Dehlitz (Saale)
Dehlitz Stadt Lützen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(540)&title=Dehlitz 51° 14′ N, 12° 1′ O
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| Höhe: | 109 m | |||||
| Fläche: | 8,78 km² | |||||
| Einwohner: | ca. 540<ref>Ortsteil Dehlitz. In: Webauftritt. Stadt Lützen, abgerufen im Oktober 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 62 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2011 | |||||
| Postleitzahl: | 06686 | |||||
| Vorwahl: | 03443 | |||||
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Bild:Dehlitz in Lützen.svg|rahmenlos|268x335px|zentriert|Karte poly 82 904 65 869 42 867 29 860 26 838 26 814 29 784 32 776 44 772 39 729 108 687 70 649 136 638 135 625 167 606 168 597 209 590 194 564 186 558 193 552 209 546 200 526 227 518 220 503 247 505 261 526 262 538 290 532 308 544 290 559 306 584 326 617 261 647 276 697 223 723 226 746 197 747 197 778 153 787 158 829 133 816 149 870 130 873 Zorbau poly 534 564 529 549 528 541 540 538 531 521 518 515 506 511 496 493 467 484 452 474 452 458 458 435 493 440 517 443 546 444 612 458 631 390 623 364 641 374 647 429 641 455 664 465 665 494 653 491 629 488 590 491 608 512 611 537 617 555 602 564 Sössen poly 659 626 652 584 656 562 626 559 623 547 614 538 620 521 593 490 632 494 667 496 662 464 646 455 647 406 647 371 679 379 728 365 714 399 705 396 714 414 746 411 752 453 749 499 784 487 778 597 778 611 697 602 690 603 690 620 Starsiedel poly 481 435 481 406 467 362 487 283 450 267 450 291 402 280 384 268 405 170 497 155 576 144 606 146 609 176 617 212 612 220 593 203 585 223 609 240 614 250 685 296 705 306 708 334 746 349 743 368 709 371 681 371 655 368 617 361 623 400 606 458 550 447 Röcken poly 255 538 246 503 227 459 259 458 247 426 227 434 217 423 232 399 236 396 249 415 270 379 305 396 311 340 326 334 355 323 374 317 379 287 388 279 399 274 412 283 453 290 455 271 487 283 471 356 481 414 474 435 453 424 450 471 446 482 409 473 390 450 370 450 335 438 355 509 303 537 308 520 280 529 Rippach poly 337 629 452 590 493 591 494 572 535 559 525 544 537 534 526 514 505 508 496 497 474 481 450 481 431 487 405 473 409 459 387 453 364 449 341 437 347 458 359 505 315 526 305 544 305 526 291 528 308 549 296 558 306 585 315 584 Poserna poly 620 844 606 794 591 803 593 814 581 814 567 806 529 817 509 769 502 740 547 722 531 687 499 691 474 662 488 629 493 602 490 576 543 561 532 572 594 565 625 556 649 568 652 579 649 587 653 612 656 625 693 619 693 605 744 605 759 628 763 650 806 644 810 700 860 717 857 731 779 741 759 764 691 766 725 791 690 820 676 816 Muschwitz poly 810 649 769 644 756 647 750 611 749 608 790 602 790 552 782 484 750 485 750 455 744 417 734 414 714 408 714 390 722 391 725 370 787 358 831 346 872 346 876 335 894 334 913 329 944 330 976 329 1008 323 996 340 973 343 988 411 1007 467 1013 506 1035 497 1032 520 1014 535 960 597 981 662 944 670 950 706 922 708 916 684 869 684 843 662 844 650 819 647 Großgörschen poly 158 579 146 535 136 505 85 499 67 484 58 459 45 446 50 431 20 429 47 414 77 400 133 335 139 323 139 282 146 274 180 271 203 267 217 249 258 256 250 270 250 299 297 302 293 324 314 337 308 364 303 384 285 376 268 373 253 397 246 400 226 388 224 396 220 417 217 435 246 438 255 458 223 462 244 500 215 508 223 517 197 531 211 550 182 558 188 564 Dehlitz poly 747 364 743 341 725 338 711 334 708 309 617 255 615 241 599 230 590 211 599 208 620 223 626 212 617 193 617 173 617 141 582 147 585 121 591 99 602 83 672 88 722 80 746 73 706 36 741 35 753 9 788 14 837 27 872 30 857 56 841 85 843 106 885 114 870 141 878 171 928 177 941 183 966 180 970 253 982 299 982 321 975 327 922 326 884 326 870 332 855 347 808 346 776 356 Lützen rect 0 0 350 229 Burgenlandkreis desc bottom-right </imagemap>Lage von Dehlitz in Lützen
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Dehlitz (Saale) ist ein Ortsteil der Stadt Lützen im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.
Geografie
Dehlitz liegt nordöstlich von Weißenfels, an der Mündung der Rippach in die Saale. Als Ortsteile sind Lösau und Oeglitzsch ausgewiesen.
Geschichte
Erstmals wurde Dehlitz im Jahr 993 urkundlich erwähnt.
Frühe Neuzeit
Dehlitz, Oeglitzsch und Lösau gehörten bis 1815 zum Kurfürstentum Sachsen bzw. zum Königreich Sachsen. Dehlitz und Oeglitzsch lagen im hochstift-merseburgischen Amt Lützen, das seit 1561 unter kursächsischer Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Merseburg gehörte.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 84f.</ref> Lösau lag am Nordrand des kursächsischen Amts Weißenfels.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, S. 36f.</ref> Einer der drei Sprengel im Amt Weißenfels war der Gerichtsstuhl Burgwerben.<ref>Johann Ernst Fabri: Geographie für alle Stände. Ersten Theils, dritter Band, welcher den Beschluß vom fränkischen Kreise, und einige Abschnitte vom obersächsischen Kreise enthält. Schwickertscher Verlag, Leipzig 1791, S. 372 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek).</ref> Von 1656/1657 bis 1746 gehörte das Amt Weißenfels zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Weißenfels.
Am 17. Mai 1684 wurde das Pfarrhaus durch einen plötzlichen Wolkenbruch stark beschädigt. Im heutigen Ortsteil Lösau wurde 1771 in einem Beleidigungsprozess der Bauermeister Hans Manck verurteilt. Er hatte behauptet, ein Teil der Steuern, die die Bauern gezahlt hatten, würde immer verschwinden, weil es Hexengeld sei. Er musste sechs Tage ins Gefängnis und öffentlich Abbitte leisten.<ref></ref>
Ein Gedenkstein im Gutspark, der früher ein Reiterstandbild von Friedrich dem Großen trug,<ref>Siebenjähriger Krieg: Neue Gedenktafel für Schlacht bei Roßbach. In: Mitteldeutsche Zeitung. Abgerufen am 26. Mai 2021.</ref> erinnert an dessen Beobachtungspunkt in der Schlacht bei Roßbach.
19. Jahrhundert
Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen Dehlitz und Oeglitzsch mit dem Westteil des Amts Lützen und Lösau zusammen mit dem Amt Weißenfels im Jahr 1815 zu Preußen. Sie wurden 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt. Während Dehlitz und Oeglitzsch dem Kreis Merseburg<ref>Der Landkreis Merseburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Juli 2024; abgerufen am 7. August 2025.</ref> zugeordnet wurden, kam Lösau zum Kreis Weißenfels.<ref>Uli Schubert: Der Landkreis Weißenfels im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Februar 2025; abgerufen am 10. Oktober 2025.</ref>
20. und 21. Jahrhundert
Bei der ersten Kreisreform in der DDR wurden Dehlitz und Oeglitzsch am 1. Juli 1950 in den Kreis Weißenfels umgegliedert und am 20. Juli 1950 mit Lösau zur Gemeinde Dehlitz vereinigt.<ref>Dehlitz und seine Ortsteile im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie</ref><ref name="2VO-LSA-1950" /> Bei der zweiten Kreisreform 1952 kam Dehlitz zum Kreis Weißenfels im Bezirk Halle, der 1990 wieder zum Landkreis Weißenfels wurde und im Jahr 2007 im Burgenlandkreis aufging.
Die Gemeinde Dehlitz wurde per Gesetz<ref>Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt den Landkreis Burgenlandkreis betreffend.</ref> am 1. Januar 2011 in die Stadt Lützen eingemeindet<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011</ref> und verlor dadurch ihre politische Selbstständigkeit. Sie gehörte bis zu ihrer Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Lützen-Wiesengrund an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Lützen hatte und ebenfalls am 1. Januar 2011 aufhörte zu existieren.
Einwohnerentwicklung
- 1933: 400 Einwohner
- 1939: 396 Einwohner
- 2009: 544 Einwohner
Sehenswürdigkeiten / Tourismus
Bauwerke
Die Dorfkirche, erbaut um 1500, im Chorhaupt großer barocker Säulenaltar und Epitaph für J. v. Wolffersdorff von 1613, aus Alabaster und schwarzem Marmor. Im Jahr 2000 wurde der „Förderverein zur Erhaltung der Dorfkirche Dehlitz/Saale e. V.“ gegründet. Durch tatkräftigen Einsatz der Mitglieder des Vereins und die z. T. unentgeltlichen Beiträge der örtlichen Handwerksbetriebe konnten die schlimmsten Schäden behoben werden. Die Kirche dient heute wieder kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen.
Das Alte Rittergut wurde etwa 1730 von Daniel Bodo Graf von der Schulenburg als Herrenhaus errichtet. Zur gleichen Zeit hatte er den Park mit der bekannten Hängebuche angelegt. 1845 kauften die Vorfahren von Richters das Grundstück. Im Rahmen der Bodenreform enteigneten die Machthaber die Familie im Jahre 1945. Lange Zeit diente das Gebäude als Schule. Später übernahm die Gemeinde das Haus.
Am Mühlgraben, einem Nebenarm der Rippach, östlich des Ortes befindet sich die historische Wassermühle „Obermühle“, die noch als Schrotmühle betrieben wird. Ein Wasserrad treibt dort zwei Walzenstühle an.<ref>Anka Stolper-Heinike: Walzen quetschen das Korn. In: mz-web.de. 28. August 2009, abgerufen am 3. Juli 2018.</ref>
Treben
Vom ehemaligen Dorf Treben hat sich nur noch die aus dem 12. Jahrhundert stammende, in einer noch gut erkennbaren Umwallung liegende Kirche erhalten, die auf einer Anhöhe oberhalb der Mündung der Rippach in die Saale steht. Erhalten sind auch einige slawische Grabstellen aus Braunkohlenquarzit. Die Felder des 1555 verlassenen Dorfes wurden 1594 an die umliegenden Orte veräußert.
Nach Treben waren u. a. Kleben, Lösau und Nellschütz eingepfarrt.
Radwanderweg
Die Saale-Unstrut-Elster-Radacht führt durch Dehlitz.
Verkehr
In unmittelbarer Nähe der Ortschaft verläuft die Bundesstraße 87 (L188), wie auch die Bundesstraße 91, die von Halle nach Zeitz führt, und die Bundesautobahnen 9 und 38.
Durch den Ort verläuft die Bahnstrecke Großkorbetha–Deuben, auf der seit 1999 nur noch Kohlezüge zwischen Wählitz (kurz vor Hohenmölsen) und Großkorbetha verkehren.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Ortschaft
- Ernst Leberecht Wagner (1829–1888), Mediziner
- Danko von Funcke (1829–1896), Reichstagsabgeordneter und Landrat in Cottbus
- Reinhard Hauptmann (* 1947), Fußballspieler
Literatur
- Sebastian Schulze: Die Dorfkirche Dehlitz an der Saale. Sax-Verlag, Beucha 2007
Weblinks
- Website des Fördervereins zur Erhaltung der Dorfkirche Dehlitz/Saale e. V.
Einzelnachweise
<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 279 (PDF).</ref> </references>
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