrachtete er es als Tatsache, dass die Not den Menschen weit schneller und dauerhafter lehre als die Freundlichkeit.<ref> „Denn es ist eine traurige Tatsache, dass uns die Not viel schneller und dauerhafter lehrt, als dass es die Freundlichkeit tut.“</ref><ref> „Die Menschen lernen nicht durch Freundlichkeit, sondern nur durch Schmerz und Not.“</ref> Ziel sei es, sich mit jedem Erdenleben weiterzuentwickeln, bis man das gelernt hat, was man sich vorgenommen hat, um schließlich nicht mehr auf die Erde zurückkehren zu müssen.<ref> „Und solange man keine Fortschritte erzielt, wird man immer wieder auf diese trostlose alte Welt zurückkehren müssen.“</ref><ref> „Sie sind auf der Erde, um etwas zu lernen, und wenn Sie das, wozu Sie auf die Erde gekommen sind, gelernt haben, dann werden Sie von allen Bindungen und Fesseln der Erde befreit sein.“</ref> Obwohl Rampa dies nicht ausdrücklich formulierte, lässt sich daraus ein gewisses Verständnis vom Sinn des Lebens ableiten.
Rampa betonte in diesem Zusammenhang stets, dass Suizid nie Teil eines Lebensplans sei. Ein Suizid stelle aus seiner Sicht immer den Abbruch dessen dar, was man sich für das betreffende Erdenleben vorgenommen habe.<ref> „Und wenn wir Selbstmord begehen, dann laufen wir vor den Vereinbarungen davon, die wir selbst für unsere eigene Weiterentwicklung getroffen haben.“</ref> Nach Rampas Darstellung kommt ein Mensch, der sein Leben eigenmächtig beendet, ausnahmslos auf eine niedere Astralebene.<ref> „Diese Ebene wird als die niedere Astralebene bezeichnet. Ihre Bevölkerung besteht ausschließlich aus Selbstmördern auf der Durchreise, weil, wie ich bereits gesagt habe, Selbstmord ein Verbrechen ist, und diejenigen, die Selbstmord begehen, geistig instabil sind.“</ref> Von dort habe er unweigerlich eine neue Inkarnation zu planen, um die ursprünglich vorgesehenen, aber nicht gelebten Lebensjahre nachzuholen – dies jedoch unter ungünstigeren Bedingungen.<ref></ref>
Vorstellungen von Astralwelt, Astralkörper und Astralreisen bei Rampa
Ein zentrales Thema in Rampas Werken ist die Darstellung der Astralwelt sowie die Beschreibung des Astralkörpers<ref>Astralkörper. In: YogaWiki. Abgerufen am 7. Januar 2026.</ref> und der Möglichkeit des Astralreisens. Die Astralwelt beschreibt er als eine nichtmaterielle Daseinsebene, die zwischen der physischen Welt und den höheren geistigen Ebenen liegt. Zudem schilderte er in mehreren Büchern die Vorstellung eines feinstofflichen Körpers, des sogenannten Astralkörpers, der sich gewöhnlich innerhalb des physischen Körpers befindet und durch eine „Silberschnur“ mit diesem verbunden sei.<ref></ref>
Nach Rampas Angaben sei es mit Übung möglich, die Loslösung des Astralkörpers bewusst herbeizuführen und sich dadurch frei im Raum zu bewegen oder auf andere astrale Ebenen zu gelangen. Die „Silberschnur“, welche beide Körper verbindet, könne sich dabei unbegrenzt ausdehnen.<ref> „Diese Schnur ist unendlich dehnbar und ohne jegliche Begrenzung.“</ref> Im Astralkörper seien alle Sinne vorhanden, wenn auch nicht physisch. Wahrnehmungen wie Hören, Sehen, Riechen und Fühlen erfolgten unmittelbarer und mit besonderer Klarheit.<ref> „Man kann hören und sehen, riechen und fühlen – und das mit hundertprozentiger Klarheit, bei jeder Astralreise.“</ref> Rampas Schilderungen weisen dabei Parallelen zum allgemein bekannten Phänomen der Außerkörperlichen Erfahrung auf.<ref></ref>
Nach Rampas Auffassung sei das sogenannte Astralreisen ein natürlicher Vorgang und ungefährlich, solange man dabei keine Angst habe.<ref> „Es ist einfach und ganz natürlich.“</ref><ref> „Astralreisen ist absolut sicher. Man kann dabei nicht zu Schaden kommen, und solange Sie keine Angst haben, kann Ihnen überhaupt nichts geschehen.“</ref> Er unterschied dabei zwischen bewussten und unbewussten Astralreisen: Bewusste Astralreisen erlaubten nach seiner Darstellung eine gezielte Bewegung und vollständige Erinnerung an die gemachten Erfahrungen, während unbewusste Astralreisen entweder gar nicht in Erinnerung blieben oder nur verzerrt, bruchstückhaft beziehungsweise in Form von Träumen wahrgenommen würden.<ref> „Tatsächlich unternehmen wir alle Astralreisen. Die meisten Menschen sind sich jedoch dessen nicht bewusst, und wenn sie eine Erfahrung machen, an die sie sich am Morgen nur vage erinnern, halten sie sie für einen Traum oder schreiben es der Fantasie zu.“</ref>
Rampa behauptete von sich selbst, bewusste Astralreisen unternehmen zu können, und schilderte entsprechende Erfahrungen in seinen Werken.<ref></ref><ref></ref> Zudem ermutigte er seine Leser, das Astralreisen zu üben, und bot dazu praktische Hinweise und Übungen an.<ref></ref><ref></ref><ref></ref>
Rampas Konzept des Über-Ichs
In seinen Büchern spricht Rampa häufig vom sogenannten Über-Ich<ref></ref> (nicht zu verwechseln mit dem freudschen Über-Ich). Nach seiner Darstellung handelt es sich dabei um das wahre „Ich“<ref></ref><ref></ref> (im englischen Original: the real „I“<ref></ref><ref></ref>), um die Seele – jenes höhere Wesen, das uns von einer fernen Existenzebene aus lenkt.<ref></ref> Rampa beschreibt es als ein geistiges Wesen, das unseren physischen Körper benutzt, um auf der Erde Dinge zu lernen, die in der Seelen- oder Geisteswelt nicht gelernt werden können.<ref> „Das Über-Ich kann aus sich selbst heraus kein Verlangen, kein Leiden, keine Freude usw. erfahren. Jedenfalls nicht so, WIE WIR ES AUF DER ERDE KENNEN.“</ref><ref></ref> Gemäß Rampa sind wir berechtigt, uns selbst als Erweiterungen des Über-Ichs zu betrachten – eines Wesens, das so hoch vergeistigt, so weit jenseitig und so hoch entwickelt ist, dass es auf uns angewiesen ist, um Eindrücke von dem zu sammeln, was auf dieser Erde geschieht.<ref> „Wir sind also berechtigt, uns selbst als Erweiterungen des Über-Ichs zu betrachten – eines Wesens, das so hoch vergeistigt, so weit jenseitig und so hoch entwickelt ist, dass es auf uns angewiesen ist, um Eindrücke von dem zu sammeln, was auf dieser Erde geschieht.“</ref> Rampa legte sich jedoch in Bezug auf die Bezeichnung Über-Ich nicht eindeutig fest.<ref> „Weil es für das Über-Ich oder die Seele, oder wie auch immer du es nennen möchtest, notwendig ist, Erfahrungen in der Materie zu sammeln.“</ref><ref> „Seele, Über-Ich, Geist oder wie?“</ref><ref> „Die Seele, der Geist, das Über-Ich, nenne es wie du willst, ist alles, was es zu beachten gilt.“</ref>
„Die Menschen begeben sich auf die Erde, um bestimmte Dinge zu erreichen, um zu lernen und um gewisse Mühsale zu erfahren, damit der Geist oder die Seele oder das Über-Ich – nennen Sie es, wie Sie wollen – dadurch geläutert und gestärkt werden kann.“
Im englischen Original verwendet er den Begriff Overself, den er mit Ausdrücken wie Super-Ego, Super-Being, Overseer, Adhyatma, Soul, the real „I“<ref></ref>, Higher Self<ref></ref> und Spirit<ref> „Soul, Overself, Spirit, or what?“</ref> gleichsetzt. Diese Gleichsetzungen beruhen auf seiner eigenen Interpretation und entsprechen keiner etablierten Definition. Die offene Begriffsauswahl deutet darauf hin, dass Overself eher als ein konzeptioneller Ausdruck zu verstehen ist.
Darstellung des Lebens nach dem Tod in Rampas Werken
In Rampas späteren Werken nimmt das Thema Leben nach dem Tod einen zentralen und wiederkehrenden Stellenwert ein und entsprach offenbar einem starken Interesse seiner Leserschaft.<ref></ref><ref> „Beim Durchgehen all der Fragen fällt besonders die große Zahl der Menschen auf, die schrieben: Erzählen Sie uns bitte etwas über das Leben nach dem Tod und über das Sterben.“</ref> Rampa schildert den Prozess des Sterbens sowie den Übergang auf die andere Seite ausführlich.<ref></ref> Dabei vertritt er die Auffassung, dass die individuellen Glaubensvorstellungen eines Menschen dessen Erleben nach dem Tod maßgeblich beeinflussen.
Nach Rampas Darstellung begegnet der Verstorbene im Jenseits zunächst genau dem, woran er zu Lebzeiten geglaubt hat. Abhängig von diesen Überzeugungen gelange er in eine individuell geprägte (astrale) Welt, die durch die eigenen Erwartungen und Glaubensbilder hervorgebracht werde.<ref></ref><ref></ref> Diese Scheinwelt bestehe so lange, bis sie als solche erkannt werde.<ref> „Nach und nach erkennt der Neuankömmling, dass das Ganze nur ein Theaterspiel ist. Er beginnt sich zu fragen, was sich hinter alldem verbirgt, was hinter den Vorhängen und Kulissen liegt und wie die Dinge in Wirklichkeit sind. Und in dem Moment, in dem er so zu denken beginnt, erkennt er erste ‚Risse‘ in der Fassade der himmlischen Erscheinung.“</ref> Erst mit dieser Erkenntnis löse sie sich auf und gebe den Blick frei auf eine astrale Welt, die Rampa als außergewöhnlich schön beschreibt und die dem individuellen Wesen vollständig entspreche.<ref> „Der Park übertraf alles, was Hogy je zuvor in seinem Leben gesehen hatte – in seinem Leben auf der Erde natürlich. Das Gras strahlte in einem besonders angenehmen Grünton. Es blühten Blumen, die er noch nie zuvor gesehen hatte, und er wusste, dass es keine Blumen waren, die es auf der Erde gab. Die Gehwege waren wunderschön gepflegt, und nirgendwo lag ein Stäubchen oder Unrat herum.“</ref> Gemäß Rampa könne man auf dieser Daseinsebene nur auf jene treffen, mit denen man verträglich sei; Begegnungen mit Personen, zu denen keine harmonische Beziehung bestehe oder bestanden habe, seien ausgeschlossen, da dies eine Disharmonie darstelle, die auf dieser Ebene nicht möglich sei.<ref> „Denn wenn man auf der Anderen Seite ankommt, begegnet man nur jenen, mit denen man kompatibel ist.“</ref>
Oft nähmen geliebte Personen den Neuankömmling in Empfang und gewährten ihm eine angemessene Zeit, um sich von dem Übergang zu erholen.<ref> „Sie [die Sterbenden] wirken tatsächlich so, als seien ihnen gerade geliebte Menschen begegnet – und das ist in der Tat auch der Fall! Wenn Ihre Zeit naht, diese Erde zu verlassen, dann seien Sie guten Mutes, denn man wird Sie empfangen und Ihnen helfen, und es gibt überhaupt nichts zu fürchten.“</ref> Anschließend werde er in die sogenannte „Halle der Erinnerung“ geführt, die Rampa mit dem Fegefeuer in Verbindung bringt.<ref> „Wenn wir diese Erde verlassen, müssen wir allein in die Halle der Erinnerung eintreten.“</ref><ref> „Dies [das Fegefeuer] ist nicht die Hölle. Es ist nichts Dergleichen. Es ist eher so etwas wie ‚die Halle der Erinnerung‘ in der Astralwelt.“</ref> Dort erhalte er eine Rückschau auf seine vergangenen Leben und sehe alles, was er getan habe, alles, was er zu tun versucht habe, und alles, was er habe tun wollen.<ref> „Er begibt sich in die Halle der Erinnerung und betritt dort allein einen Raum, in dem er sein ganzes Leben sieht: alles, was er getan hat, alles, was er zu tun versuchte, und alles, was er tun wollte.“</ref><ref> „Wenn man in die Astralwelt eingeht, nachdem man dieses Leben verlassen hat, wird man natürlich zunächst die Halle der Erinnerung aufsuchen. Dort wird man alles sehen, was einem widerfahren ist – nicht nur im soeben beendeten Leben, sondern auch in früheren Leben.“</ref> Nach Rampas Darstellung richte allein der Betroffene selbst über sein Leben – es erfolge weder ein göttliches Gericht noch eine teuflische Bestrafung.<ref> „Wenn ihr die Halle der Erinnerung erreicht, wirst du sie betreten. Und dort wirst du allein dein Leben sehen – so, wie es war, und so, wie es hätte sein sollen. Nur du allein wirst über deinen Erfolg oder deine verfehlten Bemühungen urteilen. Es gibt kein anderes Gericht, keine Hölle außer der, die dein eigenes Gewissen dir auferlegt. Es gibt weder ewige Verdammnis noch Qualen.“</ref> Nach dieser Rückschau bleibe ihm die Wahl, in der Astralwelt zu verbleiben oder erneut auf der Erde zu inkarnieren, um noch nicht gelernte Lektionen nachzuholen.<ref> „Falls du dein Leben verfehlt hast, liegt die Entscheidung allein bei dir, ob du zu einem späteren Zeitpunkt auf die Erde zurückkehren und einen neuen Versuch wagen möchtest.“</ref>
Werke
Bücher (Originaltitel)
Bücher (deutschsprachige Titel)
Nicht autorisierte Veröffentlichungen
- My Visit to Venus wurde von Lobsang Rampa nicht autorisiert. Zwar stammen einige der darin enthaltenen Texte von ihm, die daraus entstandene Buchfassung jedoch nicht.<ref> „This book containing parts of my work and filled out with a lot of blurb was published entirely without my permission and entirely against my wishes.“</ref> Sie wurde von Gray Barker (Saucerian Books) zusammengestellt, der Rampas Namen und Artikel ohne dessen Zustimmung verwendete, während Rampa in Uruguay lebte.<ref>Research Material - My Visit to Venus. In: LobsangRampa.org. Abgerufen am 28. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch der Titel des Buches geht auf Barker zurück, ebenso wie die im Buch enthaltenen Illustrationen, die nicht von Rampa stammen.<ref> „During their absence in South America Gray Baker published uncopyrighted extracts that Rampa had once written but discarded, calling it My Visit to Venus.“</ref><ref> „It is just a few pages containing some articles which I wrote years ago, and it contains some—well, I consider them off-beat—illustrations not done by me.“</ref> Nach Rampas eigenen Angaben umfassten die ursprünglichen Artikel nur wenige Seiten<ref> „This book containing parts of my work and filled out with a lot of blurb was published entirely without my permission and entirely against my wishes.“</ref>, die zuvor in verschiedenen UFO-Magazinen veröffentlicht worden waren.<ref> „Prior to Barker's book, it had been published in various magazines such as the British Flving Saucer Review, magazines by Ray Palmer and a tabloid edition by Rigberg…“</ref> Aus finanziellen wie auch aus gesundheitlichen Gründen konnte Rampa nicht gegen dieses Plagiat vorgehen.<ref> „I disclaim that book altogether and to my way of thinking it is plagiarism. But the lawyers would not do anything unless I could appear in court, and how can I when I am bedridden?“</ref> Rampa sprach sich entschieden gegen dieses Buch aus und empfahl es ausdrücklich nicht.<ref> „Another person writes in referring to ‚My Visit to Venus‘, but let me state here and now that I definitely, definitely, definitely do not recommend that ‚book‘.“</ref> Er widersetzte sich zudem der Veröffentlichung, musste sie jedoch schließlich hinnehmen und bat Barker, die Tantiemen wenigstens zu spenden.<ref> „Rampa strongly objected but there was no recourse and he only relented on the proviso that the royalties be sent to The Save the Cat League.“</ref> Inwieweit die veröffentlichte Fassung tatsächlich authentisches Material Rampas enthält, lässt sich heute nicht mehr eindeutig feststellen. In späteren Verlagstexten wurde die Entstehung des Buches damit erklärt, Barker habe das Manuskript „aus dem Papierkorb gerettet“.<ref name="dustbin">My Visit to Venus (Unabridged). In: Apple Books. Abgerufen am 12. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „It was rescued from the dustbin by Gray Barker, …“</ref>
- My Visit to Agharta soll aus dem Nachlass von James („Jim“) Sylvester Rigberg stammen, dem Herausgeber des Flying Saucer News Newsletters und Betreiber des Flying Saucer News Bookstore im Stadtteil Spanish Harlem in New York City. Laut dem Vorwort von My Visit to Agharta habe sich Rampa mit Rigberg angefreundet und ihm aus Gefälligkeit abgelehnte Texte zugesandt. Einer dieser Umschläge habe die Geschichte über seine angebliche Reise ins Innere der Erde enthalten.<ref>My Visit to Agharta. In: Internet Archive. Abgerufen am 30. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Da My Visit to Agharta erst lange nach Rampas Tod veröffentlicht wurde, lässt sich die Urheberschaft nicht zweifelsfrei belegen.<ref>Karen Mutton: T. Lobsang Rampa: New Age Trailblazer. (PDF) Recent Discoveries. In: Nexus. nexusmagazine.com, Mai 2006, S. 54, abgerufen am 29. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). „While this story has a feelgood ‚New Age’ appeal, it does not sound like a Rampa creation. More suspiciously, Rampa’s secretary Sheelagh Rouse has no recollection of ever typing it or anything of that genre.“</ref>
- Dieses Buch entstand nicht in Zusammenarbeit mit T. Lobsang Rampa. Es stammt ausschließlich von einer Autorin namens Tuella, die behauptet, die Informationen telepathisch von Lobsang Rampa erhalten zu haben. Rampa distanzierte sich bereits zu Lebzeiten von entsprechenden Behauptungen über telepathische Mitwirkung.<ref></ref>
Diskografie
LP / Vinyl
- Meditation. A Touchstones Ltd. 1969, AR 887, UK (englisch, Monolog / Spoken Word)
- The Power Of Prayer. Saucerian Records, USA 1967, NO 169 (englisch, Monolog / Spoken Word). Nach Rampas eigenen Angaben war diese Aufnahme nie zur Veröffentlichung bestimmt; er distanzierte sich deutlich von ihr. Sie wurde von Gray Barker (Saucerian Records) ohne seine Erlaubnis und gegen seinen Willen veröffentlicht, während Rampa in Uruguay lebte.<ref> „The same applies to a record, The Power of Prayer! I definitely do not recommend it. […] It is just something that I made many, many years ago, and when I left North America to go to South America I was informed that this record had been made without my permission, without my desire, during my absence from the continent.“</ref>
Literatur
Von Sarah (Mama San Ra’ab) Rampa, seiner Ehefrau
Von Sheelagh Rouse, seiner Adoptivtochter
Weitere Literatur
Weblinks
- Literatur von und über Lobsang Rampa im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Tuesday Lobsang Rampa – Englische Website mit freiem PDF-Download aller Bücher von T. Lobsang Rampa (englisch).
- Internet-Archiv – Freier PDF-Download aller Bücher von T. Lobsang Rampa auf Internet Archive (deutsch).
Einzelnachweise
<references responsive />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rampa, Lobsang |
| ALTERNATIVNAMEN | Hoskin, Cyril Henry (wirklicher Name); Rampa, Lobsang Tuesday (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | englischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 8. April 1910 |
| GEBURTSORT | Plympton, Devonshire, England |
| STERBEDATUM | 25. Januar 1981 |
| STERBEORT | Calgary |