Zum Inhalt springen

Kourou

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 18. April 2026 um 09:48 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Kourou
Datei:Blason ville fr Kourou (Guyane).svg Datei:Locator map of Kourou 2022.png
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Französisch-Guayana
Département (Nr.) Französisch-Guayana (973)
Arrondissement Cayenne
Gemeindeverband Savanes
Koordinaten 5° 9′ N, 52° 39′ WKoordinaten: 5° 9′ N, 52° 39′ W
 {{#coordinates:5,1583333333333|−52,642777777778|primary
dim=20000 globe= name=Kourou region=FR-973 type=city
  }}
Höhe 0–342 m
Fläche
Bürgermeister Jean-Etienne Antoinette
Einwohner 24.824 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 97310
INSEE-Code 973304
Website http://www.kourou.info/
Datei:Kourou2.jpg
Kirche in Kourou

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Kourou ist eine Stadt mit 24.824 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im französischen Übersee-Département Französisch-Guayana, etwa 60 km nordwestlich der Hauptstadt Cayenne an der Küste des Atlantik, im Norden Südamerikas, gelegen.

Tourismus

Kourou ist ein Zentrum des lokalen Tourismus und ist vor allem durch den außerhalb der Stadt liegenden Weltraumbahnhof Centre Spatial Guyanais der ESA bekannt geworden.

Verkehr

Kourou liegt an der Nationalstraße N 1, die von der Hauptstadt Cayenne entlang der Atlantikküste nach Westen Richtung Paramaribo (Suriname) führt.

In Kourou existieren keine öffentlichen Verkehrsmittel. Fahrten in andere Städte sind nur mit privaten Fahrzeugen oder Sammeltaxis möglich.

Knapp westlich der Stadt liegt das Aérodrome de Kourou, ICAO-Flugplatzcode SOOK.

Zu Nachbarinseln

Für Ausflüge auf die nahegelegene Inselgruppe Îles du Salut stehen einige wenige private Boote im Hafen von Kourou zur Verfügung, die die Inseln, je nach Wetter, täglich anfahren.

Weltraumbahnhof

Der Raketenstartplatz Kourou entstand 1965. Er sollte den Raketenstartplatz Hammaguir (in Algerien, auf etwa 31° Nord) ersetzen, welcher aus politischen Gründen aufzugeben war. Von Kourou aus starteten ab Ende der 1960er Jahre französische Höhenforschungsraketen und der Satellitenträger Diamant. Auch fand hier ein misslungener Startversuch der Europa-2-Rakete statt. Am 24. Dezember 1979 startete die erste Ariane. Bis Mitte Februar 2003 starteten Ariane-4- und -5-Raketen, danach nur noch Ariane-5-Raketen von Kourou aus ins All.

Seit 2011 startete die Betreibergesellschaft Arianespace auch russische Raketen vom Typ Sojus und die kleinere europäische Rakete Vega von Kourou aus.<ref>Galileo IOV Launch. esa.int, 22. Oktober 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Oktober 2011; abgerufen am 24. Oktober 2011 (englisch).</ref> Am 21. Oktober 2011 wurden hier die ersten beiden Galileo-Satelliten ins All geschickt. Kourou wurde vor allem wegen seiner Lage nahe am Äquator (rund 5° Nord) gewählt, da hier die höchste Umfangsgeschwindigkeit der Erde das Erreichen eines Orbits begünstigt.

Im Juli 2024 startete die erste Ariane 6 von Kourou.

Geschichte

Datei:Alter Signalturm in Kourou.JPG
Alter Signalturm in Kourou (Dreyfusturm), wurde zur Kommunikation mit der Teufelsinsel (fr. Île Du Diable) verwendet
Datei:Kourou, Strand nahe der Avenue des Roches.jpg
Blick auf den Strand an der Avenue des Roches, am gleichnamigen Hotel

In der Nähe von Kourou liegt die Teufelsinsel (fr. Île Du Diable), die in früheren Zeiten durch die dortige französische Gefangenenkolonie und vor allem auch durch den Roman „Papillon“ bekannt wurde. Außerdem verbüßten dort Alfred Dreyfus und der letzte deutsche Kriegsgefangene des Ersten Weltkrieges, Alfons Paoli Schwartz, ihre Haft.

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

Weblinks

Commons: Kourou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Kourou – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Apatou | Awala-Yalimapo | Camopi | Cayenne | Grand-Santi | Iracoubo | Kourou | Macouria | Mana | Maripasoula | Matoury | Montsinéry-Tonnegrande | Ouanary | Papaichton | Régina | Remire-Montjoly | Roura | Saint-Élie | Saint-Georges | Saint-Laurent-du-Maroni | Saül | Sinnamary Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein