Nempitz
Nempitz Stadt Bad Dürrenberg
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| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(297)&title=Nempitz 51° 17′ N, 12° 9′ O
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| Höhe: | 108 m | |||||
| Fläche: | 6,09 km²<ref name="Gindex" /> | |||||
| Einwohner: | ca. 297 (2011)<ref name="Gindex">Gemarkung Nempitz, Stadt Bad Dürrenberg. In: GEOindex. Abgerufen im November 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 49 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 06231 | |||||
| Vorwahl: | 03462 | |||||
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Bild:Nempitz in Bad Dürrenberg.svg|rahmenlos|268x335px|zentriert|Karte poly 770 562 749 530 727 463 725 455 674 456 671 399 699 384 722 385 742 296 733 285 725 271 731 246 737 238 739 228 767 230 795 244 825 252 849 249 868 243 880 247 905 347 953 333 986 335 1001 368 999 428 1015 433 1011 484 1009 558 984 546 911 536 878 533 878 516 825 518 818 558 Nempitz poly 288 784 271 730 202 736 113 728 99 740 46 719 54 703 96 678 110 661 143 665 169 621 165 606 110 609 107 583 107 549 85 530 74 525 82 491 115 475 140 466 137 441 159 437 178 422 169 406 144 388 128 399 128 422 107 430 77 419 16 421 38 349 6 272 87 259 78 187 100 165 82 122 102 88 152 79 144 104 219 113 269 124 294 60 288 6 333 15 368 21 369 121 363 156 441 152 472 157 481 209 484 259 443 268 444 331 431 338 431 359 388 369 371 388 366 400 371 411 366 428 347 418 330 487 380 577 385 593 369 603 399 737 346 752 Bad Dürrenberg poly 397 743 377 668 369 605 385 594 371 568 360 534 341 490 352 434 358 418 372 421 381 405 365 399 388 377 396 358 441 349 436 324 446 319 443 266 497 260 571 255 596 305 580 328 616 377 622 405 669 416 684 463 730 456 755 518 772 569 799 611 809 633 714 637 561 647 578 665 562 687 561 709 553 734 521 730 452 736 413 734 Tollwitz poly 277 880 235 861 196 845 93 818 110 750 113 739 143 736 212 742 265 736 287 762 290 787 Oebles-Schlechtewitz rect 778 3 1026 221 Saalekreis desc bottom-right </imagemap>Lage von Nempitz in Bad Dürrenberg
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Nempitz ist ein Ortsteil der Stadt Bad Dürrenberg im Saalekreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland).
Von 2006 bis 2009 gehörte Nempitz zur Verwaltungsgemeinschaft Bad Dürrenberg. Bis zur Eingemeindung nach Bad Dürrenberg am 1. Januar 2010<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010</ref> war Nempitz eine selbständige Gemeinde.
Geografie
Nempitz liegt zwischen Merseburg und Leipzig an der Landesgrenze zu Sachsen.
Wappen
Das Wappen von Nempitz zeigt im Halbrundschild auf grünem Grund eine goldene Ähre. Im Hintergrund unten rechts das verjüngende Band der Autobahn in Schwarz.
Geschichte
Die Ersterwähnung für Oetzsch als „Ovziz“ war 1197, für Nempitz 1474 und Treben 1477.<ref Name="Name2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wie der Ortsname Nempitz entstand ( vom 13. September 2010 im Internet Archive), Homepage der Stadt Bad Dürrenberg</ref> Durch die Kirche in Altranstädt erfolgte die kirchliche Betreuung in Oetzsch und Treben, welche später zum Bau von Filialkirchen in den beiden Ortschaften führte. In Oetzsch wurde eine Schule erwähnt, die Kinder aus Treben mussten in Altranstädt zur Schule gehen.<ref name="Schiffner">Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungs-Lexikon von Sachsen, Band 14 von Friedrich Adolph Schumann, Albert Schiffner S. 122–123, 1827.</ref> Die Verwaltung über die Orte Oetzsch und Treben erfolgte durch das Gut in Altranstädt, das ursprünglich eine Grangie des Zisterzienserklosters Altzelle bei Nossen war. Der Status des Klosterguts mit den zugehörigen Dörfern bestand bis zur Säkularisation des Klosters Altzelle im Jahre 1540 durch den sächsischen Herzog Heinrich den Frommen infolge der Reformation.
Verwaltungsmäßig gehörten Oetzsch, Treben und Nempitz bis 1815 zum Kurfürstentum bzw. Königreich Sachsen. Seit der Säkularisation des Altranstäder Gutshofs im Jahr 1540 kamen die zum Gutsbezirk gehörigen Orte Oetzsch und Treben als Exklaven im hochstift-merseburgischen Amt Lützen zum Kreisamt Leipzig.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 60 f.</ref> Nempitz hingegen war Amtsdorf im Amt Lützen.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 84 f.</ref> Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses wurden Treben und Oetzsch mit dem Westteil des Amts Lützen, zu dem Nempitz gehörte, im Jahr 1815 an Preußen abgetreten. Bei der politischen Neuordnung Preußens wurden sie 1816 dem Kreis Merseburg<ref>Der Landkreis Merseburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Juli 2024; abgerufen am 7. August 2025.</ref> im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem sie bis 1952 gehörten.
Die Gemeinde Nempitz entstand am 1. April 1937 aus dem Zusammenschluss der drei Ortschaften Oetzsch, Nempitz und Treben.
Am Morgen des 16. April 1945 erreichte die Kompanie I des 3. Bataillons des 9. Regimentes, dass zu dieser Zeit dem 38. Regiment der 2. Infanteriedivision der US-Streitkräfte untersteht, aus Richtung Lützen kommend, Nempitz. Nach einem kürzeren Feuergefecht ist die Ortschaft bis etwa 6 Uhr besetzt.<ref>Jürgen Möller: Kriegsschauplatz Leipziger Südraum 1945, 2011, ISBN 978-3-86777-168-9</ref>
Bei der Kreisreform in der DDR wurde die Gemeinde Nempitz im Jahr 1952 dem Kreis Merseburg im Bezirk Halle zugeteilt, der 1994 im Landkreis Merseburg-Querfurt und 2007 zum Saalekreis kam. Die Eingliederung in größere Verwaltungsgemeinschaften begann schon im Januar 1976 durch den Beschluss zur Bildung eines Gemeindeverbandes mit Bad Dürrenberg. Nach der politischen Wende 1991 trat Nempitz der Verwaltungsgemeinschaft Kötzschau bei, wandte sich aber 2006 wieder der Verwaltungsgemeinschaft Bad Dürrenberg zu, am 1. Januar 2010 wurde Nempitz bei Bad Dürrenberg eingemeindet.<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010</ref>
Letzter Bürgermeister von Nempitz war Dieter Martin.
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1925 | 273 (Oetzsch)<ref name="Verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> |
| 140 (Treben)<ref name="Verwaltungsgeschichte"/> | |
| 1933 | 509 (Nempitz)<ref name="Verwaltungsgeschichte"/> |
| 1939 | 490 (Nempitz)<ref name="Verwaltungsgeschichte"/> |
| 1949 | 868 (gesamt)<ref name="Verwaltungsgeschichte"/> |
| 2008 | 293 |
Wirtschaft und Verkehr
Im Westen der Ortschaft verläuft die A 9, zu der die Auffahrt Bad Dürrenberg führt. Zwischen dem Ort und der Autobahn entwickelte sich ab 1998 ein Autohof mit Gewerbepark auf einer Fläche von 25 ha.
Im öffentlichen Nahverkehr ist Nempitz über die Haltestellen Nempitz und Schulstr. mit folgenden Buslinien erreichbar:
- 737 (PNVG): Merseburg – Bad Dürrenberg – Nempitz – Günthersdorf
- 738 (PNVG): Merseburg – Schladebach – Nempitz
- 743 (PNVG): Merseburg – Bad Dürrenberg – Nempitz – Markranstädt
Weblinks
- Nempitzer Zeittafel (archiviert vom Original am 23. Juli 2016 auf archive.org)
Einzelnachweise
<references />