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Tribune Company

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Tribune Media (ehemals Tribune Company) war ein US-amerikanisches Medienunternehmen mit Sitz im Tribune Tower in Chicago im US-Bundesstaat Illinois. Das Unternehmen war im Aktienindex S&P 500 gelistet. 2007 beschäftigte das Unternehmen 20.000 Mitarbeiter.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Konzernportrait auf mediadb.eu (Memento vom 3. März 2009 im Internet Archive)</ref>

Tribune Media Company

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Tm logo solo.svg
Rechtsform Corporation
ISIN US8960475031
Sitz Chicago, Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Mitarbeiterzahl 5800
Umsatz 2,01 Mrd. US-Dollar<ref>Tribune Media: SEC-Filing Form 10-K, abgerufen am 27. Mai 2019</ref>
Branche Medien
Website www.tribunemedia.com
Stand: 31. Dezember 2018

Geschichte

Die Tribune Company wurde mit der Gründung der Zeitung Chicago Daily Tribune ins Leben gerufen.

Zu den wichtigsten Tochtergesellschaften der Tribune Company gehören mehrere Tageszeitungen, darunter die Chicago Tribune, Hartford Courant, The Baltimore Sun sowie das Major-League-Baseball-Team Chicago Cubs. Die Tribune Company ist zusammen mit Time Warner auch am US-Fernseh-Network The WB beteiligt. Viele von den 23 Fernsehstationen (Stand: 2007) der Tribune Company sind dem WB-Network angeschlossen.

Am 21. August 2007 stimmten die Aktionäre der «Tribune Company» für einen Verkauf an den Multimilliardär und Immobilienunternehmer Sam Zell.<ref>Desiree J. Hanford: Tribune Shareholders Back Zell’s Takeover. In: The New York Times. 22. August 2007 (nytimes.com).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Foto von Sam Zell (Memento vom 15. Dezember 2007 im Internet Archive)</ref> Die Verkaufssumme wurde auf 13 Mrd. Dollar (9,7 Mrd. Euro) festgelegt. Am 8. Dezember 2008 hat die Tribune Company Gläubigerschutz gemäß Chapter 11 beantragt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tribune Company to Voluntarily Restructure Debt Under Chapter 11 (Memento vom 5. März 2009 im Internet Archive)</ref><ref>Tribune – Das Totenglöckchen läutet schon, sueddeutsche.de</ref> und verließ vier Jahre später das Insolvenzverfahren.

2017 übernahm die Sinclair Broadcast Group die Milliardenschulden der Tribune und zahlte nach einem Bieterkampf gegen Twenty-First Century Fox und Nexstar 43,50 US$ pro Aktie.<ref>Der US-Fernsehkonzern Sinclair Broadcast kauft für 3,9 Milliarden Dollar seinen Rivalen Tribune Media. Zusätzlich tilgt der Konzern Milliardenschulden. 8. Mai 2017, abgerufen am 4. Juli 2017.</ref> Zur Genehmigung des Deals durch die Aufsichtsbehörde FCC muss Sinclair diverse TV-Stationen abstoßen, um eine Vormachtstellung des Unternehmens auf dem TV-Markt zu verhindern.

Am 19. Oktober 2017 stimmten die Aktionäre von Tribune Media dem Verkauf zu.<ref>Patrick Hipes, Dade Hayes: Tribune Shareholders OK Sinclair Deal As Regulators Stop Clock On Review Process. In: Deadline. 19. Oktober 2017, abgerufen am 24. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 16. Juli 2018 wurde berichtet, dass der FCC-Vorsitzende Ajit Pai "ernsthafte Bedenken" gegen die Fusion hatte und eine Anhörung vor einem Verwaltungsrichter vorschlug.<ref>Harper Neidig: FCC chair rejects Sinclair-Tribune merger. In: The Hill. 16. Juli 2018, abgerufen am 24. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 9. August 2018 beschloss Tribune, von der Fusion zurückzutreten und Sinclair wegen Vertragsbruchs zu verklagen.<ref>Hadas Gold, Charles Riley: Tribune calls off $3.9 billion Sinclair media deal. 9. August 2018, abgerufen am 24. Juli 2022.</ref>

Übernahme durch die Nexstar Media Group

Im November 2018 verstärkten sich die Verkaufsgerüchte erneut, wobei Byron Allen (Gründer von Entertainment Studios),<ref>Keith J. Kelly: Byron Allen seriously interested in buying Tribune Media. In: New York Post. 9. November 2018, abgerufen am 24. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ion Media (in Partnerschaft mit Cerberus Capital Management und Hicks Equity Partners) Interesse bekundeten<ref>Bidding War for Tribune Media Taking Shape | TVWeek. Abgerufen am 24. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und die Nexstar Media Group als führender Bieter genannt wurde.<ref>Josh Kosman, Keith J. Kelly: Nexstar is leading bidder for TV-station giant Tribune Media. In: New York Post. 30. November 2018, abgerufen am 24. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 3. Dezember 2018 gab die Nexstar Media Group ihre Absicht bekannt, mit Tribune Media für 6,4 Milliarden US-Dollar zu fusionieren, wobei sie weiterhin als „Nexstar Media Group“ bekannt sein wird. Durch den Verkauf würde das Unternehmen 216 Sender in 118 Märkten erhalten, womit es knapp unter der FCC-Marktgrenze von 39 % der TV-Haushalte läge. Der Verkaufspreis spiegelt eine 45%ige Erhöhung der Bewertung gegenüber dem Angebot von Sinclair wider. Nexstar plant, im Rahmen der Übernahme einige Sender und nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte zu veräußern.<ref>Jon Lafayette: Nexstar Announces Deal to Buy Tribune for $6.4B. 3. Dezember 2018, abgerufen am 24. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 21. Januar 2019 wurde berichtet, dass die Nexstar Media Group einer Fusion mit Tribune Media für rund 4,1 Milliarden US-Dollar in bar zugestimmt hat, wodurch sie zum größten regionalen US-Fernsehsenderbetreiber wird und den Namen Nexstar übernimmt.

Am 1. August desselben Jahres genehmigte das Justizministerium der Vereinigten Staaten die Transaktion.<ref>Justice Department approves Nexstar deal for Tribune Media - Robert Feder. Abgerufen am 24. Juli 2022.</ref>

Der Verkauf wurde am 16. September von der FCC genehmigt,<ref>FCC approves Tribune Media sale: What’s next for WGN? - Robert Feder. Abgerufen am 24. Juli 2022.</ref> und am 19. September abgeschlossen.<ref>Nexstar Media Group Completes Tribune Media Acquisition Creating The Nation’s Largest Local Television Broadcaster. In: Nexstar Media Group, Inc. 19. September 2019, abgerufen am 24. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Rezeption

Der Fachdienst IfM schrieb über Bedeutung und Entwicklung des Tribune: "Die Tribune Company ist eines der traditionsreichsten Medienunternehmen der USA. Anfang 2008 vom Immobilienmogul Sam Zell übernommen, brach der Konzern bereits nach einem Jahr unter seiner enormen Schuldenlast zusammen und begab sich auf den staatlich überwachten Weg aus der Insolvenz. Nach zahlreichen Skandalen und Fällen von Missmanagement sowie der Abspaltung der Zeitungssparte hat sich Tribune wieder stabilisiert."<ref>IfM - Tribune Co./Tribune Publishing. In: www.mediadb.eu. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. August 2016; abgerufen am 8. August 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mediadb.eu</ref>

Einzelnachweise

<references />