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Post SV Wien

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Post SV Wien
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Name Postsportverein Wien
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Vereinsfarben Rot-Weiss
Gründung 1919
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Vereinssitz Roggendorfgasse 2, 1170 Wien
Mitglieder 5000
Abteilungen 15
Website https://www.postsv-wien.at/

Der Post SV Wien ist ein Sportverein aus der Stadt Wien in Österreich und betreibt in mehreren Sektionen vielfältige Sportarten wie Fußball, Tennis, Handball, Landhockey, Basketball, Beachvolleyball Volleyball, Tischtennis, Bowling, Gewichtheben, Squash, Ski.

Vereinsgeschichte

Gegründet wurde der Verein am 26. September 1919 unter dem Namen Sportverein der Post-, Telegraphen- und Fernsprechangestellten Österreichs. Seine sportliche Heimat fand er in den 1930er-Jahren am Postsportplatz in Wien-Hernals, der mit 15 Hektar die größte zusammenhängende Sportanlage Österreichs ist.

Nach Jahrzehnten des Betriebs am Postsportplatz wird der mit Jahresende 2027 auslaufende Pachtvertrag von der Österreichischen Post AG, der Eigentümerin des Areals, nicht mehr verlängert.<ref>Post nimmt Umgestaltungspläne des Postsportplatzes wieder auf, abgerufen am 30. April 2026</ref> Aus diesem Grund wurde die Initiative „Rettet den POST SV“ gegründet, die sich für den Verbleib des gemeinnützigen Sportvereins und seiner 5.000 Mitglieder (darunter 2.000 Kinder und Jugendliche) am Postsportplatz und einer gemeinsamen Lösung mit der Post AG sowie der Stadt Wien einsetzt. Die Initiative sammelte binnen weniger Monate mehr als 16.000 Unterschriften bei einer Petition für den Erhalt des Areals.<ref>Hernalser Postsportplatz – Wiener ÖVP fordert Stadtregierung zur Rettung des Post SV auf, abgerufen am 30. April 2026</ref><ref>Offizielle Webpräsenz der Initiative „Rettet den POST SV“, abgerufen am 30. April 2026</ref>

Sektion Fußball

Post SV Wien
Datei:Post SV Wien.png
Basisdaten
Sitz Wien-Hernals
Gründung 1919
Farben gelb-schwarz
Website https://post-sv-fussball.wien/
Erste Fußballmannschaft
Spielstätte Postsportplatz Hernals
Plätze 0
Liga 2. Landesliga
2023/24 10. Platz

Geschichte

Nach seiner Gründung 1919 spielte der Verein mit den Klubfarben schwarz-weiß im ersten Jahr in der Wiener Schutzgruppe. Am 22. März 1924 kam es zur Fusion mit dem W.F.C. Fürth und zu einer Änderung des Vereinsnamens in Sportklub Post Wien, Sportvereinigung der Post- und Telegraphenangestellten mit den Vereinsfarben blau-orange. Der SK Post stieg 1924 in die vierte Klasse des Allgemeinen Fußballverbandes (heute WFV) ein und erreichte gleich im ersten Jahr den Meistertitel und verbunden damit den Aufstieg in die dritte Klasse Wien. Auch in dieser Klasse gelang auf Anhieb der Meistertitel. Nach der Trennung vom Fußballverband spielte der SK Post Wien in der 2. Klasse Ost und stieg nach dem Meistertitel 1927/28 in die 1. Amateurklasse auf.

Aufstieg und Amateurmeistertitel

Am 22. März 1930 fusionierte der Verein mit dem SpC Postsport Wien zum Postsportverein der Post- und Telegraphenangestellten Österreichs, kurz Post SV Wien. Im Zuge dieser Fusion wurden die Vereinsfarben in Rot-Weiß geändert. In den folgenden Jahren spielte sich der Klub von der 2. Klasse bis zur 2. Liga Nord hoch. In der Saison 1935/36 wurde der Post SV Meister der 2. Liga Nord und erreichte in den Relegationsspielen gegen den Meister der 2. Liga Süd den bis dahin größten sportlichen Triumph. Der Verein SC Austro Fiat Wien konnte am 27. Juni 1936 mit 1:0 und am 4. Juli 1936 mit 2:1 besiegt werden und der Post SV Wien stieg zum ersten Mal in die höchste Spielklasse Österreichs auf. Mit fünf Siegen und fünf Remis erreichte man nur den 11. und vorletzten Platz, was den sofortigen Abstieg zur Folge hatte. Doch im selben Jahr feierte der Post SV Wien mit dem Gewinn des Österreichischen Amateurmeistertitels den bis heute größten sportlichen Erfolg. In der ersten Runde wurde der 1. Wiener Neustädter SC mit einem 3:0-Heimsieg und einer 0:1-Auswärtsniederlage bezwungen. In der zweiten Runde wartete mit dem Klagenfurter AC ein weitaus schwierigerer Gegner. Das Heimspiel konnten die Postsportler mit 5:2 für sich entscheiden, im Rückspiel setzte es jedoch eine 2:4-Auswärtsniederlage. Mit dem knappen Gesamtergebnis von 7:6 konnte der Post SV jedoch in das Finale einziehen und traf dort auf den Salzburger AK 1914. Diesmal mussten die Wiener zuerst auswärts antreten und gewannen das Spiel mühelos mit 4:0. Im Rückspiel genügte dem Post SV eine 2:2-Remis zum ersten und einzigen Amateurmeistertitel eines Wiener Vereines.

Gastspiele in der 1. Liga

In der Saison 1940/41 gelang der Wiederaufstieg in die damals Bereichsklasse Donau-Alpenland genannte höchste (ostmärkische) Liga. In den Qualifizierungsspielen setzte sich der Post SV als Meister der 2. Liga A gegen den Meister der 2. Liga B, dem SV Straßenbahn Wien in zwei Spielen mit 2:2 und 1:0 durch und erreichte damit die Aufstiegsrunde, in der die Postsportler auf SK Sturm Graz, SV Austria Salzburg und BSG Traisen trafen. Ohne Sieg und mit nur einem Unentschieden belegte der Post SV in der ersten Liga nur den enttäuschenden neunten Rang (der in dieser Saison der letzte Platz war, da der SK Sturm Graz den Spielbetrieb eingestellt hatte) und stieg wieder in die Wiener 1. Klasse A ab. Aufgrund der Kriegsereignisse kam es in der Folgesaison zur Gründung der Post-SG Wien, einer Spielgemeinschaft mit anderen Postsportvereinen, die mit Kriegsende 1945 wieder aufgelöst wurde. Gleich in der ersten Nachkriegsmeisterschaft 1945/46 gelang dem wiedererstandenen Post SV Wien der Meistertitel in der 2. Klasse A Wien und der erneute Aufstieg in die nunmehr Wiener Liga genannte oberste Spielklasse Österreichs. Doch auch diesmal kam der Verein über den elften Platz nicht hinaus und beendete sein Gastspiel in der höchsten Liga mit nur zwei Siegen und einem Remis.

Der langsame Abstieg

1948/49 musste der Post SV auch aus der zweiten Spielklasse absteigen und es folgte eine längere Periode in den unteren Ligen bis 1970 der Wiederaufstieg in die Wiener Liga, die mittlerweile nur mehr die dritte Leistungsstufe darstellte, gelang. Am 1. Juli 1973 kam es schließlich zu einer Fusion mit dem SC Hinteregger Wien, wodurch die Postsportler sogar in der Regionalliga spielen durften. Der Name des Fusionsvereins lautete SC Post Hinteregger. Am 1. Juli 1975 wurde die Fusion wieder gelöst und die neuen Vereinsfarben schwarz-gelb eingeführt. Während der Winterpause der Saison 1975/76 ging der Verein eine Spielgemeinschaft mit dem Wiener Sport-Club ein, die fortan unter dem Namen Wiener Sport-Club Post auftrat. Die Spielgemeinschaft spielte in der zweiten Liga, löste sich aber nach der Saison wieder auf. Der Wiener Sport-Club verblieb als Lizenzinhaber des Platzes in der 2. Division der Bundesliga, der Post SV Wien stieg in die Wiener Liga ab. Seit diesem Abstieg 1976 spielt der Verein ununterbrochen in der Wiener Liga und gehört damit zum Urgestein derselben.

Vereinsfarben

  • 1919–1924 Schwarz-Weiß
  • 1924–1930 Blau-Orange
  • 1930–1975 Rot-Weiß
  • ab 1975 Schwarz-Gelb

Titel & Erfolge

Futsal

Ab dem 5. Mai 2008 widmete sich die Sektion auch dem aufkommenden Trendsport Futsal, der offiziellen FIFA-Variante des Hallenfußballs. Mit einem relativ kleinen Kader konnte die erste Saison überraschenderweise am 4. Platz in der 2. Futsal-Bundesliga beendet werden. Nach zahlreichen Verstärkungen wurde für die Saison 2009/2010 der Aufstieg in die 1. Österreichische Futsal-Bundesliga angepeilt, um somit an Bedeutung gewinnen und sich erfolgreich etablieren zu können.

Die Saison 2010/11 wurde in der 2. ÖFB Futsal Liga gespielt, dabei erreichte man den 2. Platz, hinter Dynamo Triestingtal.

Post SV Wien
Name Post SV Wien Hockey
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Sportart Landhockey, Hallenhockey
Vereinsfarben rot-weiß
Gründung 1939
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Spielort Lidlgasse 10, 1170 Wien
Vereinssitz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Mitglieder Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Website https://postsv.com/

Sektion Hockey

Europapokalbilanz Herren Feld<ref>Zusammenstellung aus EHF-Handbook 2016. European Hockey Federation, 14. März 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. März 2016; abgerufen am 8. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Jahr Wettbewerb Niveau Platz Ort
1983 Club Champions Trophy 2 7 Subotica
1992 Cup Winners Trophy 2 4 Swansea
2007 Club Champions Trophy 2 6 Prag

Die bereits in den 1930er Jahren bestehende und endgültig 1939 etablierte Hockeysektion unterhält Damen- und Herrenmannschaften, mehrere Jugendmannschaften, ein Senioren- und ein Elternhockeyteam.

  • Österreichischer Meister Herren Feld: 2022/23, 2005/06, 1982, 1968, 1967, 1965, 1964, 1963, 1962, 1960, 1959, 1958, 1957, 1956, 1955, 1954, 1953, 1951/52
  • Österreichischer Meister Herren Halle: 2024/25, 2021/22, 2020/21, 2019/20, 1974, 1966, 1965, 1964, 1963, 1962, 1959/60, 1958/59, 1951/52
  • Österreichischer Meister Damen Feld: 1980, 1960/61
  • Österreichischer Meister Damen Halle: 1982, 1981, 1979, 1977, 1976

Sektion Tennis

Ein Höhepunkt der Tennissektion war der Davis-Cup und auch ein WTA-Turnier am Postsportplatz in den 1970er-Jahren mit Tennislegenden wie Chris Evert und Martina Navratilova.<ref>POST SV Wien Tennis. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

Im Juni 2026 werden die Tennisbewerbe der Special Olympics am Postsportplatz durchgeführt.<ref>HeriHahn: Sportstätten der Sommerspiele: Hier wird im Juni 2026 um Medaillen gekämpft! In: Special Olympics Österreich. 24. September 2025, abgerufen am 19. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sektion Handball

Die Handballer des POST SV begannen Anfang der 1930er-Jahre mit dem Spielbetrieb und spielten ab 1936 in der damaligen obersten Spielklasse. Bald avancierten sie zu einem der besten Wiener Handballmannschaften. 1937 gelang der Einzug ins Cupfinale. Zu dieser Zeit wurde Feldhandball im Freien gespielt. Die Heimspiele fanden auf dem oberen Fußballplatz am Postsportplatz statt.<ref name=":1">Geschichte der Post Handballer – Post SV Wien. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

1971 fusionierte man mit Ankerbrot und dies ermöglichte den Klassenerhalt in der Wiener Liga. Der Handballsport verlagerte sich völlig in die Halle.<ref name=":1" />

1991 gelang der Wiener Cupsieg, 1992 errang POST SV den Wiener Landesmeistertitel.<ref name=":1" />

2002 Abstieg aus der Bundesliga

Sektion Basketball

Die ehemals betriebene Sektion Basketball gewann 1950 zum einzigen Mal in der Vereinsgeschichte den österreichischen Basketball-Meistertitel.<ref>100 Jahre Wiener Postsportverein: Eine Erfolgsgeschichte in komprimierter Darstellung. In: Postsport Verein. Abgerufen am 8. März 2023.</ref>

Seit 2018 kooperiert die Sektion mit Sportunion Döbling und Vienna87. Ab der Saison 2022/23 treten die Teams unter dem Vereinsnamen Vienna United Basketball an.<ref>Über uns. In: Vienna United. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

Sektion Judo

Liste der Österreichischen Meister der Sektion Judo<ref>UJZ Mühlviertel: Staatsmeister Männer ab 1947. In: UJZ Mühlviertel. UJZ Mühlviertel, 31. Dezember 2012, S. 4–5, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. März 2020; abgerufen am 26. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Jahr Name Kategorie
1948 Gabriel Edmund<ref>JudoInside - Edmund Gabriel Judoka. Abgerufen am 8. März 2023.</ref> FG
1948 Mannschaft
1949 Gabriel Edmund<ref>Titelkämpfe bel den ludosportiern. Abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> FG
1950 Gabriel Edmund<ref>Favoritsterben im Judo. Abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> FG
1950 Voyta Alfred MG
1951 Voyta Alfred MG
1955 Zipser Rudolf 1. Kyu

Die Sektion Judo wurde im Jänner 1948 gegründet.<ref>Historisches. 6. Mai 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Mai 2021; abgerufen am 8. März 2023.</ref> und ist nicht mehr aktiv.

Sektion Tischtennis

Die Tischtennissektion wurde 1936 gegründet und zählt zu einem der ältesten, noch existierenden Tischtennisvereinen in Österreich. Vor allem vor dem Zweiten Weltkrieg waren eine Reihe österreichischer Spitzenspieler wie Erwin Kaspar, Heinrich Bednar und Gertrude Pritzi hier aktiv. Der Verein selbst gewann unter anderem 1939 die deutschen Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaft sowohl der Damen wie auch der Herren.<ref>Über uns – Post SV Wien – Tischtennis. Abgerufen am 19. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit 2024 ist die Sektion Tischtennis auch sportliche Heimat für Parkinson Tischtennis Austria.<ref>Parkinson Tischtennis Austria – Stützpunkt Wien – Post SV Wien – Tischtennis. Abgerufen am 19. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sektion Volleyball

Post SV
Österreichischer Volleyballverband
Vereinsdaten
Aufgelöst 2002: VB NÖ Sokol/Post SV
Volleyball-Abteilung

Die Volleyballabteilung des Post SV Wien hat eine lange Tradition und blickt auf viele Titeln und Erfolge zurück. Besonders die Frauensektion konnte in der Vergangenheit viele Meisterschaftstiteln feiern. 2002 gründete man mit den Vereinen TJ Sokol V Wien und VB NÖ Sokol die Spielgemeinschaft SV Schwechat/PSV Wien (SG SVS Post), 2011 benannte sich die Spielgemeinschaft in Volleyball Niederösterreich Sokol/Post SV um.

  • Österreichischer Meister Herren: 1982
  • Österreichischer Meister Frauen: 1973–1978, 1984, 1985, 1987–1992, 1994–2001
  • Österreichischer Cupsieger Herren: 1981
  • Österreichischer Cupsieger Frauen: 1981, 1982, 1985–1987, 1989, 1990, 1994–2001

Weblinks

Einzelnachweise

<references />