Zum Inhalt springen

Sattelhof

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. Februar 2026 um 09:35 Uhr durch imported>APPERbot (Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch ("G" nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:SattelhofWeesen.jpg
Wohnhaus eines ehemaligen Sattelhofes in Weesen (Südheide)

Ein Sattelhof (auch Saddel-, Sadel-, Sedel-, Setel-, Siedel- oder Zedelhof, bisweilen auch Sedelsitz) war ein von Frondiensten und vielen Abgaben freies Gut, auf dem die Gerichtsbarkeit über die zu ihm gehörenden Höfe ruhte.<ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref>

Geschichte

Die Bezeichnung ist abgeleitet von dem mittelhochdeutschen Wort „satel“, welches ein bestimmtes Ackermaß bezeichnete, das allerdings regional von unterschiedlicher Größe war.

Diese Güter waren zwar von den Fronen befreit, es hafteten aber meistenteils andere Lasten auf ihnen. So mussten die Besitzer dieser Höfe dem Gutsherrn Pferde stellen oder einen gewissen Abgabezins erbringen.<ref>Sattelhof. In: Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 11, Heft 9/10 (bearbeitet von Heino Speer u. a.). Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 2007, ISBN 978-3-7400-1240-3, Sp. 1563–1564 (adw.uni-heidelberg.de).</ref> Im Kriegsfall war ein berittener Bewaffneter zu stellen.

Größere Sattelhöfe hatten zum Teil auch mehrere Pferde und Reiter zu stellen. Solche Höfe wurden als Sattelgüter bezeichnet.

Orte in Deutschland (Auswahl)

  • Sattelhof, Wohnplatz in Raitbach, Stadt Schopfheim, Landkreis Lörrach, Baden-Württemberg
  • Sattelhof (Schwarzach bei Nabburg), Ortsteil der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf (Bayern)
  • Sattelhof, mittelalterlicher Gutshof, heute Schlosspark Sebaldsbrück in Bremen-Sebaldsbrück
  • Sattelhof, Wohnplatz in Alsenbrück-Langmeil, einem Ortsteil der Gemeinde Winnweiler in Rheinland-Pfalz<ref>Jürgen Keddigkeit, Michael Werling, Rüdiger Schulz und Charlotte Lagemann: Otterberg, St. Maria. Zisterzienserabtei Otterburg. In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, Hans Ammerich (Hrsg.): Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden. Band 3: M–R. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern 2015, ISBN 978-3-927754-78-2, S. 524–587 (540).</ref>
  • Röderscher Sattelhof, Harzgerode, Sachsen-Anhalt
  • Sattelhof (Zwenkau), Sachsen

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein