Zum Inhalt springen

Original Chip Set

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Mai 2021 um 21:01 Uhr durch imported>Zac67 (Änderung 211822885 von 216.31.64.181 rückgängig gemacht; "blitten" ist das Verb).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Amiga Original Chipset diagram.svg
Amiga-Hardwarestruktur mit dem speziellen Chip-Set

Der OCS (englische Abkürzung für Original Chip Set) war der Chipsatz der frühen Amiga-Modelle. Er wurde im Amiga 500, Amiga 1000, Amiga 1500 und Amiga 2000 verbaut. Er bestand aus den Chips Agnus, Denise und Paula. Diese Aufteilung auf drei Chips war durch die begrenzten Fertigungsmöglichkeiten der 1980er Jahre bedingt, im Prinzip sind die Chips als Einheit aufzufassen.

Das OCS hat auffällige Ähnlichkeiten in der Architektur wie in der Funktionsaufteilung mit der ebenfalls aus drei Chips, ANTIC, GTIA und POKEY bestehenden Kernhardware der Atari 8-Bit-Computerserie, die bereits 1979 auf den Markt kam. Beide Chipsätze wurden von Jay Miner konzipiert.

Auf OCS folgten ECS, AGA, AAA.

Agnus

Datei:Commodore Amiga 1000 - main board - MOS 8367R0-7824.jpg
MOS 8367R0 - Agnus

Der Name Agnus leitet sich aus dem Wort Adressgenerator ab: AdressGenerator Units.<ref>Agnus 8370 auf cbmmuseum.kuto.de</ref>

Der Chip ist für die Steuerung des Chip-RAM zuständig. Unter anderem holt er daraus die Grafikdaten, die dann vom Denise-Chip (s. u.) dargestellt werden.<ref>Amiga Custom Chip Agnus (englisch)</ref>

Ferner verarbeitet Agnus die verschiedenen Videosynchronisationssignale und enthält und steuert die beiden Koprozessoren Blitter und Copper.

Agnus stellt dem System eine mächtige DMA-Einheit zur Verfügung, die zum einen die Video- und Sound-Daten aus dem Chip-RAM holt, zum anderen auch Daten innerhalb des Chip-RAMs umkopieren und dabei auch verarbeiten (blitten) kann, aber auch Daten generieren kann, nämlich beim Linienzeichnen und Flächenfüllen mit dem Blitter.

Zu den Video-Daten, die Agnus per DMA aus dem Chip-RAM holt, gehören neben den Pixel-Daten Paletten- und Sprite-Daten sowie die Copperlisten.

Denise

Datei:Commodore Amiga 1000 - main board - MOS 8362R5-7823.jpg
MOS 8362R5 – Denise

Der Name leitet sich aus den englischen Worten Display Encoder ab.<ref>Denise 8362 auf cbmmuseum.kuto.de</ref>

Der Chip steuert die Grafikausgabe und stellt dabei unter anderem die Sprites und BOBs dar.<ref>Amiga Custom Chip Denise (englisch)</ref>

Im Prototypenstadium des Amiga hieß dieser Chip noch Daphne.

Versionen

  • 8362R6 252126-01 (A500, A1000, A2000)
  • 8362R8 252126-02 (A500, A2000, CDTV)
  • 8373 390433-01/-02 Super Denise / Hires Denise (A500+, A2000, A3000)
  • 8373 391061-01/391081-01 (PLCC, A600)
  • bei Advanced Graphics Architecture wurde Denise durch Lisa ersetzt

Paula

Datei:Commodore Amiga 1000 - main board - MOS 8364R4-7825.jpg
MOS 8364R4 - Paula

Der Name Paula leitet sich aus den englischen Wörtern Peripheral und Audio ab.<ref>Paula 8364 auf cbmmuseum.kuto.de</ref>

Der Chip steuert die folgenden Aufgaben im Amiga:

Dieser Chip wurde auch in den späteren Amiga-Chipsätzen verwendet und war der Grund, warum die späteren Amiga-Modelle in den von Paula abgedeckten Bereichen nicht mehr zeitgemäß waren. (Begrenzte Datenübertragungsrate für Diskettenlaufwerke, so dass HD-Laufwerke mit halber Drehzahl laufen müssen; Tonausgabe hörbar schlechter als CD-Qualität.)<ref>Amiga Custom Chip Paula (englisch)</ref>

Im Prototypenstadium des Amiga hieß dieser Chip noch Portia (für Ports and Audio).

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

PET/CBM

KIM-1PET 2001CBM 3000CBM 4000CBM 8000CBM 8032MMF 9000

CBM II

CBM 500CBM 600CBM 700CBM 900

Heimcomputer

VC 10VC 20C64 (SX, GS, Ultimate) • 264-Reihe (C16, C116, Plus/4) • C128C65

Amiga

1000Sidecar500500 Plus2000CDTV6003000/T/UX12004000CD³²

IBM-kompatibel

PC-1 PC-10 bis PC-70x86LTA1060

Peripherie
Laufwerke

DatasetteCBM-DiskettenlaufwerkeVC15xx (VC1540/41, VC1551, VC1570/71, VC1581) • SFD100x (SFD1001, SFD1002) • CBM 2020 bis 8250CBM 4040A570 • A590 • A3070

Drucker

MPS-SerieMPS 801MPS 802MPS 803MPS 1000MPS 1270MPS 1500 CMPS 1550 CVC1520 • CBM-8000-Serie • CBM 4022CBM 4023

Sonstige Hardware

CBM-BusZorro-BusUhrenportWOMRAM Expansion UnitTurbokarte • Mäuse: Commodore 1350/1351 • Monochrom- und Farb-Monitore: 1701170217031801180210811084/1084S108519011942 • Lautsprecher A10 • Mehrfachbenutzersysteme (MBS)

Historische Hardware

Schreib- und Tischrechenmaschinen • LED-Uhren • 2000K/3000HChessmate

Chips

MOS Technology65026510VICVIC IITEDVDCSIDPIAVIARIOTTPICIAACIAAgnus (Blitter, Copper) • PaulaEHB-ModusHAM-Modus

Chipsätze

OCSECSAGAAAAChip-RAM und Fast-RAM

Software

Commodore BASICCommodore Basic V2KernalCBM-ASCII (PETSCII) • GEOSCommodore DOSAmigaOSKickstartWorkbenchARexxAmigaGuideAMIX

†: Spielkonsole ‡: nur Prototyp

Vorlage:Klappleiste/Ende